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Street-Art-Künstler Banksy stellt das Kunst-Business gerne in Frage

Fast jeder Künstler träumt davon, dass seine Bilder noch zu Lebzeiten für viel Geld versteigert werden, um mit eigener Hände Arbeit reich zu werden. Welcher Künstler kann das schon von sich behaupten. Aber es gibt auch Künstler, die vom Kommerz in der Kunst angewidert sind. Dazu gehört der englische Street-Art-Künstler Banksy. Er ist für seine Schablonen-Graffitis nahezu in der ganzen Welt bekannt. Es geht so weit, dass die Hauswände, auf denen er seine Kunst verewigt werden, abgetragen werden, um anschliessend das Kunstwerk zu versteigern. Mehr als 1 Mio. USD konnte so ein Verkäufer vor kurzem erzielen, Banksy ging dabei leer aus und hat auch anscheinend keine Probleme damit.

Banksy macht Kunst, damit sich die Passanten daran erfreuen können. Basta. Er verabscheut es, wenn Menschen seine Bilder nur kaufen, um damit Geld zu verdienen. Deshalb hat er sich vor kurzem eine besondere Aktion einfallen lassen. Er ließ in New York am Central Park durch einen älteren Herren (der wie ein Trödelhändler aussieht) echte Kunstwerke von ihm zum Preis von 60 USD pro Stück verkaufen. Kein Witz. Natürlich hat er die Aktion nicht vorher angekündigt und auch am Verkaufsstand gab es keinen Hinweis, dass hier echte „Banksys“ verkauft wurden.

Banksy ließt die Aktion filmen (siehe unten) und u.a. auf seinen Blog veröffentlichen. Jetzt kann man sich mit den zwei Kunden freuen, die den „Vogel abgeschossen haben“, ohne sich dessen bewusst gewesen zu sein. So war ein Kunde dabei, der gleich vier Bilder kaufte, um seine neue Wohnung zu dekorieren. Und eine Mutter von zwei Kindern kaufte zwei Bilder und handelte den Verkäufer sogar um 50 % runter. Damit müsste die Ausbildung der Kinder durchfinanziert sein:-) Ingesamt wurde mit dieser Aktion 420 USD umgesetzt. Längst nicht alle Bilder wurden verkauft. Und jetzt werden sich alle in den A… beißen, die achtlos an den Stand vorbeigegangen sind. Denn diese Aktion wird nicht wiederholt. Cool!

Mehr Infos bei BBC

5 Responses to Street-Art-Künstler Banksy stellt das Kunst-Business gerne in Frage

  1. Tobias sagt:

    Schöne Aktion. Wird in der Kunstwelt sicher die eine oder andere Diskussion lostreten.

  2. Es lohnt sich wirklich, dem Link „Banksy“ zu folgen und die Street-Art anzusehen. Sie ist einfach genial und herzerfrischend. Der Undercover-Verkauf passt dazu, wie die Faust aufs Auge.

  3. tolle Idee für einen der sich einen Schei…dreck um sein Einkommen schert und der die Sicherheit eines großen Namen bereits sicher hat.
    Aber was bitte, wenn ich tatsächlich von meiner Kunst leben muss.

    Sorry, da wäre meine spontane Idee nur – nutze solche Street-Pop-Up Store Aktionen, um tatsächlich CASH in die Tasche zu spülen. Das wagen nämlich die wenigsten Künstler. Ich selbst kenne einen sehr talentierten jungen Mann (immerhin auch Absolvent der Hochschule für Angewandte Kunst in Wien) von dem ich auch schon einige Werke erstanden habe, der sich derzeit seinen Lebensunterhalt mit Verkäufen auf Underground-Märkten, Desingner-Märkten und ähnlichen Veranstaltungen verdient. Die Kosten für die Standmiete sind überschaubar und er macht immer ein paar Hunderter und kann sich auch eine Fangemeinde aufbauen. Wichtig aber in jedem Fall und da berate ich auch Künstler – PR-Aktionen – je wilder und ungewöhnlicher desto besser – und da bin ich wieder ganz bei Banksy und seinen „ungewöhnlichen“ Aktionen

    Euer Werbetherapeut.com

  4. lukas lestinsky sagt:

    Ich fand die Aktion total geil und habe noch ganz viel bei anderen blogs darüber gelesen. Einen monat solch einen Output finde ich schon cool

    hier ist auch jede aktion dokumentiert. zwar in englisch aber cool

    http://www.widewalls.ch/best-banksy-recap-evveeeer/

  5. Karen Simon sagt:

    Diese Idee ist unglaublich genial.
    Banksy hat mal wieder alles bewiesen, dass er uns under gesamten Kunstwelt Längen voraus ist.
    Schön zu sehen, was er alles für Spuren in NY hinterlassen hat:
    http://betterymagazine.com/news/banksy-painting-the-city/
    enjoy!
    Karen

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