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Britische Einzelhandelskette bietet Scheidungswilligen einen besonderen Service an

Jeder von uns kennt die „Hochzeitstische“ in Kaufhäusern und Einzelhandelsgeschäften, die von den Hochzeitspaaren zusammengestellt werden und dazu dienen, dass die Gäste der Hochzeitsfeierlichkeiten nur Dinge schenken, die wirklich gebraucht werden und dem Geschmack der Beschenkten entsprechen. Neben den Tischen gibt es auch entsprechende Listen, die im Internet hinterlegt werden können.

Die Marketingverantwortlichen der britischen Einzelhandelskette Debenhams haben sich überlegt, ob diese Grundidee nicht auch für andere Zielgruppen anwendbar wäre. Als lukrative Zielgruppe für solche Geschenklisten wurden die Scheidungswilligen in Großbritannien entdeckt, weil auch Glückwunschkarten zur Scheidung und Scheidungspartys in Großbritannien immer beliebter werden.

Deshalb bietet Debenhams sog. „Scheidungslisten“ an. Solche Listen können die frisch Getrennten erstellen und damit ihren Freunden, Bekannten und Verwandten zeigen, was sie alles brauchen, um privat neu durchstarten zu können. Praktischer Nebeneffekt für Debenhams: So kann man seine Kunden gleich zweimal glücklich machen: Erst zur Hochzeit und dann bei der Scheidung. So kann Kundenbindung auch funktionieren 🙂

Diese Idee zeigt, dass man Lösungen manchmal nur umdrehen braucht, um eine neue Lösung zu generieren. Sehr gut gefällt mir die Idee nicht nur, weil sie einen Trend aufgreift und davon profitiert, sondern weil man so den Kunden zum Vertriebspartner macht. Denn der Kunde sorgt dafür, dass viele seiner Bekannten bei Debenhams einkaufen. Eine überzeugendere Vertriebsmannschaft kenne ich nicht.

Gefunden bei AFP

Foto: (c) Pixelio / Fotograf: Cornerstone

2 Responses to Britische Einzelhandelskette bietet Scheidungswilligen einen besonderen Service an

  1. Bei jeder Scheidung geht es für ein Paar um die schmerzliche Auseinandersetzung mit ungeliebten Gefühlen.

    Das uns nun auch noch in dieser Lebenskrise die Möglichkeit der Kompensation durch Konsum geboten wird, mag wirtschaftlich interessant sein. Es gehört aber für mich auf keinen Fall zu den best-practice-Ideen. Hier wünsche ich mir mehr kritische Reflektion.

  2. cooler beitrag echt ja scheidungsparty die könnte man echt machen das ist vieleicht eine marktlücke…lasse mal einen gruß da chris

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