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RKW-Studie: Was denken KMU´s über die Zusammenarbeit mit Start-Ups

Fast alle reden derzeit über die Synergien zwischen mittelständischen Unternehmen und Startups. Das RKW Kompetenzzentrum zeigt in seiner neuen Studie „Mittelstand meets Startup – Potenziale der Zusammenarbeit“, wie kleine und mittlere Unternehmen über die Zusammenarbeit mit StartUps denken. Dafür wurden 200 etablierte KMU in drei Schlüsselbranchen (Maschinen- und Fahrzeugbau, Information und Kommunikation sowie Chemie und Pharma) befragt. Die Ergebnisse dieser Befragung sind sehr wichtig für StartUps, um zu Beginn der Zusammenarbeit die Erwartungshaltung abstecken und einschätzen zu können.

Top-Motive für eine Kooperation zwischen Mittelstand und Startup sind demnach:

  • Erschließung neuer Technologien (69 %)
  • Entwicklung einer Produktinnovation (59 %)
  • Einstieg in neue Märkte (56 %)
  • Kennenlernen von hochqualifizierten potenziellen Mitarbeitern (54 %)
  • Entwicklung neuer Geschäftsmodelle (54 %)
  • Entwicklung einer Serviceinnovation (47 %)
  • Als Investitionsmöglichkeit (14 %)

Interessant und gleichzeitig gefährlich finde ich, dass 54 % der befragten KMU´s durch die Zusammenarbeit mit StartUps neue Mitarbeiter kennenlernen wollen. Wer sich davor schützen will (was nur bedingt möglich ist), sollte dies in der Kooperationsvereinbarung ausschließen bzw. mit einer hohen Vertragsstrafe versehen. Zudem sollten sich StartUps bei anderen StartUps, die mit diesem KMU schon kooperiert haben, über die Erfahrungen der Zusammenarbeit austauschen.

Daraus ergeben sich zwischen KMU und Startups vier mögliche Arten der Zusammenarbeit:

  • Entwicklungspartnerschaften: Hierbei sollen neue Ideen generiert werden – insbesondere in Bezug auf digitale Produkte und Plattformen – sowie auf Produkt-, Service- und Prozessinnovationen.
  • Zuliefererverhältnis: In dieser Form dient entweder das KMU dem Startup oder das Startup dem KMU als Zulieferer von Produktkomponenten, die in ein Endprodukt einfließen.
  • Bildung von Vertriebspartnerschaften: Hierbei nimmt der Mittelständler ein oder mehrere Produkte des jungen Unternehmens in sein Sortiment mit auf.
  • Konventionelles Kundenverhältnis: KMU agieren als Nachfrager der Produkte oder Dienstleistungen der Startups. Bezüglich der Dienstleistungen handelt es sich dabei häufig um Aufträge im Bereich des Marketings oder im Bereich der IT-Branche um Softwareentwicklung bzw. Programmierung.

Erwähnenswert ist noch, dass mehr als ein Drittel der befragten KMU´s schon Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit StartUps machen konnten. Die Zusammenarbeit war in den meisten Fällen erfolgreich: In mehr als 60 Prozent der Fälle werden die Ziele ohne nennenswerte Abweichungen erreicht. 95 Prozent der KMU mit Kooperationserfahrung würden in Zukunft erneut mit einem Startup zusammenarbeiten.

Mehr zur Studie und angebotenen Workshops zu dem Thema (z.B. am 30.3.2017 in Frankfurt) finden Sie unter www.rkw-kompetenzzentrum.de/gruendung/2017/studie-mittelstand-meets-startup-potenziale-der-zusammenarbeit.

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