In Marketing - Preis

Videostreamingplattformen testen verschiedene Preismodelle

Seitdem es immer mehr Privatsender in Deutschland gibt, scheinen auch immer mehr US-Serien den Weg in deutsche Wohnzimmer zu finden. Was kann man allerdings machen, wenn man die ersten Folgen verpasst hat? Dann kann man sich meist eine DVD mit allen Serien kaufen. Oder man schaut die verpassten Folgen einfach auf einen der Videostreamingplattformen. Dort kann man dann z.B. wie bei Two and a half Men sogar die aktuellsten Folgen, die noch längst nicht in Deutschland ausgestrahlt werden, anschauen, wenn dann auch in englischer Sprache. Insofern ist es nicht verwunderlich, dass diese Plattformen immer beliebter werden. Das liegt natürlich auch daran, dass man die Serien i.d.R. kostenlos anschauen kann.

Wie verdienen jetzt allerdings die Plattformen Geld? Natürlich wird mit Werbeeinblendungen Umsatz erzielt, aber der reicht in der Regel nicht aus, um die hohen Kosten zu decken. Insofern sind Zusatzeinnahmen notwendig, um die Geschäftsmodelle der Anbieter rentabel zu machen. Eine Möglichkeit, für die sich RTL Now entscheidet, besteht darin, dass man die Sendungen nur bis eine Woche nach der Ausstrahlung im free-TV kostenfrei als Videostream auf der Plattform anschauen kann. Danach muss man pro Folge 0,99 EUR oder sogar noch mehr bezahlen.

Andere Plattformen versuchen eher, Flatrates zu verkaufen, um die Kunden an sich zu binden. Doch wie motiviert man einen Kunden, 50 EUR und mehr pro Jahr für eine Leistung zu bezahlen, die vermeintlich kostenlos ist? Man bietet Mehrwerte bzw. verleidet es denjenigen, die kostenlos zuschauen. Bei Megavideo kann man z.B. nur 72 Minuten am Stück kostenlos schauen, dann muss man entweder 30 Minuten warten oder man bucht mindestens eine Monatsmitgliedschaft in Höhe von 9,99 EUR. Das kann funktionieren, wenn die Kunden eher bequemlich sind und nirgends sonst die bevorzugten Serien zum Nulltarif anschauen können. Eine gute Zielgruppen- und Wettbewerbsanalyse sowie Markttests können helfen, die richtige Pricingstrategie zu wählen.

2 Responses to Videostreamingplattformen testen verschiedene Preismodelle

  1. Credo sagt:

    Das Flatrate-prinzip finde ich bei solchen Streamingplattformen irgendwie nicht passend. Meistens will man doch wirklich nur einzelne Sendungen oder Serien anschauen und nicht für 20, 30, oder 50€ den ganzen Monat. Dafür finde ich das Angebot solcher Plattformen zu subtil…

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