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Wie starte ich eine Viralmarketingkampagne für einen Werbespot?

Heute ist es ja als Werbeagentur uncool geworden, einen neu erstellten Werbespot sofort im Fernsehen laufen zu lassen. Nein, zumindest zu Beginn wird zuerst versucht, den Spot viral zu verbreiten. Die Macher des Hornbach-Spots haben sich z.B. entschieden, den „Spot des Tages“ bei Youtube zu buchen. So erreicht man schnell eine kritische Masse von Zuschauern, die den Spot dann per Mail weiterempfehlen. Geht es auch anders, wenn man sich nicht allein darauf verlassen will, dass die Freunde und Bekannte den Spot per Mail weiterempfehlen? Ei logisch, man mailt einfach eine größere Zahl von Bloggern an, die bekannt dafür sind, über innovative Werbekonzepte oder lustige Videos zu schreiben und schon kann es losgehen. Wirklich?

Die meisten Blogger werden mittlerweile von solchen Anfragen überschwemmt und gähnen nur noch. Trotzdem kann es funktionieren. Wenn der Spot z.B. richtig witzig ist. Oder wenn man man einfach hartnäckig immer wieder eine Empfehlung per Mail ausspricht, wie z.B. hier. Nachtrag: Allerdings hat nicht die Hartnäckigkeit zum Ziel geführt, sondern die Weiterleitung des Spots durch eine Person, die offensichtlich nichts mit der Werbeagentur zu tun hat.

Ich habe allerdings eine ganz andere Idee liebe Medientreibende. Warum macht Ihr nicht kleine Making-Off-Filmchen und bietet es einem Blogger exklusiv zur Veröffentlichung an. Denn jeder Blogger will doch eine Nachricht möglichst als Erster bringen können. Nachtrag: Aber Achtung: Blogger bloggen nur über die Themen, die für sie interessant sind und werden ihre Meinung auch ganz offen darstellen, ob es einen passt oder nicht. Denn Blogger verdienen bis auf wenige Ausnahmen mit dem Bloggen kein Geld und können sich deshalb eine unabhängige Meinung leister, von der heute viele träumen 🙂

Ach ja, der aktuelle Werbespot von Epson (von der Werbeagentur coffein) hat mich zu diesem Beitrag inspiriert. Deshalb mache ich hier gerne eine Ausnahme und weise auf einen Werbespot hin. Zudem bin ich schon ein bisschen geschmeichelt, als nicht originärer Werbeblog angefragt worden zu sein, auf diesen Spot hinzuweisen. Da fühle ich mich doch gleich geschmeichelt, dass wenigstens eine Agentur erkannt hat, dass ich mit über 400 Beiträge zum Thema Marketing zu den wichtigsten Marketingblogs gehöre 🙂

15 Responses to Wie starte ich eine Viralmarketingkampagne für einen Werbespot?

  1. Da sind wir wohl missverstanden worden. Wir hätten den Spot in 100 Jahren nicht gebloggt, hätten wir uns nicht aufgrund einer privaten Verbindung schon vor Anfrage der Agentur dazu entschieden.
    Ich empfinde die Vielzahl und dann auch die Wiederkehr der Anfragen aus immer den gleichen Ecken mittlerweile als nur noch impertinent.
    Unser Wortführer hats hier sehr schön auf den Punkt gebracht:
    http://www.marketing-blog.biz/blog/archives/426-Die-Story-Kommunikation-mit-einer-Kommunikationsagentur.html
    In dem Zusammenhang hätte ich allerdings nicht mehr vom „durchs Wochenende zu saufen“ gesprochen.

    Daher werden Pressemitteilungen und Anfragen mit „Blogg das mal!“ künftig von uns nur noch mit einem Angebotsschreiben für die Schaltung einer Anzeige beantwortet.
    Schlimm genug, dass sich dann immer noch Leuts finden, die keinen eigenen Content zusammenbekommen, sich ggf. aufgrund der „Gleichstellung“ mit der Presse geschmeichelt fühlen, und den ganzen Bockmist bloggen.

    Und dann mal unter uns Patorentöchtern: Du, wir und einge andere Blogs (Thema Marketing oder was weiss ich) haben mittlerweile weit mehr Besucher als irgendwelche Special-Interest-Seiten zu gleichen Themen. Darüber hinaus bedienen wir die interessante Zielgruppe. Somit ist eine Pressemitteilung zu irgendeinem Spot, einer Kampagne in der w&v, in der absatzwirtschaft, aquisa und wie sie alle heissen doch mittlerweile fürn A….

