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Agraprofit-Spot hält den Lebensmittel-Schnäppchenjägern einen Spiegel vor

Nach dem Motto: „Denn sie wissen nicht, was sie tun“, wurde dieser Agraprofit-Spot gedreht. Dieser Kurzfilm, der derzeit via Facebook & Co. seine Kreise dreht, dokumentiert eine Guerilla Aktion, die im September 2012 auf dem Wochenmarkt einer deutschen Großstadt durchgeführt wurde. Auf diesem Wochenmarkt hat das fiktive Unternehmen „Agraprofit‹ einen Stand gemietet und Billiglebensmittel angeboten. Das Besondere: Die Kundschaft wird dezent lächelnd mit den Produktions- und Handelsbedingungen der angebotenen Billiglebensmittel konfrontiert. Schilder zeigen, was hinter den Produkten steckt: Zum Beispiel “Kinderarbeit? – Dann sind sie wenigstens weg von der Straße!‹.

Die Aktion fand im Rahmen der Kampagne „Öko + Fair ernährt mehr!‹ von Naturland und dem Weltladen-Dachverband statt. Sie soll die Verbraucher dafür sensibilisieren, dass Billiglebensmittel nicht fair und ökologisch produziert und gehandelt werden. Vielmehr sollen die Käufer dazu aufgerufen werden, faire Lebensmittel in Zukunft zu kaufen. Die obige Aktion fällt unter die Kategorie „1.000 Nadelstiche“. Die Hoffnung ist, dass mit der oder einer anderen Aktion endlich Umdenken bei den Konsumenten erfolgt. Und wer profitiert aus meiner Sicht am meisten von dieser Aktion? Yool, die Werbeagentur für Nachhaltigkeit, die diese Kampagne verantwortet hat. Ist schon clever. Die Agentur wird vom Kunden bezahlt und macht damit Werbung für sich 🙂

4 Responses to Agraprofit-Spot hält den Lebensmittel-Schnäppchenjägern einen Spiegel vor

  1. Erschreckend ehrlich!

  2. Simone Guth sagt:

    Tolle Idee. Eigentlich müsste auf jedem Wochenmarkt so ein Stand stehen. Dies wirkt sich sicher sehr positiv für die anderen Händler mit regionalen Waren aus.

  3. tomas sagt:

    „Faire Lebensmittel“ wäre eigentlich der „letzte“ Schritt. Gekauft wird – gerade bei Lebensmittel – zuviel – ohne Sinn,- man schaue mal in den Hausmüll :-)! Jetzt gibt es Aktionen die Lebensmittel „teilen“ – bevor man sie wegwirft,- mit der Begründung – man helfe so denjenigen, die sich „DIESE“ Lebensmittel nicht leisten können. Die gleichen Leute, die mit „wenig“ Verstand einkaufen um dann wegzuwerfen, kaufen gerne „günstig“ …aha? Würden diese Leute „FAIR“ einkaufen gehen – sie würden ihren Geldbeutel schonen und die Nachfrage nach „günstig“ könnte sich erledigen – statt dessen ….Qualität gewinnen und Kinderarbeit oder Lohndumping wäre nicht mehr soooo nötig! Das Äquivalent am Lohnplus kann man am weggeworfenen Hausmüll ablesen 🙂

  4. Hallo Tomas,

    das Ganze ist tatsächlich eine Mammutaufgabe und schlechte Gewohnheiten werden leider nicht so schnell aufgegeben, wie wir uns das wünschen würden.

    Deshalb stelle ich hier immer wieder gute Ideen und Initiativen zu diesem Thema vor. Es gibt aus meiner Sicht nicht den einen „Königsweg“, sondern es braucht eine konzertierte Aktion.

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