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Wie ein Apotheker mit der „Abwrackprämie für Altmedikamente“ sein Geschäft ankurbeln will

Kein Politiker hat mit der enormen Nachfrage nach der Abwrachprämie für das Altauto gerechnet, so dass jetzt auch andere Länder wie England überlegen, das sehr zweifelshafte Erfolgsmodell zu übernehmen. Es zeigt einmal mehr, wie der Verstand der Bürger ausschaltet, wenn etwas vom Staat geschenkt wird. Als Autokonzerne vorher eine ähnliche Pämie angeboten haben, hatte dies längst nicht den Absatzeffekt wie jetzt.

Es ist kein Wunder, dass sich auch andere Branchen solch einer Abwrackprämie wünschen. Die Hoffnung ist aber mehr als gering, dass der Staat weitere einseitigen Branchenhilfen in Form von Subventionen geben wird (zum Glück). Trotzdem kann man sich von dem Erfolg inspirieren lassen und für seine eigene Werbeaktion nutzen. Das hat sich wohl auch Ulrich Schulte gedacht und bietet in seiner Hans-Sachs-Apotheke in Nürnberg eine Abwrackprämie für Altmedikamente an.

Der Altmühl-Bote berichtet über die Aktion wie folgt: „Den Rabatt in Höhe von fünf Prozent pro Artikel, gewährt der Inhaber der HansSachs-Apotheke in der Wölckernstraße jedem, der beim Einkauf eine angebrochene Schachtel Tabletten, eine halbvolle Flasche Hustensaft oder irgendein anderes altes Medikament abgibt. Ausgenommen sind lediglich verschreibungspflichtige Arzneimittel und bereits reduzierte Ware, fügt Schulte hinzu.“

Und weiter: „Gut für die Umwelt dürfte der Aufruf zum «Frühjahrsputz in der Hausapotheke» allemal sein: Jedes Mittel, das bei ihm abgegeben und entsorgt wird, kann nicht mehr im Hausmüll landen.“ Das ist ein netter Ebeneffekt. Aber hauptsächlich hat der Apotheker die Abwrackprämie für Altmedikamente eingeführt, um sein Geschäft anzukurbeln, da gegenüber ein Konkurrent die Forten eröffnet hat.

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