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Haben Sie schon über ein Kundennachfolge-Konzept nachgedacht?

Spätestens wenn der mittelständische Unternehmer seinen 50. Geburtstag gefeiert hat, wird er von seiner Hausbank gefragt, ob er denn schon über die Unternehmensnachfolge nachgedacht und erste Schritte dazu eingeleitet hat. Das Thema Unternehmensnachfolge ist schon allein deshalb in aller Munde, weil bei nicht geregelter Nachfolge häufig viele Arbeitsplätze gefährdet sind. Im Gegensatz zu früher ist es längst nicht mehr selbstverständlich, dass die Kinder die Nachfolge antreten. Deshalb gibt es auch zahlreiche Marketingkampagnen, die Gründer dazu animieren sollen, eine Unternehmensnachfolge in Betracht zu ziehen, anstatt mit einer eigenen Idee ein neues Unternehmen aufzubauen.

Doch wie sieht es eigentlich mit der Kundennachfolge in Ihrem Unternehmen aus? Ja, Sie haben richtig gelesen. Auch Kunden werden älter und sterben irgendwann „aus“. Haben Sie sich schon Gedanken darüber gemacht, wie sie den Nachwuchs Ihrer Kunden möglichst früh für Ihr Unternehmen begeistern, damit die Kundennachfolge gesichert ist? Ich habe ein paar gute Beispiele dafür gefunden und will sie hier vorstellen, denn man kann nie früh genug damit anfangen, die Kundenloyalität über mehrere Generationen hinaus zu sichern.

Mercedes England hatte z.B. schon vor vielen Jahren die Idee, schon Kindern ab 10 Jahren im Rahmen der Mercedes Benz Driving Academy ein Schnupper-Fahrertraining anzubieten. Die Eintiegspreise mit 40 GBP für eine halbe Stunde Fahrertraining waren auch kindgerecht. Gern genommen wurde das Parent-Partner-Package für 205 GBP, im Rahmen dessen Vater und Sohn gemeinsam ein Fahrertraining absolvieren konnten. Durch solche exklusiven Angebote begeistert man die nächste Generation nicht nur für das Autofahren, sondern auch gleich für eine bestimmte Automarke. Clever.

Eher ausgetretene „Pfade“ gehen die Autohersteller, die Spielzeug im Markendesign anbieten. Ein Beispiel ist Porsche, die z.B. für 900 EUR ein Porsche-Go-Kart anbieten. Auch Anbieter aus anderen Branchen wollen den Spieltrieb der Kinder wecken. So bringt IKEA z.B. in diesem Sommer eine ganze Puppenhauskollektion im IKEA-Design heraus, um die Kleinsten an die Marke IKEA heranzuführen. Gibt es noch andere gute Ideen, die Kinder der Kunden frühzeitig an die Marke heranzuführen. Dann freue ich mich auf Hinweise im Kommentarfeld.

2 Responses to Haben Sie schon über ein Kundennachfolge-Konzept nachgedacht?

  1. Lutz Breunig sagt:

    Dieses Problem besteht nicht nur bei mittelständischen Unternehmen. Bei Grossunternehmen muss nur mal der bislang zuständige Einkäufer nicht mehr verfügbar sein – und schon fängt der Zulieferer von vorne an.

  2. Hallo Herr Schneider,

    wichtiges Thema, mit dem man sich nicht früh genug beschäftigen kann. Weitere Beispiele:
    Kinderstaubsauger, Kinderhandys, Sportkleidung für Kinder von bekannten Labels. Sicher gibt es noch mehr Beispiele.

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