protestaktion iaa 2013

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Trend ohne Umkehr: Der unzufriedene Kunde schlägt immer lauter und wirkungsvoller um sich

Es hätte dieses Jahr so schön mit der IAA werden können. Endlich präsentieren die Top-Hersteller nicht nur Prototypen, sondern E-Autos, die morgen oder übermorgen tatsächlich gekauft werden können. Doch dann machte ein Mann allen ein Strich durch die Rechnung. Ein Italiener parkte am 14. September 2013 seinen BMW M6 in der Nähe eines Eingangs der Messe Frankfurt und fing auf einmal an, das noble Fahrzeug zu demolieren. Dafür nutzte er eine Axt. Die Polizei kam fast wie bestellt und nahm die Personalien auf. Anschliessend wurde das Auto mit Totalschaden abtransportiert. Mehr als 2 Mio. Menschen haben sich mittlerweile das Video dazu auf Youtube angeschaut. Was steht dahinter? Auf Youtube werden die Hintergründe von den Verantwortlichen kurz erläutert:

„BMW Italien, BMW München und BMW-Gesamt, haben trotz schwerwiegender technischer Probleme am Fahrzeug, jegliche Verantwortung bzgl. einer Reparatur abgelehnt. Der Neuwagen ( 120.000.- EUR) wurde 2008 in Italien gekauft und
hatte von Anfang an technische Störungen. BMW hat zirka 10 x versucht, diese zu beheben, es gelang nicht. BMW Werkstatt Italien sagte: „Wir sehen auf dem Computerterminal keinen Fehler, demnach befindet sich das Fahrzeug in einwandfreiem Zustand.“ Seitdem behaupten BMW Italien und BMW München gemeinsam: „das Auto ist in Ordnung, das Produkt ist so.“ Bei einer Klage des Halters wurde durch den Gerichtssachverständigen und BMW Sachverständigen festgestellt, dass die Probleme existieren. Seither schieben sich BMW Italien und BMW München jeweils gegenseitig die Verantwortung zu: Somit hat der Halter dieses Fahrzeugs definitiv keinen Ansprechpartner! Aus diesem Grunde findet die Protestaktion statt, und diese wird nicht die letzte sein!“

Autsch, das hat gesessen. Denn das sind die Bilder, die mir von der IAA 2013 hängen bleiben werden. Es zeigt, dass sich die Kunden immer rabiater wehren, wenn sie ein Luxusprodukt kaufen und anschliessend beim Service hängen gelassen werden. Erinnern Sie sich noch, wie sich der Country-Sänger Dave Caroll wehrte, als die Fluggesellschaft, mit der flog, für die Zertörung seiner Gitarre verantwortlich war, aber hinterher nicht die „Zechen zahlen wollte“? Und erst vor kurzem gab Hasan Syed viel Geld aus, um via sponsored Tweet sich “auszukotzen”, nachdem das Gepäck seines Vaters auf einem BA-Flug verloren ging und die Fluggesellschaft nach seinen Aussagen zwei Tage lang dazu “schwieg”. Dadurch wurden mehrere hundert Tausend Follower vom British-Airways-Twitter-Account in ihrer Timeline über diese Kundenbeschwerde informiert. Die Machtverschiebung ist nicht mehr aufzuhalten.

19 Responses to Trend ohne Umkehr: Der unzufriedene Kunde schlägt immer lauter und wirkungsvoller um sich

  1. Marc sagt:

    was ist an og. Problem so besonders?
    bei Mercedes-Benz hat man für: „das Auto ist in Ordnung, das Produkt ist so.” sogar eine Begriffs-Bezeichnung = Serienstand

  2. tom sagt:

    Wenn solche Aktionen, mit dem Bericht über die Ursache, einhergehen UND die Betroffenen Gelegenheit hatten sich zu äußern, gewinnen alle. So macht Verbaucher – „BILDUNG“ Spaß 🙂
    Schade um das Auto 🙁

  3. […] Unternehmensimage Schaden zuzufügen, wenn ihre Bedürfnisse nicht erfüllt wurden. Die Machtverschiebung hin zum Kunden ist noch immer nicht […]

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