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Mit den richtigen Etiketten setzen sich Bierbrauer in Szene

Dank des Craft-Beer-Trends kommt auch in den deutschen Biermarkt viel Bewegung. In den letzten zehn Jahren ist allein hierzulande die Zahl der Brauereien um 100 auf 1.400 gestiegen. Insofern stehen die Brauereien noch mehr als früher vor der Herausforderung, sich von der Konkurrenz abzuheben. Das beginnt beim Logo und den Bieretiketten. Deshalb haben anlässlich des Tag des Bieres am 23.04.2017 die Experten von 99designs, dem weltweit größten Marktplatz für Grafikdesign, die neuen Etikett-Kreationen analysiert und zeigen, wie die Brauereien ihren „Gerstensaft“ für ihre jeweilige Zielgruppe in Szene setzen.

Klassische Label für Traditionalisten:

Verlässt man sich auf ein klassisches Etiketten-Design, so kann man an die jahrhundertelange Tradition des Bierbrauens anknüpfen und sich bereits auf den ersten Blick das Vertrauen der Zielgruppe sichern. Das bedeutet allerdings nicht, dass das Label nicht auch moderne Bestandteile enthalten darf, die letztlich für einen unvergesslichen Look sorgen. So hat sich zum Beispiel das Rüsselsheimer Bräu für eine flächige schwarz-goldene Farbgebung entschieden, die zwar an traditionelle Biersorten erinnert, aber durch die Serifenschrift mit klaren, geraden Zügen einen hochwertigen Anstrich erhält. Für die modern-traditionelle Kombination sorgt die flächige Illustration des Rüsselsheimer Leinreiter-Denkmals.

Moderne Label für Minimalisten:

Mit einem minimalistischen Design lässt sich ohne Umschweife das Wichtigste in den Vordergrund stellen: das Bier. So zeigt man seiner Zielgruppe, dass man einerseits weiß, was zählt, andererseits vermittelt man damit die reinen und klassischen Grundlagen, die sich bestenfalls auch im Geschmack des Getränkes wiederfinden. Die Etiketten von Schlossbräu Mariakirchen und Wörthseer Bräu buhlen mit leuchtenden Farben vor einem cleanen Hintergrund um die Gunst der Biertrinker und lenken mit ihren modernen Etiketten automatisch alle Blicke auf sich.

Künstlerische Label für Individualisten:

Bier ist nicht gleich Bier. Dies wissen insbesondere anspruchsvolle Bierliebhaber, die nicht nur beim Geschmack, sondern auch beim Label äußerst kritisch sind. Bei ihnen lässt sich vor allem mit künstlerisch inspirierten Labels punkten. Diese wirken einzigartig und zeigen, dass der Brauer seinem besonderen Bier ein ebenso besonderes Label verleihen will. Hierfür kommen oft Landschaftsdarstellungen und gezeichnete Bilder zum Einsatz. Beim österreichischen Stöffelbräu demonstriert die Illustration des schneebedeckten Gipfels die künstlerisch-individualistische Seite der Marke und schlägt gleichzeitig den Bogen zu den charakteristischen Bergen Österreichs.

Label im Retro-Look für Nostalgiker:

Für ein nostalgisch, verträumtes Gefühl sorgen Labels im Retro-Look. Die emotionale Brücke, die hiermit geschlagen wird, ist ein entscheidender Kauffaktor. Insbesondere regionale Eigenheiten lassen ein Gefühl von Heimat aufkommen und stellen damit eine persönliche Verbindung für den Kunden dar. Das Brauhaus zu Coburg und das Güschu 58 Braui aus der Schweiz zeigen, was den angesagten Retro-Look ausmacht: Der leicht vergilbte Hintergrund und die geschwungene Schrift geben dem Design einen Eindruck wie von damals.

Die Verbindung zum Kunden als Verkaufsargument

Bei der Gestaltung von Bier-Etiketten geht es darum, auf eine Wellenlänge mit dem Kunden zu kommen. Das erreichen Marken durch einen Appell an Vorlieben oder Emotionen – und am einfachsten durch einen Bezug zur Region. So hat sich die Hamburger Brauerei HafenCitizen für ein frisches und zeitloses Design entschieden, das an die Heimatliebe der Bierliebhaber appelliert und dessen Illustration die Silhouette des Hamburger Hafens zeigt. Dadurch wird die Verbundenheit zur Stadt mit einem humorvollen Blick aufs Produkt vermittelt, der für einen Wiedererkennungseffekt sorgt. Hier trifft Tradition auf Moderne und Regionalität – eine Mischung, die einfach funktioniert.

Eine weitere Möglichkeit besteht darin, sich mit Produktaufschriften von der Konkurrenz abzuheben. Im Best-Practice-Special „Die Verpackung macht den Unterschied“ präsentieren wir zehn Erfolgsbeispiele. In der Blogrubrik „Verpackung“ zeigen wir mehr als 100 Beispiele, wie man mit der Verpackung den Unterschied machen kann. Gerade StartUps sollten wissen, dass viele Kunden nach dem Blick auf die Verpackung eine Kaufentscheidung treffen. Fast nirgends sind Marketingausgaben so gut angelegt, wie in diesem Segment.

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