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Wenn das Elektroauto gekauft, die Batterie aber nur gemietet wird



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Im Rahmen der EnergieEffizienz-Messe hatte unser Partner Mainova mehrere Elektroautos auf dem Börsenplatz präsentiert. Ein bestimmtes „Schauspiel“ wiederholte sich immer wieder. Zuerst gingen die kleinen und großen Jungs zum Tesla und drückten sich am Autofenster die Nase platt. Dann gingen sie zum Citroen C 1, um sich zu erkundigen, ob man sich wenigstens diesen Kleinwagen finanziell leisten könnte. Als der Preis (ca. 30.000 EUR) genannt wurde, drehten sich viele wieder enttäuscht weg. Dabei weiß jeder, dass hier Äpfel mit Birnen verglichen werden, denn beim Kauf eines Benziners kauft man ja auch nicht gleich die Beteiligung an einer Tankstelle gleich mit.

Deshalb bietet Care500 in Hamburg den Fiat 500, der vom schwedischen Unternehmen EV Adapt zum Elektroauto umgebaut wird, ohne Batterie zum Verkauf an. Mit 23.900 EUR ist man bis 31.12.2010 dabei. Zusätzlich bezahlt man 150 EUR pro Monat Mietgebühr für die Batterien inkl. einer Stromflatrate. Das hat den Vorteil, dass man zu Beginn weniger auf den Tisch legen muss und einem trotzdem das Auto gehört, was bei Leasingangeboten für E-Autos nicht der Fall ist. Und die monatliche Belastung ist auch nicht viel höher als die, wenn man mehrfach im Monat zur Tankstelle fahren muss. Alternativ könnte man auch den Elektro-Fiat für 36.900 EUR inkl. der Batterien kaufen. Gefunden im trendsderzukunft-Blog.

Aus meiner Sicht ist solch ein Angebot ein Schritt in die richtige Richtung. Allerdings ist auch in diesem Fall der Anschaffungspreis noch viel höher als wenn man sich einen vergleichbaren Benziner dieses Modells kaufen würde. Insofern wird auch dieses dargestellte Angebot von Care 500 nicht dafür sorgen, dass die Massen beim Neukauf eines Autos auf ein E-Mobil umsteigen werden. Bleiben also nur hohe Subventionen vom Staat beim Kauf eines E-Mobils, um einen Kaufboom zu initialisieren? Nicht unbedingt. Im nächsten Beitrag werde ich einige Ideen präsentieren, wie man ohne hohe Subventionen einen E-Mobil-Kaufrausch auslösen könnte. Allerdings bräuchte es einen entsprechenden zeitlichen Vorlauf, weil die Autokonzerne auf einen Kaufboom von E-Mobilen noch gar nicht eingerichtet ist.

2 Responses to Wenn das Elektroauto gekauft, die Batterie aber nur gemietet wird

  1. Ein Schritt in die richtige Richtung vielleicht, aber im Monat 150 Euro, um eine Batterie zu mieten? Was passiert, wenn der Stromanbieter ausfällt, das Netz wegbricht oder einfach nur mal die Firma pleite geht, die das ganze „treuhändet“?
    Noch zu früh für mich, so ein Mini-Mobil. Aber in 10 Jahren seh ich schon bessere Chancen.

  2. Benny sagt:

    Das lohnt sich ja richtig wenn da eine Stromflatrate dabei ist. Aber gilt diese Flatrate dann überall?
    Lg

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