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Wird Coden bald zum Breitensport?



Bildquellenangabe: Gerd Altmann / pixelio.de

Programmierer können in vielen Branchen und Anwendungsgebieten noch gute Honorare kassieren. Aber Achtung: Auch diese Zunft steht vor einem schwerwiegenden Wandel. Denn immer mehr kluge Wissenschaftler und Programmierer suchen nach Wegen, dass auch „Hänschen klein“ programmieren kann. So hat z.B. Sep Kamvar vom MIT Media Lab mit einem Team die Programmiersprache „Dog“ entwickelt, die Nutzern eine einfache und intuitive Möglichkeit bietet, selbst soziale Interaktionen im Web zu programmieren.

TR erläutert kurz die Funktionsweise: „Diese Software sorgt dafür, dass Codes in abstrakteren Programmiersprachen in die grundlegenden Befehle übersetzt werden, die der Computer versteht. Unter den ersten Demo-Programmen sind ein Twitter-artiger Nachrichtendienst und die Lernplattform „Karma“, die Nutzer in ihrem eigenen sozialen Netzwerk einsetzen können.“

„Eine Beta-Version von Dog will Kamvar in den nächsten Monaten veröffentlichen. Die Programmiersprache wird quelloffen (open source) und gratis sein, so dass andere sie weiterentwickeln können. Im Moment ist Dog nur auf den Einsatz auf Servern zugeschnitten. Kamvars Gruppe ist aber bereits dabei, eine Client-Version zu erarbeiten, die auf dem Rechner eines Nutzers laufen kann.“

Ich bin nicht wirklich sicher, ob sich „Dog“ durchsetzen wird, dafür habe ich zu viel ähnliche Projekte schon scheitern sehen. Aber es wird ein Weg aufgezeigt, der, wenn er zu Ende gegangen wird, ans Ziel führen kann. Das ist davon abhängig, wie intensiv und nachhaltig die Open-Source-Gemeinde solch ein Projekt weiterentwickelt. Auf jeden Fall zeigt „Dog“, dass Programmierer immer mehr können müssen, um noch gute Honorare kassieren zu können.

So oder so ist der Trend zu leicht lernbaren Programmiersprachen nicht aufzuhalten. Wenn Steve Jobs mit iPod und iPhone Geräte entwickeln konnte, die kinderleicht zu bedienen sind, dann schaffen das die Open-Source-Programmierer auch, oder? Auf jeden Fall wird es bald Lernprogramme basierend auf dem Gamification-Ansatz geben, die auch Laien fit machen, in kurzer Zeit eine Programmiersprache zu lernen. Also liebe Programmierer, die „Einschläge kommen auch in Eurer Branche“ näher.

6 Responses to Wird Coden bald zum Breitensport?

  1. MJ sagt:

    Laien – nicht Leihen;

  2. Wow, ich habe immer überlegt, wie ich mehr Kommentare bekommen könnte. Jetzt weiß ich wie 🙂

    Werde mal prüfen, ob ich meine heiße Nadel etwas abkühlen kann 🙂

  3. of sagt:

    Alle Jahre wieder wird das Ende der Programmierer eingeläutet. Schon ein Office Macro zu bearbeiten stellt die meisten User vor Probleme.

  4. tomas sagt:

    So wie man mit Lego Bausteinen mit der eigenen Kreativität „bauen“ kann, wird man auch mit „Übersetzungscodes“ und Kreativität Applikationen „bauen“, die heute noch einen Programmierer in Lohn und Brot halten. Aber – so wie bei den Legosteinen, ( da ist es noch einfach )besitzt das wahre Wissen, wer weiß wie die Legosteine „gebaut“ sind.

  5. […] vorletzten Artikel habe ich meine Zweifel geäußert, ob sich “Dog” als Programmiersprache durchsetzen […]

  6. Hallo No Name und Tomas,

    ich glaube nicht, dass Programmierer zeitnah arbeitslos werden. Aber leichtere Programmiertätigkeiten werden in Zukunft seltener nachgefragt bzw. mit niedrigeren Preisen belohnt. Für komplexe Aufgaben werden auch noch länger gute Programmierer gebraucht.

    Wie später dargestellt, helfen den Laien SkriptKit und Co., Prototypen zu erstellen. Das erleichtert dann auch die Programmierarbeit für Profis.

    Gruss

    Burkhard

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