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Taz-zahl-ich: 300.000 Euro-Grenze wurde überschritten

Es gibt Kampagnen, die eine enorme Medienhype entfachen. Dazu gehört z.B. die Aktion der Krautreporter, in 30 Tagen mehr als 900.000 EURO „Startkapital“ einzusammeln, indem 15.000 Jahresabos im voraus verkauft wurden. So konnte ein neues Onlinemagazin mit Unterstützung von vielen tausend Menschen an den Start gehen, in der Gewissheit, dass das Startjahr durchfinanziert sei.

Andere Unternehmen bzw. Verlage sind diesbezüglich weniger lautstark, aber langfristig ebenfalls erfolgreich: Im April 2011 hat die TAZ die „taz.zahl-ich“-Aktion ins Leben gerufen. Seitdem werden die Leser dazu aufgerufen, freiwilligen einen Einmal- oder Abobetrag zu bezahlen, damit auch in Zukunft das Angebot der Onlineredaktion kostenfrei allen zur Verfügung gestellt werden kann. Und jetzt konnte eine doch beeindruckende Erfolgsmeldung veröffentlicht werden:

„Die Gesamteinnahmen der Kampagne überschreiten mit den Monatseinnahmen im Oktober die 300.000-Euro-Marke. Wir haben also allen Grund zu feiern!.. Die freiwilligen Einnahmen im Oktober sind im Vergleich zum Vormonat um knapp 250 Euro gestiegen und liegen bei 10.613, 96 Euro. Dadurch steigen die Gesamteinnahmen von taz-zahl-ich auf 301.851,10 Euro. Mit 7.889,17 Euro machen die regelmäßigen Zahlungen – wie jeden Monat – den Hauptanteil der monatlichen Gesamteinnahmen aus. Auf die spontan getätigten Zahlungen entfallen 2.349,45 Euro, das sind ca. 178 Euro mehr als noch einen Monat zuvor (2.171,93 Euro).“

Und weiter wird geschrieben: „Über 100 Zeitungen haben mittlerweile eine Bezahlschranke im Netz eingeführt und bauen mit unterschiedlichen Modellen (Freemium, Metered, Harte Bezahlschranke) darauf, die LeserInnen für bestimmte Inhalte zur Kasse zu bitten. Die taz überlässt die Entscheidung weiterhin den LeserInnen. Denn taz.de soll auch für Menschen, die sich keinen Beitrag leisten können, frei zugänglich sein. Sieht man sich in der derzeitigen Medienlandschaft um, ist dieses solidarische Modell einzigartig.“

Wenn man sich den Einnahmen-Chart anschaut, ist man beeindruckt, dass fast jeden Monat kontinuierlich mehr als 10.000 EURO Einnahmen dadurch generiert werden. Wenn man aber bedenkt, dass die meisten im Abo spenden, dann erkennt man, dass die AdHoc-Einnahmen doch überschaubar sind. Aber zum Glück gibt es ja noch weitere Einnahmequellen bei der TAZ, u.a. durch Werbeeinnahmen und Verkauf der Printausgabe. Und es gibt (zum Glück das Genossenschaftsmodell). Die Genossen haben für den geplanten Neubau des TAZ-Gebäudes in 3 Monaten mehr als 6 Mio. EUR Kapital zur Verfügung gestellt. Nach dem Motto: Hilf Dir selbst, dann helfen auch andere.

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