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Wie Asafumi Yamashita mit 500 EUR Startkapital zum Toplieferanten für Sternerestaurants wurde

Viele Jahre nach seinem Studium an der Sobonne kehrte der Japaner Asafumi Yamashita nach Paris zurück, um mit der Züchtung und dem Verkauf von Bonsai-Bäumen sein Geld zu verdienen. Die Leidenschaft dafür hatte er vom Vater geerbt. Im Gegensatz zu seinen Zeitgenossen war er allerdings offen für neue Geschäftsideen. Als ihm einer seiner Kunden, ein japanisches Spitzenrestaurant, den Vorschlag machte, japanisches Gemüse zu züchten und an ihn zu liefern, ergriff er sofort die Chance und kaufte für 500 EUR Saatgut aus Japan. Mittlerweile beliefert er nur noch französische Spitzenrestaurants, die mit den japanischen Mini-Tomaten & Co. den Gästen ein besonderes Aromaerlebnis bieten wollen. Mittlerweile macht er mit seinem kleinen Familienunternehmen 150.000 USD Jahresumsatz und ist damit glücklich.

Was können wir von der Story über Asafumi Yamashita, die ausführlich in Business Week beschrieben wurde, lernen?

  1. Sei immer offen für neue Ideen Deiner Kunden
    Asafumi Yamashita hat immer zugehört, wenn seine Kunden Ideen für Ihn hatten. Dafür muss man sich Zeit nehmen und gut zuhören können.

  2. Positioniere Dich einzigartig und nachhaltig
    Yamashita war sich bewusst, dass er nicht der einzige Anbieter für Bonsai-Bäume in Paris war und der Boom um die Bonsais schnell abebben könnte. Deshalb war auf der Suche nach einer kleinen Nische.

  3. Starte aus einer gesicherten Position Dein neues Business
    Bis neue Ideen wirklich „Früchte tragen“, dauert es meist viele Jahre. Deshalb sollte man eine feste Einnahmequelle haben, bevor man neue Dinge ausprobiert. Yamashita hat viele Jahre gebraucht, bis er schmackhafte Mini-Tomaten züchten konnte.

  4. Kleine Nischen machen nicht reich, aber glücklich
    Yamashita hat wirkllich eine sehr kleine Nische entdeckt. Mit 150.000 EUR Jahresumsatz wäre längst nicht jeder Unternehmer zufrieden. Aber Yamashita reicht es für sein Leben und er ist glücklich.

  5. Suche Dir Kunden, die sich selber nicht im Preiskampf befinden
    Es ist heute längst nicht selbstverständlich, dass gute Leistung auch gut bezahlt wird. Deshalb muss man auf die Suche nach Kunden gehen, die selber von ihren Kunden gut bezahlt werden. Dann kann man auch als Zulieferer dem Preiskampf aus dem Weg gehen.

Gerade der letzte Punkt wird von vielen Gründern nicht beachtet. Im Rahmen der Preisermittlung auf Basis des magischen Preisdreiecks beherrschen viele die Gewinnaufschlagsmethode und berücksichtigen auch die Wettbewerbspreise, berücksichtigen aber nicht die Zahlungsbereitschaft Ihrer Kunden. Dafür braucht es eine umfassende Umfeldanalyse, um zu erkennen, ob der Kunde wirklich langfristig bereit ist, hohe Preise zu bezahlen. Und häufig muss man sich in der kleinen Nische positionieren. Damit tun sich Gründer schwer, die alles und es jedem Recht machen wollen.

2 Responses to Wie Asafumi Yamashita mit 500 EUR Startkapital zum Toplieferanten für Sternerestaurants wurde

  1. […] Wie Asafumi Yamashita mit 500 EUR Startkapital zum Toplieferanten für Sternerestaurants wurde […]

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