In Marketing - Probe

Warum mehr Anbieter auf den Geschmack des Taste-Marketings kommen sollten



Foto: Chris Rickert / Hansemalt.de

Chris Rickert und Stephan Rung von Hansemalt aus Schenefeld bei Hamburg verdienen ihr Geld damit, Whisky-Tastings, Whisky-Schulungen, Whisky-Seminare und andere Events rund um dieses edle Getränk anzubieten, wie z.B. Whisky-Kochkurse, Whisky-Dinner und Sushi-Kurse mit japanischen Whiskys. Passend zur Weihnachtszeit kamen sie jetzt auf die Idee, ein ganz besonderes Probepaket für zu Hause zu entwickeln, wie ich vor wenigen Wochen bei Hannes lesen konnte.

In einer Auflage von 24 Stück wurde für die probierfreudige Kundschaft ein Adventskalender gebaut, in dem sich 24 Sampleflaschen a 2,5 cl befinden. Der jeweilige Whisky wird immer am Folgetag auf der Website von Hansemalt genannt. Wem der Whisky besonders gut gefallen hat, der kann auf der Webseite für die Sorten eine Bestellung abgeben, die überhaupt noch lieferbar sind. Denn es wurden auch Raritäten verwendet, die am freien Markt nicht mehr käuflich zu erwerben sind.

Die Idee dahinter war nicht, die Verkaufszahlen zu pushen, denn Hansemalt selber ist gar kein Whisky-Händler. Vielmehr war es eine Idee mehr, die Kunden in außergewöhnlicher Form zu begeistern und zu verwöhnen. Und natürlich war es eine tolle Idee, um für sich Werbung zu machen. Anscheinend sind die Whisky-Liebhaber aber jetzt auf den Geschmack gekommen. In wenigen Tagen wird in einem Shop Whisky-Schokolade verkauft.

Das ist einmal mehr ein Beispiel dafür, wie auch Dienstleister das E-Commerce-Business für sich entdecken und mit passenden Nischenprodukten, die zum Kerngeschäft passen, noch einen netten Nebenverdienst erzielen können. Davon könnten sich andere Dienstleister eine Scheibe abschneiden. Selbst, wenn man keinen eigenen Onlineshop einrichten will, kann man zumindest einem Kooperationspartner etwas Gutes tun und auf seine Produkte im Shop verlinken.

Umgekehrt finde ich es erschreckend, wie wenige Händler die Chance nutzen, und zu Weihnachten oder anderen Gelegenheiten Produktproben in schicker Verpackung verkaufen. Ich bin mir sicher, dass viele Kunden an so etwas Interesse haben. Produktverkostungen müssen nicht unbedingt kostenfrei verabreicht werden. Und wenn man dann in solche Probepackungen auch noch Produkte reinpackt, die ein Normalsterblicher gar nicht mehr kaufen kann, ist die Exklusivität ein weiteres Verkaufsargument.

6 Responses to Warum mehr Anbieter auf den Geschmack des Taste-Marketings kommen sollten

  1. […] oder mit Partnern nächstes Jahr einen Weihnachts-Probierkalender herausbringen würde, wie das Hansemalt schon vorexerziert hat. Im nomy-Blog Interview verrät Gutowski seine Vision: “Das große […]

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