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Mio-Olio überzeugt mit exklusiver Platzierung am Point of Sale

Gut siebenhundert Millionen Tiefkühlpizzen pro Jahr werden in Deuschland konsumiert, das entspricht ca. elf Pizzen pro Bundesbürger. Allerdings schmecken die Tiefkühlpizzen häufig nicht so gut wie beim Pizzabäcker um die Ecke. Deshalb versuchen viele, die Pizza zu pimpen. Genau das haben auch die beiden Freunde Luigi Stella und Taner Gecer getan und Gewürz-Öle mit Knoblauch und Chili-Geschmack entwickelt, die auf die heißen Pizzen gegeben werden können. Soweit, so gut.

Anders als die Konkurrenz haben sich die Freunde allerdings entschieden, die Mio-Olio-Öle nicht in Flaschen, sondern in kleinen Portionsbeuteln zu verkaufen. Das hat den Vorteil, dass sie die Beutel zum kleinen Preis anbieten können und es den Kunden einfach machen, eine kleine Portion zu probieren. Noch besser: Am Point of Sale können die Portionsbeutel auf die bzw. neben der Tiefkühltruhe exklusiv positioniert werden. Damit sind sie der Konkurrenz den entscheidenden Schritt voraus. Mit diesem Argument haben die Gründer bei „Die Höhle der Löwen“ gepunktet.

Genauso überzeugt hat die Löwen, dass die Produkte ein Jahr (ohne Konservierungsstoffe) haltbar sind. So können große Mengen kostengünstig hergestellt werden. Auch bei den Margen haben die Löwen mit den Zungen geschnalzt (3 Cent Herstellkosten, 19 Cent Endverkaufspreis im Handel). Und zum Zeitpunkt des Pitches waren sie schon in knapp 100 Supermärkten positioniert. Mit der Bewertung waren nicht alle einverstanden, aber letztlich hat Ralf Dümmel den Zuschlag bekommen, für 30.000 Euro 25,1 % der Gesellschaftsanteile zu erhalten.

Aber warum sollten die Öle mit Geschmack nur für Pizzen verwendet werden? Genauso können sie für Pasta, Fleisch, Fisch oder Salat verwendet werden. Und deshalb haben die Gründer ein Kochbuch mit 90 köstlichen Produkten herausgebraucht. Sie verkaufen das Buch im Bundle mit jeweils 20 Postionsbeuteln Chili-Öl und Knoblauch-Öl. So können die Produkte sogar im Buchhandel verkauft werden. Entscheidend aber ist, dass die Produkte am Point-of-Sales des Lebensmitteleinzelhandels verkauft werden, nicht nur an der Pizza-Tiefkühltheke.

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