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Mein Beitrag zur Blogparade: Marketingideen für 100 EUR im Monat

Auf auf der letzten AUFSCHWUNG-Messe (nächster Termin der hessischen Leitmesse für Gründer und junge Unternehmer: 19.03.2013) war der Vortrag „Kunden zum Nulltarif“ von Christian Görtz einer der „Topseller“ im Vortragsprogramm. Kein Wunder, sind die Werbebudgets von Gründern meist sehr begrenzt. Keiner braucht allerdings so dringend Kunden wie ein Gründer. Denn die haben noch keine Stammkunden und haben auch nicht die Zeit, bis das Empfehlungsmarketing sein Kraft entfaltet. Hier beißt sich die Katze vermeintlich in den Schwanz. Das muss nicht so sein, denn letztlich gibt es viele Marketingideen „fast zum Nulltarif“. Ich habe mir schon länger vorgenommen, hier die Top-Marketingideen (fast zum Nulltarif) vorzustellen. Wie so häufig braucht es dann aber einen Impuls. Peer Wandiger hat genau an meinem Geburtstag die Blogparade „Marketingideen für 100 EUR im Monat“ ins Leben gerufen. Wenn das kein deutliches Signal für mich sein sollte, an dieser Blogparade teilzunehmen?

Sehr passend finde ich, dass er von Marketingideen (in der Mehrzahl) spricht. Denn letztlich weiß (fast) jeder, dass es im Schnitt fünf bis sieben Impulse braucht, um den Kunden zum Kauf bewegen zu können. Und deshalb präsentiere ich hier meine persönlichen Top-7-Marketingideen fast zum Nulltarif:

  1. Knappheitsmarketing
    Schon Davidoff wusste, dass man ein Angebot künstlich verknappen muss, damit es jeder haben will. In seinem ersten Laden in Zürich entstanden nur deshalb lange Warteschlangen vor der Tür, weil der Laden nur eine Stunde pro Tag geöffnet hatte. Davon hat sich wohl auch eine Donut-Bäckerei in Chicago inspirieren lassen. Sie hat immer nur so lange geöffnet, bis die frische Ware vom Tag ausverkauft ist. Manchmal ist das schon nach weniger als eine Stunde der Fall. Das führt dazu, dass sich vor dem Geschäft lange Warteschlangen entwickeln, weil keiner zu spät kommen will. Zudem werden viele Produkte nur an einem Tag in der Woche oder zu besonderen Anlässen angeboten. Ein weiterer Meister des Knappheitsmarketing ist das Nextrestaurant in Chicago. Lesen Sie hier nach, wie es diesem Restaurant gelingt, dass es für Monate im voraus ausgebucht ist.

  2. Content is King im Embedded-Marketing-Zeitalter
    Werbebotschaften sind out, Content ist King! Überlegen Sie, welche Probleme Ihre Kunden haben und schreiben Sie einen passenden Ratgeber dafür. Selbstverständlich erlauben es ihre Kunden, wenn Sie auch etwas Werbung für sich machen. Experten sprechen hier von der 20 % – Grenze. Und natürlich können Sie auch Ratgeber im Rahmen des Fibel-Marketings zusammen mit Ihren Kooperationspartner erstellen und gemeinsam vermarkten. Gerne veröffentlichen auch Journalisten, Blogger, Fans und Influencer ihre Informationen. Achten Sie darauf, den Content in verschiedenen „Verpackungen“ (Graphiken, Präsentationen, EBooks, Videos, etc.) anzubieten. Jeder sollte ihren Content kinderleicht bei sich einbinden können (Stichwort: Embedded-Marketing). Wichtige Tipps dazu finden Sie hier.

  3. Influencer-Marketing
    Dank Social Media und Scoring-Dienste wie Klout & Co. war es noch nie so einfach wie heute, sog. Influencer ausfindig zu machen. Das sind Personen, die Einfluss haben und deren Meinungen und Botschaften gehört werden. Die Herausforderung für jeden Gründer besteht darin, solche Influencer (und damit meine ich eben nicht nur Journalisten) für sich und sein Angebot zu begeistern, damit sie anschliessend darüber berichten. Das geht auch im Offline-Bereich. Die Veranstalter von TEDx Buenos Aires (TEDx gehört weltweit zur inspierendsten Veranstaltungsreihe für neue Ideen für Business und Gesellschaft) haben zum Beispiel ausgewählte Friseure aus Buneos Aires zur TEDxKonferenz in ihrer Stadt eingeladen, damit diese im Vorfeld aber auch danach über diese etwas andere Veranstaltung berichten.

