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Carrotmob: Die grüne Version des Smartmobs


Strawberries & Cream from Strawberry Earth on Vimeo.

Viele von Euch haben schon einmal etwas vom Flashmob gehört. Wikipedia schreibt dazu: „Der Begriff Flashmob (flash – Blitz; mob – von mobilis – beweglich), auch Blitzauflauf, bezeichnet einen kurzen, scheinbar spontanen Menschenauflauf auf öffentlichen oder halböffentlichen Plätzen, bei denen sich die Teilnehmer üblicherweise persönlich nicht kennen. Flashmobs werden über Weblogs, Newsgroups, E-Mail-Kettenbriefe oder per Mobiltelefon organisiert.“ Im Fernsehen wurde mal über ein Flashmob berichtet, als sich nämlich möglichst viele Menschen für einen Zeitpunkt verabredet haben, bei einer McDonalds-Filiale eine Bestellung aufzugeben. Das Chaos könnt Ihr Euch vorstellen 🙂

Grundsätzlich verfolgen die Flashmob-Aktionen keinen Sinn. Doch einige Aktionen verfolgen sehr wohl einen Sinn und dann spricht man von Smartmobs. Auch hier hilft Wikipedia weiter: „Smart mob ist eine seit einigen Jahren unter anderem bei Globalisierungskritikern gängige Organisationsform von Protesten und bezeichnet einen kurzen, scheinbar spontanen Menschenauflauf auf öffentlichen oder halböffentlichen Plätzen, der sich vom Flash Mob in der Sinnhaftigkeit des Tuns unterscheidet. Sie ist eine Form der Selbststrukturierung der sozialen Organisation durch Technologie-vermittelte, intelligente emergente Verhalten.“ Das Konzept wurde von Howard Rheingold in seinem Buch „Smart Mobs: The Next Social Revolution“ vorgestellt un kann seitdem einige Erfolge vorweisen.

Und jetzt lese ich im karmakonsum-Blog vom Carrotmob (siehe auch die Erläuterung im obigen Video). Auf der Webseite des LOHAS-Portals StrawberryEarth wird seit einiger Zeit zu ganz speziellen Smartmob-Kampagnen aufgerufen. Hier können sich Shops oder Restaurants bewerben, dass sie von den Carrotmobbern überrannt werden. Das Geschäft, das den höchsten prozentualen Umsatz an diesem Tag in energieeffiziente und klimaschonende Geräte investieren will, erhält letztlich den Zuschlag. Nach der Aktion wird das Ergebnis auf der Webseite von StrawberryEarth veröffentlicht. Schummeln geht nicht.

Am 7.Dezember um 21:00 Uhr wird eine Carrotmob-Aktion in Amsterdam durchgeführt. Initiatoren sind Ikenna und Mette. Im Vorfeld durften mehrer Restaurants und Cafes gegeneinander antreten. Gewonnen hat die Bar Waldorf in Amsterdam, die 60 % der an diesem Abend generierten Umsätze „grün investieren“ will, damit in Zukunft weniger Strom verbraucht wird und die Welt dadurch ein ganz klein bisschen besser wird. Wie im letzten Bericht handelt es sich hier auch um Powershopping, nur mit einem ganz anderen Hintergrund. Zudem erhalten die Käufer keinen Rabatt, sondern die Gewissheit, etwas Gutes getan zu haben.

Update 08.06.2009: Der erste Carrotmob in Deutschland wird am 13.06.2009 in Berlin stattfinden. Konkret sind alle aufgerufen, am 13. Juni 2009 um 16 Uhr im Spätkauf MultiKulti in der Wienerstraße 40 einzukaufen. Dieser wird 35%, des in dieser Zeit erzielten Umsatzes dazu verwenden, seinen Laden energieeffizienter umzubauen, und so langfristig seine CO2-Bilanz zu senken und damit das Klima zu schützen. Mehr Infos unter www.carrotmobberlin.com

9 Responses to Carrotmob: Die grüne Version des Smartmobs

  1. […] setzt sich durch Free Economy: Die Kostenlos-Ökonomie Konsumenten entdecken Ihre Macht (dank des Internets wieder) und bündeln Sie immer effektiver Berater werden zu Investoren, um nachhaltig erfoglreich zu bleiben Nach der IT-Industrie folgt […]

  2. […] Carrotmobs sind eine Art Smart-Mob bei denen es darum geht Geschäfte/Unternehmen von einem umweltfreundlicherem/nachhaltigerem  Geschäftsgebaren zu überzeugen. Unternehmen können sich für die Teilnahme an einen Carrotmob bewerben und werden dann an einem bestimmten Tag von möglichst vielen Carrotmobbern/-Shoppern überrannt. Im Gegenzug verpflichtet sich das Unternehmen einen prozentualen Anteil seines Umsatzes an diesem Tag in Massnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz einzusetzen. Mehr Infos zu Carrotmobs gibt es auf dem best-practice-business-blog. […]

  3. […] letzten Dezember habe ich hier im Blog über Carrotmob-Aktionen berichtet, bei der es sich um die grüne und konstruktive Version der […]

  4. Sebastian sagt:

    Am 13. Juni 2009 findet der erste deutsche Carrotmob in Berlin statt: http://carrotmobberlin.com

  5. […] per Twitter Weinproben der Zukunft Wie Christian Rach jede Woche Restaurants vor dem Ruin rettet Carrotmob: Die grüne Version des Smartmobs « Same Cafe: Jeder zahlt, was er kann […]

  6. […] Der erste Carrotmob in Deutschland findet am 13.06.2009 um 16:00 Uhr in Berlin statt Nachdem wir im Dezember 2008 das erste Mal über den sog. “Carrotmob” berichtet haben, findet in wenigen Tagen die erste dieser Aktionen in Deutschland statt. Konkret sind alle aufgerufen, am 13. Juni 2009 um 16 Uhr im Spätkauf MultiKulti in der Wienerstraße 40 in Berlin einzukaufen. Dieser wird 35%, des in dieser Zeit erzielten Umsatzes dazu verwenden, seinen Laden energieeffizienter umzubauen, und so langfristig seine CO2-Bilanz zu senken und damit das Klima zu schützen. Rette Gorilla Fast Food Im letzten Herbst sah die Zukunft für Gorilla Natürlich Fastfood noch sehr rosig aus. Gerade hatte man den Leaders Club Award 2008 gewonnen und war auf Expansionskurs. Vor kurzem musste der Geschäftsführer Matthias Rischau Insolvenz beantragen, nachdem der Hauptinvestor kein weiteres Geld investieren wollte. Martin Brem, ein begeisterter Kunde, wollte nicht tatenlos zusehen und hat die Webseite http://gorillaretten.de eingerichtet. Sein Ziel ist es, möglichst viele Fans zu mobilisieren, möglichst häufig bei Gorilla essen zu gehen. Das löst zwar nicht alle Probleme, könnte aber neue Investoren ermutigen. […]

  7. phil sagt:

    wir freuen uns auf euch!

  8. […] im Dezember 2008 habe ich mich als Fan von Carrotmobs geoutet. Ein halbes Jahr später hat dann der erste Carrotmob in Berlin stattgefunden. Seitdem […]

  9. […] wem der Flash- und Smartmob noch nichts sagt, hier eine gute Erklärung beim best-practice-business Blog. var flattrwpver = '0.9.11'; var flattruid = '9756'; var flattrurl = […]

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