    Wir sind schon soweit… – die brauchen uns (wissen noch nicht alle, werden sie aber merken)

  2. Hallo marketing-blogger,

    ich hab es tatsächlich etwas verkürzt formuliert und deshalb zwei Nachträge gepostet. Mein Fokus bestand eher darauf, eine Idee zu präsentieren, wie man eine Werbekampagne mit Making-Of-Filmen unterstützen kann.

    Noch zwei Anmerkungen: Die positive Wirkung von Werbespots auf die Absatzzahlen der Werbenden und damit auch die Weiterleitung von Werbespots ist für mich sehr fraglich. Ich gehe z.B. nicht zu Hornbach, weil die so einen pfiffigen Werbespot veröffentlicht haben, sondern weil es der einzige Baumarkt in meiner näheren Umgebung ist. Und dort kaufe ich auch nicht alles, sondern vertraue eher meinem Installateur, der die ganzen Späße auch einbauen muss.

    Zum Thema Bloggen auch noch eine kleine Anmerkung. Ich bin eigentlich froh, dass wir hier keine Hype haben und i.d.R. nur Personen Bloggen, die mit Herz und unabhängigen Verstand dabei sind. Denn so verschlafen die „alten Medien“ und die Werbetreibenden einen nachhaltigen Trend und werden es später sehr schwer haben, hier manipulierend einzugreifen.

  3. Frank sagt:

    Also, wenn ich mir die E-mail-Anfragen der vergangenen Woche ansehe, dann muss hier mittlerweile ein Hype im Gange sein. Hätte ich doch mittlerweile ein echtes zeitliches Problem, wollte ich alles posten, was mir da so vorgelegt wird.
    Da kommt schon mal leicht die Frage auf: Bin ich eigentlich jedermanns Büttel? Soll ich eine der wichtigsten Marketingseiten (und dieses Selbstverständnis habe ich!) im Netz, meinen Space, meinen Traffic, meine Arbeit, meine Mühe, mein Baby, samt Multiplikatorenwirkung für Nüsse zur Verfügung stellen?
    Es bleibt dabei: Ungefragt – jederzeit.
    Angefragt – Was (wieviel) bringste mit?
    Das Praktikantenjahr ist rum.

  4. Harald sagt:

    Meiner Meinung nach sind Blogs, die sich als „Verbeiter“ für Spots zur Verfügung stellen, einfach selber schuld. Entweder sie nehmen dafür Geld und büßen über kurz oder lang ihre „Street Credibility“ ein, oder sie lassen es und stellen nur Spots vor, von denen sie selber überzeugt sind und die in den thematischen Rahmen (und vor allem zum qualitativen Anspruch) ihrer Blogs passen. Damit würde sich dann auch die Frages des Titels „Wie starte ich eine Viralmarketingkampagne für einen Werbespot?“ erübrigen. Klar ist es hilfreich, wenn ich eine willige Zahl an Blogs mit hohen Zugriffszahlen habe, die meinen Spot präsentieren. Das hilft sicherlich für den Start der viralen Verbreitung um die kritische Masse erstmal zu erreichen. Aber wenn der Spot nix taugt, werden auch 1.000 Blogs nichts nutzen. Wenn der Funke nicht zündet, dann liegt es am Spot. Eine virale Aktion, welche die Menschen begeistert und eine weitererzählenswerte Geschichte beinhaltet, wird ihren Weg machen. Ob mit Blogs oder ohne. Denn, dass Agenturen die „handelsüblichen“ Plattformen für das Seeding einer Kampagne kenne, davon gehe ich jetzt mal aus.

  5. Hallo Harald,

    Wenn die Voraussetzungen für virale Verbreitung nicht gegeben ist, dann nützt die beste Idee der Vermarkrung nichts. Da stimme ich Dir zu 100 % zu.

    Hinsichtlich des Postings von Werbespots gegen Geld bin ich etwas geteilter Meinung. Wenn der Spot gewissen Kriterien enstpricht und als bezahlte Werbung gekennzeichnet wird, habe ich kein Problem damit, wenn Blogger dadurch etwas Geld verdienen. Schliesslich respektiere ich auch Google AdSense Werbung bei Bloggern, obwohl die Werbebotschaften häufig grenzwertig bis nicht akzeptabel sind.

    Ich persönlich vermisse die Kreativität der Kreativen, einen Spot viral zu verbreiten. Da ich aber eher der konstruktive Kritiker bin, habe ich gleich einen Vorschlag mit eingebunden.

  6. […] Wie starte ich eine Viralmarketingkampagne für einen Werbespot? […]

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