  4. Kooperationsmarketing
    Jay Abraham, Amerikas Star unter den Marketingberatern, sagt: „Wenn ihm jemand alle Strategien und Methoden wegnehmen könnte und er nur eine behalten dürfte, würde er ohne zu zögern sofort Kooperations-Marketing wählen“. Unter Kooperationsmarketing versteht man konkret, dass man mit anderen Anbietern (die nicht direkter Konkurrent sind), die die identische Zielgruppen haben, gemeinsam Marketingmaßnahmen durchführt. Einen wichtigen Buchtipp und die Anleitung, wie man in sechs Schritten solche Partner findet und bindet, habe ich hier im Blog schon veröffentlicht. In meiner Rubrik „Marketing – Kooperationen“ haben ich schon mehr als 100 Erfolgsbeispiele vorgestellt.

  5. Kunden als Werbepartner
    Werbung ist gut, wenn sie authentisch und glaubwürdig ist. Deshalb besteht die Königsdisziplin darin, die Kunden für sich werben zu lassen. Ein Erfolgsbeispiel dafür ist die Markteintrittsstrategie von Bon Maman gewesen. Man entschied sich, bevorzugt Hotels in ganz Frankreich mit der Marmelade zu beliefern. So wurde die Marke bei in- und ausländischen Konsumenten schnell bekannt. Die Hotels waren nicht nur Großabnehmer der Marmelade, sondern haben auch kostenlos Werbung für die Marmelade made in France gemacht. Passend dazu passt auch unser nächster Punkt:

  6. Promi-Faktor-Marketing
    Es ist immer intelligent, wenn man den Rückenwind für sich nutzen kann. Damit meine ich, Promis in die eigene Marketingstrategie einzubinden. Schon vor einigen Jahren habe ich hier im Blog vier Beispiele präsentiert, wie prominente Kunden den Umsatz des Anbieters deutlich ankurbeln können, wenn man es entsprechend vermarktet. Natürlich erkennen Promis sehr schnell, welche Mehrwerte sie für solche Firmen bieten können und nutzen öfters auch die Chance, sich an Unternehmen zu beteiligen, um davon nachhaltig zu profitieren. Besonders interessant sind die Promis, über die ständig im Fernsehen oder Zeitschriften berichtet wird. Ein gutes Beispiel ist Daniela Katzenberger, die mit ihrem Geschäftspartner Martin Koslik auf Mallorca das Cafe Katzenberger aufgebaut baut.

  7. Konfliktmarketing oder David-gegen-Goliath-Strategie
    Prof. Faltin ist ein Fan des Konfliktmarketings. In einem Videointerview bringt er es prägnant auf den Punkt: “Auch wenn man Prozesse verliert, dafür gewinnt man aber jede “Schlacht in der Presse‹. Faltin weiß, wovon er redet, schliesslich haben ihn viele Konkurrenten verklagen wollen, weil er mit der Teekampagne hochqualitativen Tee zu kleinem Preis anbietet und damit vielen Konkurrenten richtig wehtut. Während er zu Beginn der Existenzgründung Angst davor hatte, einen Prozess wegen Falschaussagen auf seinen Verpackungen zu verlieren, erkannte er später schnell die Vorteile, wenn David gegen Goliath vor Gericht verliert. Denn dann ist man meisten der Liebling der Presse und der Massen. Allerdings liegt auch die Tücke hier im Detail, wie ich hier ausführlich erläutere.

Bei meiner Auflistung haben ich bewusst auf „Klassiker“ wie Social Media Marketing, PR, Empfehlungsmarketing etc. verzichtet. Mir kam es vielmehr darauf an, in diesem Artikel Wege aufzuzeigen, die weniger häufig in Blogs und der Presse beschrieben werden. Die meisten der o.g. Tipps stammen von erfolgreichen Unternehmern, die ohne großes Marketingbudget erfolgreich geworden sind. Wichtig bei o.g. Maßnahmen ist, dass man schnell Erfolge erzielen kann, die Maßnahmen aber trotzdem nachhaltig wirken. Letztlich muss jeder Unternehmer seinen eigenen Weg und den für ihn passenden Marketingmix finden. Wer noch mehr Anregungen erhalten will, dem empfehle ich, regelmäßig bei mir vorbei zu schauen. Bis heute habe ich mehr als 1.000 innovative Marketingideen hier im Blog präsentiert. An mangelnder Inspiration wird es garantiert nicht mangeln.

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3 Responses to Mein Beitrag zur Blogparade: Marketingideen für 100 EUR im Monat

  1. […] kurzem habe ich hier im Blog im Rahmen einer Blogparade sieben außergewöhnliche und erprobte Marketingideen für weniger als […]

  2. […] hat Steinemann fast auf der gesamten Klaviatur des “Marketingklaviers” gespielt. Er beherrscht das Storytelling genauso wie das […]

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