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Wikifolio ermöglicht reale Investments in die Portfolios der besten Trader

Wir haben schon über zahlreiche Player berichtet, die den Banken Konkurrenz machen, ob es sich um p2p-Lending- oder Crowdfunding-Plattformen handelt, oder um Mobile-Payment-Anbieter, Emittenten von virtuellen Währungen oder StartUps, die den internationalen Zahlungsverkehr revolutionieren wollen. Mit Wikifolio gibt es jetzt ein StartUp, dass die Banken als Wertpapierberater und Vermögensverwalter ablösen will. Wie soll das funktionieren?

Auf wikifolio.com können Anleger eigene Handelsstrategien als „wikifolio“ veröffentlichen oder automatisch den Strategien erfahrener Trader folgen. War wikifolio.com bisher im „Beta“-Status und damit in einem Art Probebetrieb, ist es seit 1.8.2012 offiziell möglich, mit echtem Geld in wikifolios (=Anlagestrategien auf wikifolio.com) zu investieren. Jedes investierbare wikifolio hat eine Wertpapierkennnummer (ISIN) und ist bei führenden Banken und Online Brokern handelbar. wikifolio.com wird dabei in Deutschland durch renommierte Unternehmen der Finanzbranche, nämlich die Lang & Schwarz AG (www.ls-d.de), die S Broker AG & Co KG (www.sbroker.de) sowie die OnVista Group (www.onvista.de), unterstützt.

Die Besonderheit der Plattform ist also nicht, Musterdepots von Anlegern zu verfolgen. Das bieten mittlerweile zahlreiche Internetplattformen z.T. schon seit Jahren an. Vielmehr kann jeder in die Portfolios investieren und damit auf den Erfolgszug einzelner Trader aufspringen, ohne mühsam jede Transaktion händisch nachverfolgen zu müssen oder teure Anlegerbriefe von sog. selbsternannten Gurus kaufen zu müssen. Die wirkliche Innovation oben beschriebener Plattform sind also die sog. „Wikifolios“. Und damit treten die Wikifolios in direkte Konkurrenz zu Fondsgesellschaften und Vermögensverwaltungen. Nur mit dem Unterschied, dass alles viel transparenter ist und im Gegensatz zu Vermögensverwaltungen auch keine nennenswerten Mindestanlagebeträge nötig sind, um dabei zu sein.

Der Weg zum „eigenen“ Wikifolio ist dabei kurz. Nach der Veröffentlichung muss ein wikifolio „Stimmen“ der Community sammeln und eine redaktionelle Prüfung über sich ergehen lassen. Hat es diese Hürden genommen, bekommt es eine eigene Wertpapierkennnummer (ISIN) und wird damit bei führenden Banken und Online-Brokern handelbar. Bereits zum Launch gibt es über 1.000 Anlagestrategien (sogenannte „wikifolios“) auf wikifolio.com – täglich kommen mehr dazu. Anleger können ihre wikifolios aktuell aus einem Anlageuniversum von über 2.500 Aktien und ETFs (Exchange Traded Funds) zusammenstellen.

Bei wikifolie handelt es sich um eine Innovation made in Österreich. wikifolio.com wurde von einem Gründer-Team rund um Andreas Kern in Wien (Österreich) entwickelt. Starke Unterstützung kommt aus Deutschland: VHB digital (www.vhbdigital.de), die Beteiligungsgesellschaft der Verlagsgruppe Handelsblatt und des Inkubators crossventures, ist an wikifolio.com beteiligt. Deshalb verwundert auch nicht, dass Handelsblatt & Co. das Konzept derzeit pushen. Als Ex-Banker bin ich begeistert, dass durch innovative StartUps immer mehr Bewegung in die „Finanzlandschaft“ kommt.

Natürlich werden Wikifolios dabei sein, die große Vorschusslorbeeren bekommen werden und anschliessend die Anleger hinsichtlich der Performance enttäuschen werden. Aber durch die enorme Transparenz o.g. Plattform wird sich die Spreu vom Weizen immer mehr trennen und sich immer mehr die Anlageprofis herauskristallieren lassen, die in guten wie in schlechten Börsenzeiten überdurchschnittlich gute Ergebnisse erzielen werden. Das wird die Anleger freuen und anderen Mitbewerbern nicht schmecken. Vor allem die sog. Gurus, die die Anleger mit teuren Börsenbriefen abzocken wollen, werden es immer schwerer haben. Und das ist auch gut so.

4 Responses to Wikifolio ermöglicht reale Investments in die Portfolios der besten Trader

  1. […] Währungen oder StartUps, die den internationalen Zahlungsverkehr revolutionieren wollen. Mit Wikifolio ist letztes Jahr ein StartUp an den Start gegangen, das die Banken als Wertpapierberater und […]

  2. […] ihrem Start im Jahr 2012 berichte ich hier im Blog über die Social Trading Plattform “Wikifolio”, die sich längst als Marktführer in […]

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