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P.U.M.A. – Hoffnungsträger für Segway, nicht für GM

Es ist schon bizarr. GM hat viele Jahre die Kundenwünsche und Zukunftstrends ignoriert und will jetzt u.a. ausgerechnet mit dem Elektrozweirad P.U.M.A. (Personal Urban Mobility and Accessibility) die Zukunft erfolgreich bewältigen. Das Fahrzeug sieht wie eine Mischung aus einem Krankenfahrstuhl und dem BMW C1-Roller aus. Es handelt sich um ein Kooperationsprojekt zwischen GM und Segway, die mit ihrer Stabilisierungstechnik dafür sorgen, dass das Zweirad nicht umfällt. Der Prototyp, der noch in der Roadster-Version auftritt, rauschte nicht nur schon durch Manhattan, sondern sorgte auch auf der New York Autoshow für viel Wirbel.

In einem Welt-Artikel wird das Fahrerlebnis wie folgt beschrieben: „In Fahrt bringen das Wägelchen zwei Elektromotoren, die an den großen Rädern montiert werden. Sie schaffen immerhin knapp 60 km/h und werden aus einem Lithium-Ionen-Akku gespeist, dessen Reichweite bei ebenfalls knapp 60 Kilometern liegt. Eine Stunde lang kann man damit also frei von Schadstoffen und absolut geräuschlos durch die Stadt stromern, bis der Puma wieder an die Steckdose muss.“ In den Kommentaren zum Artikel wird das Fahrzeugkonzept zerrissen und in Zweifel gestellt, dass damit GM aus der Krise kommt.

Was viele Kommentatoren vergessen, ist die Tatsache, dass GM ein ganz neues Mobilitätskonzept entwickelt, zu dem der P.U.M.A. gehört. Natürlich hätte der PUMA bei einem Crash mit einem normalen Kfz keine Chance. Deshalb wird im oben eingebundenen Animationsfilm der PUMA auf eigenen Straßen gezeigt, vergleichbar mit einem Radweg oder Taxifahrstreifen. Der große Sieger des P.U.M.A.-Konzept ist allerdings nicht GM, denn der möglich Erfolg käme viel zu spät, sondern Segway. Denn dadurch könnte der Nischenanbieter zum wichtigen Zulieferer für ein Massenmobil werden.

Die großen Autohersteller müssen endlich verstehen, dass Sie nur mit dem Angebot ganzheitlicher Mobilitätskonzepte die Chance haben, auch in der Zukunft wirtschaftlich erfolgreich zu agieren. Beim Smart wurde diese Chance leider nicht genutzt. Ich glaube auch nicht, dass ein einzelner Autohersteller alleine diesen Anforderungen gerecht wird. Es braucht ganz neue, branchenübergreifende Kooperationen, wie das Projekt „Better Place“ eindrucksvoll beweist. Interessant ist, dass Quereinsteiger aus der IT-Branche, die schon seit Jahren in vernetzten Welten leben, die Mobilitätsbranche mit neuen Impulsen voranbringen.

4 Responses to P.U.M.A. – Hoffnungsträger für Segway, nicht für GM

  1. […] TOP 9 – GM PUMA Der aus einer Kooperation von General Motors und Segway entstandene PUMA (Personal Urban Mobility and Accessibility) schickt sich an, die städtische Mobilität zu revolutionieren. Der Segway mit Dach kommt aber für GM wohl reichlich zu spät. Mehr dazu bei Lilly Green, Spiegel Online und im Best-Practice-Business-Blog […]

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