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Im Hamburger Consulting Club sprechen die Kunden mit

Gerade mittelständische Unternehmer tun sich sehr schwer dabei, die richtigen Berater für ihre Zwecke zu finden. Zudem gibt es keine objektiven Qualitätsstandards, mit deren Hilfe Kammern, Verbände oder Banken die Suche nach dem richtigen Berater begleiten können. Deshalb ist die Wahrscheinlichkeit eines Fehlgriffes sehr hoch. Die Folge ist, dass viele Unternehmer über die Beratungsleistung hinterher enttäuscht sind und in vielen Fällen sogar eine Beraterrisestenz entwickeln.

Es gibt immer wieder Versuche von Organisationen wie z.B. der KfW, dem BDU oder dem RKW, eine Lösung für das Problem zu finden. Doch bisher konnte noch kein Konzept überzeugen. Deshalb wurde vor zwei Jahren der Hamburger Consulting Club (HCC) gegründet, der zum Ziel hat, den Hamburger Markt für Unternehmensberatung transparent zu machen. Er definiert Qualitätsstandards für Berater und überprüft diese sorgfältig in einem transparenten und nachvollziehbaren Aufnahmeverfahren.

Besonders erwähnenswert finde ich, dass im Hamburger Consulting Club nicht nur Berater Mitglied werden können, sondern auch deren Kunden. Und diese Kunden werden z.B. in die permanente Weiterentwicklung der Qualitätsstandards eng eingebunden. Vertreter der Kunden sind auch beim Aufnahmeverfahren beteiligt und können somit die Kundensicht mit einbringen. Diesen Ansatz finde ich sehr gut, nicht „im eigenen Saft zu schmoren, sondern die Kunden so aktiv mit einzubinden. In ähnlich Form versucht ja auch das RKW, eine gewissen Ausgewogenheit zu finden.

Langfristig will der HCC allerdings maximal 200 Mitglieder aufnehmen. Bei mehr als 14.000 Beratern in Hamburg ist damit aus meiner Sicht schon jetzt das Ziel nicht mehr erreichbar, eine repräsentative Transparenz zu schaffen. Dafür ist die Zahl der Mitglieder, die auch empfohlen werden, einfach zu klein. Den Ansatz, aber auch in solchen „Branchenclubs“ die Kunden mit einzubinden, finde ich absolut wiederholenswert.

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