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Bewegte Bilder sagen mehr als 1.000.000 Worte

Jeder kennt das Zitat „Bilder sagen mehr als 1000 Worte“. Mit bewegten Bildern lässt sich diese Zahl sicher deutlich vervielfachen. Die Gründe liegen auf der Hand, wie ich im Artikel „Bewegung ins Spiel bringen“ vor einiger Zeit schon aufgezeigt habe: Filme sprechen Emotionen an und führen zu einer tieferen Wahrnehmung des Gesagten, sie vermitteln durch den Realitätseffekt eine hohe Glaubwürdigkeit, sie sprechen alle Sinne an (ganzheitliche Wahrnehmung) und dienen im besten Fall der Unterhaltung.

Filme, Werbefilme oder Imagefilme sind ja an sich nichts Neues. Neu daran ist, dass diese Filme ohne Aufwand im Internet abgespielt und auch darüber verbreitet werden können. Plattformen wie Youtube, MyVideo, Sevenload u.a. machen es jedem Nutzer möglich, die noch so skurillsten Exponate auszustellen und an Freunde und Bekannte zu verschicken. Neu ist außerdem, dass auch kleine und mittelständische Unternehmen mit vergleichsweise geringem Budget Filme drehen und vermarkten können. Das Thema Film ist somit nicht mehr nur den großen Agenturen oder internationalen Konzernen vorbehalten, sondern eine echte Ergänzung im Marketing-Mix für KMU.

Noch ist die Zahl der ernstzunehmenden kontinuierlich professionellen Videoprojekte im Internet gering. Im Weblog Digitaler Film wurden vor einiger Zeit die wichtigsten Videocasts vorgestellt. Produktionen wie Grimme-Preisträger Ehrensenf sind hinlänglich bekannt (wobei ich wegen der fehlenden Feed-Option nicht von einem Videocast sprechen würde; Ehrensenf bezeichnet sich selbst als „Internet-TV“), aber auch kleinere Projekte nutzen die Vorteile der Kundenansprache via Bild & Ton. Sehr gelungen finde ich beispielsweise den täglichen Gesundheits-Videocast „Piyobo“ von Dr. Michael Prang. Kurz, knackig, auf den Punkt und dabei wirklich informativ.

Der zeitliche Aufwand für einen Video-Podcast ist immens, selbst bei kurzen Folgen. Wir drehen zur Zeit selbst eine 10-teilige Serie in meiner Agentur bzw. in einem Filmstudio. Ich vermittele in diesem Videocast, wie Unternehmen ihre Anziehungskraft für neue Kunden steigern können. Der Aufwand: Umfassende Konzeption im Vorfeld, Textung, Anpassung, Korrektur, drei Drehtage, mehrere Wochen Schnitt und Postproduktion, die noch vor uns liegen. Das Ergebnis: 10 Folgen á 1,5-2 Minuten Länge.

Doch worin liegt der Nutzen? Was den Erfolg unseres eigenen Videocast-Projekts angeht, kann ich bislang nur abwarten und auf positive Reaktionen hoffen. Es ist eine Mischung aus Reiz an Neuem, aus dem Wissen um die Wirkung bewegter Bilder (s.o.), aus der Herausforderung, neue Wege im Marketing einfach mal auszuprobieren und dadurch auch als Vorreiter Schrägstrich Innovations-Unternehmen wahrgenommen zu werden. Ich denke, dass der Erfolg eines solchen Projekts nicht nur von den Video-Folgen ansich abhängt, sondern gezielt vermarktet werden muss. Begleitende PR, Verbreitung über Weblogs und Communities sowie Möglichkeiten zur automatischen Weitergabe (Virales Marketing) sind wesentliche Faktoren, um Menschen mit diesem Angebot zu erreichen.

Mein Fazit: Videocasts haben enormes Potential, weil sie Schnelligkeit, Dynamik, ganzheitliche Wahrnehmung und Unterhaltung gekonnt verbinden. Doch um einen konkreten Nutzen/Erfolg daraus zu erzielen, müssen weitere Marketing-Maßnahmen greifen. Und wer sehen will, wie es mit unserem Videocast-Projekt weitergeht: Neukunden-Magnet Weblog per RSS abonnieren!

2 Responses to Bewegte Bilder sagen mehr als 1.000.000 Worte

  1. […] Wieso Videocasts eine tolle Möglichkeit sind, um Inhalte zu vermitteln, habe ich im Beitrag “Bewegung ins Spiel bringen” bereits zusammen gefasst. Weitere Hintergründe und Informationen zum Thema Videocasts für KMU habe ich in einem Gastbeitrag im Best Practice Business Weblog beschrieben. […]

  2. […] Bewegte Bilder sagen mehr als 1.000.000 WorteJeder kennt das Zitat Bilder sagen mehr als 1000 Worte. Mit bewegten Bildern lsst sich diese Zahl sicher deutlich vervielfachen. Die Grnde liegen… […]

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