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Filmtournee 13. Klasse hält heute hier

Die Autorin Nessa Altura hat ein neues Buch geschrieben: Die 13.Klasse. Da sie das Buch über Book on Demands selber verlegt, hat sie eine Idee gesucht, das Buch selber zu vermarkten. Sie hat sich von der virtuellen Buchtournee von Bernd Röthlingshöfer inspirieren lassen und veranstaltet jetzt selber eine virtuelle Buchtournee, die von ihrem Blog begleitet wird. Schüler haben dazu kleine Filme gedreht. Jeder Blogger, der mitmacht, zeigt dabei einen Filmsplitter. Bis jetzt haben Bernd Röthlingshöfer, das Literatur-Cafe, Elke Fleing und die Ideentower-Jungs jeweils einen von 20 Filmsplittern gezeigt. Heute hält die Filmtournee bei mir und deshalb zeige ich Euch heute folgenden Filmsplitter.

Link zu meinem Filmsplitter „Kalkar kann kalt sein“

Habt Ihr erkannt, warum ich genau diesen Filmsplitter ausgewählt habe? Na logisch, man sieht dort u.a. eine Postkarte mit dem Frankfurter Römer als Bildmotiv. Da es sich bei Frankfurt um meine Geburts- und Wohnstadt handelt, habe ich mich genau für diese Filmsequenz entschieden. Am nächsten Donnerstag macht das wandelnde Lichtspielhaus Station bei Roman Vogelgsang vom noch recht jungen Blog www.advantel.de. Er zeigt einen Filmsplitter, der von der falschen Entscheidung dreier junger Leute berichtet: Stefan, Boris und Erkan unter Druck. Three simple Stories und ihr abruptes Ende.

Als Zugabe hat Nessa Altura mir noch zahlreiche Fragen beantwortet:

  1. Wer ist die Zielgruppe Ihres Buches?
    Meine Zielgruppe sind Erwachsene und junge Erwachsene – also Oberstufenschüler, Studenten und deren Lehrer, Erzieher, Eltern etc. Und darüberhinaus gehört natürlich jeder dazu, der sich einerseits für junge Leute und andrerseits für existenzielle Fragen interessiert: Tod, Liebe, Kriminalität, sexuelle Orientierung, Älterwerden, Behinderung. Ich denke besonders an stillere junge Leute, die vielleicht eher am PC zugange sind als dass sie draußen in der Welt durch die Gassen schwärmten … für sie versuche ich eine Sprache zu finden, die einfach und klar ist.
  2. Können Sie etwas mehr zu dem Filmausschnitt erzählen, der hier gezeigt wird?
    Die Geschichte, die hier illustriert wird, geht auf ein Erlebnis zurück, das ich selbst gehabt habe: Jahrelang hat mir jemand, den ich nur flüchtig kannte, Postkarten aus aller Welt geschrieben. Und plötzlich, bewusst wurde es mir erst Jahre später, hörten sie auf. Ich habe lange gerätselt, warum das so ist und mir schließlich eine Geschichte dazu erfunden.
  3. Nach welchen Kriterien haben Sie die Blogs ausgewählt, die Sie zwecks Teilnahme an der Filmtournee angesprochen haben?
    Ich habe mich zunächst an Marketing-Blogs gewandt, weil ich denke, dass deren Leser immer auf der Suche nach neuen Ideen sind. In der zweiten Stufe möchte ich die Betreiber von Literatur- und Buchblogs als Gastgeber gewinnen.
  4. Wie sieht Ihr Marketingmix aus, sprich welche Marketingmaßnahmen planen Sie noch und wie hoch ist Ihr Werbebudget?
    Als Autorin sind meine Hauptadressaten natürlich die Leser, die mich kennen oder auf Lesungen, Messen, literarischen Events kennenlernen. Über das Blog versuche ich, auch (junge) Leute zu erreichen, die vielleicht bisher noch nicht besonders lesefreudig waren – mal sehen, ob das gelingt. Ich denke noch an unterschiedliche Beteiligungsformen via Internet, um die Leser aus der Reserve zu locken. Vielleicht werde ich noch Rätselrunden machen für diejenigen, die das Buch besitzen, um ihnen so ein bisschen Spaß rund ums Lesen zu bereiten. Mein Ziel wäre Kommunikation in beide Richtungen, auch das Motivieren zum Video-Filme-Machen könnte dabei sein. Heute ist das Kreativ-Sein ja so einfach – man muss nur den Einstieg finden. Eine bestimmte Summe für das Werbebudget habe ich mir nicht vorgenommen – ganz sicher werde ich nichts (oder doch nicht viel) für Old-School-Werbung (Prospekte, Postkarten, etc) ausgeben. Wir leiden ja sowieso schon alle unter viel zu viel Papier. Das, was uns umtreibt, sind doch die neuen Wege, die das Internet uns eröffnet.
  5. Wie viele Verlage haben Sie angesprochen, bevor Sie sich entschieden haben, das Buch selber zu verlegen?
    Ich habe nicht lange herumgesucht – ein, zwei große Verlage habe ich angesprochen, aber als ich Skepsis gespürt habe, habe ich mir gesagt, dass ich mir die Erfahrung des Buchmachens auch einmal selber gönnen will. Kleinere Verlage hätte ich sicher von meinem Projekt überzeugen können. Ich weiß aber, dass es da oft kein Budget für Werbung gibt und der Autor selbst tätig werden muss. Warum dann also nicht gleich alles selber machen? Ich habe es nicht bereut, habe allerhand gelernt dabei.
  6. Wovon leben Sie derzeit und wann planen Sie, nur noch vom Bücherschreiben zu leben?
    Ich bin Realistin und glaube kaum, dass ich je allein vom belletristischen Bücherschreiben werde leben können. Das gelingt nur sehr wenigen in Deutschland. Und wovon ich derzeit lebe, frage ich Sie ja auch nicht …es geht mir gut, danke.
  7. Welche Frage wurde Ihnen noch nicht gestellt, die Sie gerne beantworten würden?
    Es gäbe noch viele, aber andere Blogs wollen auch noch ein bisschen Stoff. Was ich aber umgekehrt Sie gerne fragen würde: Wie finden Sie die Idee der virtuellen Filmtournee? Glauben Sie, aus Ihrer Erfahrung heraus, dass dadurch Interesse für meine Projekte gewonnen wird?

Da mir Nessa Altura innerhalb der letzten Antwort selber eine Frage gestellt hat, antworte ich gerne: Ich bin überzeugt, dass diese virtuelle Filmtournee als Bestandteil eines cleveren Marketingmixes helfen wird, mehr Bücher zu verkaufen. Wichtig erscheint mir, Blogs zu wählen, die insbesondere o.g. Zielgruppe adressieren. Zudem wäre es sehr hilfreich, wenn andere Medien, wie z.B. Zeitungen, Rundfunk und Fernsehen auf diese Filmtournee aufmerksam gemacht werden und darüber berichten. Häufig können Blogs etwas anschieben, aber noch nicht alles alleine lösen. Um in die „etablierten Medien“ zu kommen, könnte vielleicht auch „Books on Demand“ helfen und via Pressemitteilung über diese geniale Aktion berichten. Huckepackmarketing funktioniert doch häufig am besten.

2 Responses to Filmtournee 13. Klasse hält heute hier

  1. […] Den letzten Kurfilm kann man auf dem best practice business blog sehen und den nächsten wird man auf KrimiSmitz sehen können. […]

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