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Haben Sie schon Ihren Halbjahres-Check gemacht?

Viele Unternehmer führen einmal im Jahr eine Jahresabschlussbesprechung mit ihrem Steuerberater durch. Im Rahmen dieses Gespräches wird aber häufig nur über die Vergangenheit gesprochen und hauptsächlich nur finanzielle, buchhalterische und steuerliche Aspekte berücksichtigt. Andere und strategische Aspekte kommen meist zu kurz. Vorbildliche Unternehmer dagegen ziehen sich zweimal im Jahr zurück und ziehen eine ganzheitliche Zwischenbilanz als Basis für Anpassungen der Zukunftsstrategie. Neben der Weihnachtszeit bietet sich für solche Strategiesitzungen gerade die Sommerzeit an, in der viele Kunden im Urlaub sind. Doch welche Fragen sollte man sich stellen. Genau damit beschäftigt sich Monika Birkner seit einigen Wochen und schreibt die Serie „Halbzeit 2012“. Gerne verlinke ich hier auf die relevanten Artikel:

  1. Wie klar ist Ihnen Ihre Vision?
  2. Erkennen Ihre Kunden den höheren Wert Ihrer Leistungen?
  3. Wo stehen Sie mit Ihrem Einkommen?
  4. Gleichmäßigere Auftragslage
  5. Locken Ihre Kunden das Beste aus Ihnen heraus?
  6. Wann war Ihre letzte Produkt-Innovation?
  7. Welche neue Methode der Lead-Gewinnung setzen Sie ein?
  8. Haben Sie alles für weiteres Wachstum vorbereitet?
  9. Gönnen Sie sich Unterstützung?
  10. Sprechen Sie genug mit Ihren Kunden?
  11. Macht Ihnen Ihr Business heute mehr Freude als vor sechs Monaten?
  12. Haben Sie mehr freie Zeit?

In jedem Artikel von Monika Birkner ist ein Fragenkatalog enthalten, mit dessen Hilfe sie prüfen können, wo Sie hinsichtlich der einzelnen Punkte stehen und wo noch starker Nachholbedarf besteht. Erfahrenen Unternehmern fällt schnell auf, dass die Zielgruppe von Monika Birkner vor allem sog. „Solo-Selbständige“ sind, die (nur) selbst und ständig arbeiten. Für diese Zielgruppe ist es besonders wichtig, die Fragen nicht nur für sich zu beantworten, sondern auch mit Außenstehenden zu besprechen. Dafür bietet Monika Birkner sog. virtuelle „Business Power Groups“ an, in der sich Selbständige untereinander unterstützen. Sehr wohl können sich aber auch Selbständige aus verwandten Bereichen zweimal im Jahr vor Ort treffen, um die Halbjahres-Checks mit dem Blick von außen durchzuführen.

Gerne stelle ich auch noch einen Fragenkatalog zur Verfügung zum Stichwort „Kundenbilanz“

  • Mit welchen Kunden wurde der größte Umsatz, Deckungsbeitrag und Gewinn realisiert?
  • Was haben diese lukrativen Kunden gemeinsam?
  • Wo kann man mehr von diesen Kunden finden?
  • Welche Kunden sind Fans? Und warum?
  • Welche Kunden haben mir gute Anregungen für neue Produkte, Dienstleistungen und Services gegeben?
  • Wie hoch ist die Kundenfluktuation? Was sind die Gründe für die „Kundenflucht“? Wohin sind die Kunden „geflüchtet“?
  • Von welchen Kunden will ich weniger?
  • Über welchen Vertriebsweg / Marketingkanal haben wir die meisten neuen Kunden gewonnen?
  • Wie hoch ist die Akquisequote (Kundenkontakte, Akquisegespräche, Abschlüsse)

Ich persönlich empfehle, diesen Halbjahrescheck möglichst nicht im Büro oder zu Hause durchzuführen. Vielmehr sollte man mit seinem Team irgendwo hinfahren, wo einen keiner stört. Das ist aus meiner Sicht nicht nur wichtig, um nicht ständig gestört zu werden, sondern nur in einem neuen Umfeld gibt es auch viele neue Impulse. Zudem stellt der Halbjahrescheck damit eine Belohnung dar, weil man ihn z.B. in einem schönen Hotel durchführt. Damit steigt die Chance, dass man sich auf diesen Halbjahrescheck tatsächlich freut und ihn nicht als nötige Pflicht ansieht. Denn in diesem Fall fällt solch ein Check immer öfters aus und wird nur noch als Last angesehen. Wichtig für die Motivation ist auch, dass man ein halbes Jahr nach dem Zwiscchen-Check prüft, welche Veränderungen man deshalb durchgeführt hat und welche Verbesserungen dadurch eingetreten sind.

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