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Wenn das Auto zur Wellnessoase wird

Autohersteller beschäftigen Sounddesigner, um dafür zu sorgen, dass Motor- und Fahrgeräusche standesgemäß sind. Viele Autohersteller gehen aber noch einen Schritt weiter. Audi beschäftigt z.B. in Ingolstadt ein ganzes Team von „Supernasen“ mit Spezialisten aus Chemie- und Parfümindustrie, die jedes Bauteil beschnüffeln, um störende Gerüche und Ausdünstungen von Klebstoffen, Lacken oder Leder aus dem Auto herauszuhalten.

Es sollen aber nicht nur Gerüche eliminiert, sondern speziell hinzugefügt werden. Citroën, Peugeot und Fiat bieten für viele Modelle Duftspender an, die in die Lüftung integriert werden und Aromen verströmen. Das ist aber nur der Anfang, wie ich gerade im manager magazin lese: „“Allerdings haben diese Systeme noch zwei Haken“, sagt Frank Leopold, der bei Opel in Rüsselsheim die Vorausentwicklung leitet und unter dem Stichwort „Wellness im Auto“ ebenfalls am wohlriechenden Wagen forscht: „Man muss sich beim Kauf für einen Duft entscheiden, der vielleicht nicht jedem Passagier gefällt.“ Viele der Düfte würden zudem noch sehr synthetisch und bisweilen abschreckend riechen.

„Wenn wir aber die richtige Komposition verschiedener Gerüche finden und diese dann auch noch individuell im Fahrzeug verteilen könnten, kann man müde Fahrer aktivieren, gestresste Kinder auf dem Rücksitz beruhigen oder bei einer heißen Fahrt in den Urlaub ein wenig Frische aus den Lüftungsdüsen zaubern“, sagt Leopold. Dafür schwebt ihm eine Art „Duftorgel“ vor, die in den Tiefen des Armaturenbretts verborgen und in die Lüftungskanäle integriert ist.“

Ich persönlich wundere mich, dass sich heute viele Autohersteller noch über ihre Technik positionieren wollen. Vielmehr wird es Zeit, den Kunden mit seinen Bedurfnissen in den Vordergrund zu stellen. Und der verbringt nun mal die Autofahrt im Fahreraum und nicht im Motorraum. Und hier will er nicht nur einfach Zeit verbringen, sondern sich Wohl fühlen. Deshalb lohnt es sich, sich von anderen Wohlfühloasen inspirieren zu lassen.

2 Responses to Wenn das Auto zur Wellnessoase wird

  1. David sagt:

    Hmmm,vielleicht noch ein Sensor, der eventuelle unangenehme Gerüche unterbindet und den Sitznachbarn zurecht weist…
    Autohersteller sind ungefähr genauso innovativ wie eine Schweineschlachterei, immer auf das gleiche oder gleichartige Produkte fixiert, von Innovation keine Spur!
    Wie lange dehne ich mich jetzt schon nach einem Auto, einem Auto mit innovativer Antriebstechnik, geringen Verbrauch und worauf es vor allem auch ankommt – dass der Preis stimmt!

    die letzte Innovation auf die man zurückblicken kann sollte wohl der Ottomotor sein, vielleicht auch die direkte Einspritzung oder der Airback. Sicherlich könnte ich weitere „Innovationen“ die direkt oder indirekt mit dem Auto zu tun haben aufzählen, was aber wirklich fehlt ist eine Serienreife Innovation die den Motor betrifft.
    Das Wort serienreif ist hervorzuheben, man bezahlt leider heutzutage für eine verschleppte Entwicklung…
    der Verbrauch von Treibstoff hat sich leider nie signifikant verbessert (oder nie bezahlbar signifikant verbessert), und es gibt keine wirklichen Alternativen zum Benzin-das ist das, was man von einer Milliardenindustrie erwarten kann! Schönen Abend noch.

  2. Andreas sagt:

    Mein Auto der Zukunft verbraucht 2 Liter Benzin und kostet 10.000 Euro.

    Wie das Auto kling und wie es riecht ist unwichtig. Ich befürchte, dass sich viele Autohersteller in Nebensächlichkeiten verlieren.

    Die haben kein Konzept, kein Ziel und keine Vision. Ich würde keine Aktien davon kaufen.

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