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Mit der Social Search-Funktion bindet hotelsnapper erstmals die Facebook-Community in die Hotelsuche ein

Als StartUp ist es nicht leicht, die richtige Positionierung zu finden. Diese Erfahrung musste auch Manuel Apitzsch von hotelsnapper.de machen. Wie bereits in meinem Beitrag am 5.08.2010 hier im Blog berichtet, wollte sich hotelsnapper als führendes Hotelpreisverhandlungsportal im deutschsprachigen Raum positionieren. Schon wenige Monate entschied Manuel Apitzsch, die Möglichkeit, individuell die Preise mit Hotels zu verhandeln, „einzufrieren“. Auf Anfrage erläutert das Manuel wie folgt: „Hier möchten wir mit einem gelernten Modell (Preisvergleich) genügend Traffic auf unserer Seite aufbauen, um dem einzelnen Hotelier, der die Verhandlung anbietet ab dem ersten Tag schon Buchungen bieten zu können….Die Preisverhandlung haben wir zunächst auf Eis gelegt. Sie wird aber im nächsten Jahr wiederkommen.“

Übersetzt heißt das, dass wohl nicht genug Hotels in der Anfangsphase mitmachen wollten, weil der Traffic zu gering war. Insofern entschied sich Manuel dazu, mit der Hotelsuchmaschine trivago zu kooperieren und ebenfalls zur Metasuchmaschine für Hotelsuchende zu werden. Doch wie kann man sich jetzt von dem Dickschiff trivago abgrenzen, die nicht nur viel mehr Marketingpower an den Tag legen, sondern mit der Trivago-Bewertung ein USP vorzuweisen haben, das nicht einfach durch eine bessere Suchmaske oder Suchtrefferanzeige geschlagen werden kann. Was kann man also tun, um mehr Power als ein starker Kooperationspartner an den Tag zu legen? Man holt sich einen noch größeren Kooperationspartner ins Boot und entwickelt eine Neuheit mit echtem Mehrwert. Und genau das will jetzt hotelsnapper gelungen sein, wie es im Blog diese Woche stolz verkündet hat:

„Mit der neuen Social Search-Funktion … bietet hotelsnapper Nutzern die Möglichkeit, auf die Erfahrungen von Facebook-Freunden zu vertrauen. Einmal mit Facebook verbunden, kann der User beim Hotelvergleich auf www.hotelsnapper.de auf Anhieb sehen, welche seiner Freunde schon einmal in dem entsprechenden Hotel eingecheckt haben und wem die Unterkunft gefallen hat. Und so funktioniert die neue Social Search-Funktion: Auf www.hotelsnapper.de muss der Nutzer sich zunächst mit Facebook verknüpfen: Der Klick auf „Verbinden“ erlaubt hotelsnapper, die Check-Ins und Likes der Facebook-Freunde in der Hotel-Ergebnisliste darzustellen. Während der Hotelsuche kann der User nun auf den ersten Blick die Anzahl der bei Facebook registrierten Check-Ins und Likes sehen. Ein Foto von einem oder mehreren Freunden hinter dem jeweiligen Symbol verrät, wer bereits dort war und wann er in der Hotel eingecheckt hat. Erscheint das Foto auch hinter dem „Daumen hoch“-Symbol, hat ihn das Hotel überzeugt.“

Noch ist das neue Feature derzeit auf alle größeren Städte innerhalb Deutschlands begrenzt, soll jedoch bei positiver Resonanz und Nachfrage flächendeckend auch für die Hotelsuche in anderen Ländern verfügbar sein. Profitieren können von de Social Search Funktion insbesondere die sog. Konnektoren, die also bei Facebook viele Kontakte haben. Das ist praktisch, denn diejenigen können auch am ehesten hotelsnapper wachküssen und schnell bekanntmachen. Wenn das Konzept aufgeht, werden natürlich schnell andere Anbieter auf den Karren aufspringen und ähnliche Funktionen anbieten. Das ist eben das Schicksal von StartUps, nicht einmal, sondern mehrfach hintereinander den Großen immer einen Schritt voraus zu sein. Top, die Wette gilt.

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