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In England plant der Gesundheitsminister ein Onlinebewertungssystem für Hausärzte

Heute kann man im Web fast alles bewerten, ob Bücher, Hotels, Restaurants, Professoren, Lehrer oder Ärzte. Die entscheidene Frage ist nur, ob diese Bewertungen wirklich repräsentativ sind. Häufig gibt es nur ganz wenige Bewertungen. Dann weiß man meist nicht, wer hinter dieser Bewertung steht und welche Zwecke er damit verfolgt. Häufig gibt es sogar den Verdacht, dass die Bewerteten andere damit beauftragen, eine für sie positive Bewertung zu schreiben. Die schöne transparente Webwelt führt uns eben häufig in die Irre.

Davon lässt sich allerdings der englische Gesundheitsminister Ben Bradshaw nicht abschrecken. Er hat im April 2008 die Möglichkeit eingeführt, öffentliche Krankenhäuser in England von den Patienten online bewerten zu lassen. Seitdem wurde von den Patienten eine hohe vierstellige Zahl an Kommentare abgegeben. Eine erste Auswertung hat gezeigt, dass die die Bewertungen sehr ausgewogen sind zwischen positiven, negativen und neutralen. Hier seht Ihr ein Beispiel für die Bewertung eines Londoner Krankenhauses.

In Zukunft sollen jetzt auch die Hausärzte in ähnlicher Form bewertet werden. Es geht aber weniger um eine Schulbenotung, wie Bradshaw gegenüber dem Guardian äußert: „I want people to be able to read comments. It may be that people think the GP is fantastic and they can always get an appointment within 48 hours. Or they may have terrible experiences and think the receptionist is really rude.“ Aber nicht nur die Patienten sollen durch die Bewertungen in die Lage versetzt werden, den besten Hausarzt für sich zu finden. Vielmehr sollen die Hausärzte dazu motiviert werden, kundenorientier zu werden und auf Kritik der Patienten einzugehen und dadurch besser zu werden.

Interessant ist, dass die Patienten auch anonym Bewertungen abgeben können. Das öffnet den Manipulationsmöglichkeiten Tür und Tor. Deshalb sollen die Webmaster die Bewertungen erst anschauen, bevor sie sie freigeben. Gelöscht werden sollen sie aber nur, wenn sie nachweislich von Mitarbeitern der bewerteten Ärzten oder Institutionen stammen. Insgesamt ist es sehr mutig, dass Bradshaw solch ein Onlinebewertungssystem in einem solch sensiblen Bereich zulässt. Mal schau´n, wie es sich entwickelt und was davon die privaten Bewertungsplattformen lernen können.

One Response to In England plant der Gesundheitsminister ein Onlinebewertungssystem für Hausärzte

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