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Wie Pressearbeit zum Big Bang werden kann

The Big Bang Theory (englisch für „Die Urknalltheorie“) ist eine US-amerikanische Sitcom mit Kultcharakter. Die Serie handelt von den zwei hochintelligenten jungen Physikern Leonard Hofstadter und Sheldon Cooper, die in einer Mini-WG zusammen wohnen. Die Nachnamen dieser beiden Hauptfiguren lehnen sich an die Nobelpreisträger Robert Hofstadter und Leon Neil Cooper an, die Vornamen gehen auf den US-amerikanischen Schauspieler und Produzenten Sheldon Leonard zurück. Sie werden in der Serie als Geeks und naive Forscher überzeichnet dargestellt, genauso wie deren Freunde, der jüdische Ingenieur Howard Wolowitz und der indischen Astrophysiker Rajesh Koothrappali. Sie beschäftigen sich intensiv mit Wissenschaften im Allgemeinen und arbeiten alle am California Institute of Technology in Pasadena. Die vier Freunde verbindet eine große Leidenschaft für Comics, Science-Fiction (insbesondere Star Trek), Computer- und Videospiele. „Salz in die Suppe“ bringt die Nachbarin Penny rein, die als Möchtegern-Schaupspielerin ihr Geld als Kellnerin verdient und für die Naturwissenschaflter aus einer anderen Welt zu kommen scheint.

Die Serie ist seit 2007 ein Quotenhit in den USA und seit 2009 in Deutschland vor allem bei der werberelevanten Zielgruppe zwischen 14 und 49 Jahren. Der Erfolg der Serie lässt sich darauf zurückzuführen, dass die Zuschauer in „eine fremde Welt eintauchen können“. Das wird auch dadurch erreicht, dass die Charaktere völlig überzeichnet werden. Andrew Zimmermann schreibt über den besonderen Humor in dieser Serie (übersetzt in Wikipedia): „The Big Bang Theory scheint bestrebt zu sein, die Wissenschaft richtig darzustellen. Es ist lustig, gerade weil es so präzise ist, weil Witze nicht nur über die Forscher gemacht werden, sondern auch über das Universum, das sie studieren. Eben die Logik, die es ihnen erlaubt, abstrakte Quantenphysik zu verstehen, ist es, die sie davon abhält, normale Personen wie Penny zu verstehen.“ Genauso loben die Kritiker, wie korrekt auch komplexe wissenschaftliche Zusammenhänge in Serie erklärt werden. Dies wird vor allem dem Bemühen von David Saltzberg, einem Physiker von der University of California, Los Angeles, zugeschrieben, der als Berater für die Serie tätig ist.

Diese Tatsache machte sich Dr. Bernold Feuerstein zu Nutze. Er ist Pressesprecher des Max-Planck-Instituts für Kernphysik der Universität Heidelberg, Physik-Dozent und Fan der Serie. Der Zeitschrift Unicum hat er verraten: „Im vergangenen Herbst verschickte ich ein sehr interessantes, neues Ergebnis unseres Instituts als Pressemitteilung unter anderem auch an Prof. Saltzberg.“ Die Antwort folgte prompt. In einer Folge der fünften Staffel sind die Institutsergebnisse auf einer Tafel im Hintergrund zu sehen. „Das breite Publikum merkt so was nicht, aber wir Physiker haben uns gefreut wie kleine Kinder.“ Aus dieser kleinen Erwähnung könnten die Max-Plancker mehr daraus machen. Warum starten sie nicht ein Blog, in dem sie die komplexen Zusammenhänge, die in der Serie erläutert werden, nochmals nachbesprechen und Hintergrundinfos liefern. So könnten sie viele Zuschauer für die etwas komplexe Materie begeistern und gleich Werbung für Ihr Institut und ihre Arbeiten machen. Sie könnten Fanclub-Treffen bei sich im Institut organisieren etc. Es wird Zeit, dass die Wisschenschaftler aus ihren Elfenbeintürmen rauskommen und endlich wieder Volksnähe entwickeln, damit ein Aufschrei der Entrüstung entsteht, wenn ihre Etats gekürzt werden.

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