In Marketing - PR

Warum die Kunden das Frey-Kaufhaus nur mit Unterwäsche bekleidet stürmten

Derzeit werden die Kaufhäuser landauf landab gestürmt, weil jetzt fast alle Weihnachtsgeschenke einkaufen. Aber da immer mehr Geschäft ins Internet abwandert, machen sich Kaufhäuser selbst jetzt, wo Kaufhochsaison herrscht, Gedanken darüber, besondere Aktionen zu starten, um die Kunden ins Geschäft zu locken. Und mit viel nackter Haut scheint das besonders gut zu funktioneren. Nein, das Frey-Kaufhaus in Marktredwitz in Bayern (nahe der tschechichen Grenze) kam nicht auf die Idee, letzten Samstag eine Dessours-Modenschau zu veranstalten. Die „Dessous-Models“ waren vielmehr die Kunden selbst. Wie das?

Die Aktion „Come naked, go dressed“ läutete am letzten Samstag in Marktredwitz das erste verkaufsoffene Wochenende zu Weihnachten ein. Ca. 40 Personen standen bei -10 Grad Celsius um 9.00 Uhr vor den Türen des Kaufhauses halbnackt (nur mit Unterwäsche bekleidet), um kostenlos Kleidung abzustauben. Bedingung war, dass man sich nach Eröffnung des Kaufhauses Kleidung im Geschäft schnappen und anziehen und dann zur Kasse gehen sollte. Die ersten 20 Personen an der Kasse erhielten Waren im Wert von bis zu 200 EUR geschenkt.



Bildquellenangabe: Stihl024 / pixelio.de

Für diese Aktion wurde nicht viel Werbung gemacht. Um Markttredwitz ist auch nicht die Social-Media-Hochburg in Deutschland. Aber trotzdem sprach sich die etwas andere Aktion sehr schnell in der bayerischen Kleinstadt rum. Man will es nicht glauben, aber es gibt auch noch Offline-Mundpropaganda. Mit kleinem finanziellen Einsatz war die Aktion schnell in aller Munde. Und auch die Presse stand am eiskalten Samstagmorgen vor dem Kaufhaus, um das bunte Treiben zu beobachten und zu fotografieren.

Aber Achtung: Solche Aktionen sind fast immer mit Risiken und Nebenwirkungen verbunden. Tatsächlich hat sich eine Kundin bei dieser Aktion verletzt, als sie auf der Treppe gestürzt ist und notärztlich behandelt werden musste. Und im Internet gibt es auch fast immer zahlreiche beißende Kommentare. Da ist die Rede davon, dass sich die Teilnehmer solcher Aktionen zu Hampelmännern machen würden. Und das man die Kleidungsstücke lieber Obdachlosen spenden sollte. Aber warum schließt eigentlich das eine das andere aus?

Mehr Infos in Oberpfatznetz.de

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.