In Idee - NonProfit, Marketing - Probe

New Yorker Büchereien werben mit einer virtuellen Bücherei in der U-Bahn

Im Mai 2012 haben wir hier im Blog eine interessante Werbeaktion des Random House Verlag in Spanien berichtet. Dafür wurde in spanischen U-Bahnen Werbefolien an den Fenstern der U-Bahn-Wagen angebracht, auf denen die Neuerscheinungen des Verlages beworben wurden. Die Besonderheit: Via QR-Code konnten die U-Bahngäste jeweils das erste Kapitel dieser 40 Bücher donwloaden und auf dem iPad, iPhone und Co. kostenlos lesen. Dadurch sollten die U-Bahn-Gäste animiert werden, anschliessend das „ganze“ EBook zu kaufen.

Von dieser Aktion haben sich wohl die New Yorker Bibliotheken inspirieren lassen. Sie planen, in ausgewählten U-Bahn-Wagons in New York virtuelle Bibliotheken einzurichten, um die Kunden wieder zu einem Besuch in einer New Yorker Bibliothek zu animieren. Denn der Besucherrückgang dieser Institutionen ist dramatisch. Und so ist es logisch, dass neue Marketingideen ausprobiert werden, um diesen Trend zu stoppen. pressetext berichtet darüber:

„Die „Underground Library“ besteht aus einer elektronischen Wand im Abteil, auf dem ein Stapel virtueller Bücher angezeigt wird. Mithilfe von Nahfeldkommunikation im Smartphone können die Fahrgäste die Buchtitel scannen und die ersten zehn Seiten kostenfrei lesen. Danach erscheint auf dem Display des Handys eine Stadtkarte, die den Nutzer zur nächsten Bibliothek führt. Die Entwickler hoffen damit, die Lesebereitschaft wieder anzukurbeln und die physischen Büchereien, die in New York City einen Abstieg zu vermerken haben, wieder beliebter zu machen.“

Grundsätzlich finde ich die Idee gut, aber aus meiner Sicht reichen solche Marketingaktionen nicht aus, um ein Revival von Bibliotheken feieren zu können. Vielmehr braucht es neue Angebote und Geschäftsmodelle, damit die Bibliothek wieder „sexy“ wird. Schon im Jahr 2006 habe ich mir hier im Blog Gedanken darüber gemacht, wie sich eine Bibliothek neu erfinden könnte. Vielleicht habt Ihr ja auch noch gute Ideen, dann freue ich mich über ein Feedback im Kommentarbereich.

2 Responses to New Yorker Büchereien werben mit einer virtuellen Bücherei in der U-Bahn

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