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Max Zorno: Die Zukunft des Fachhandels

Durch Robbie bin ich auf zwei sehr interessante Artikel von Max Zorno zur Zukunft des Fachhandels gestossen, die ich hier gerne kurz zusammenfasse und kommetiere sowie mit praktischen Beispielen ergänzen will:

  1. Viele traditionelle Fachhandelsgeschäfte werden sterben
    Vor dem Internetzeitalter hatten viele Fachhändler ein regionales „Monopol“. Wenn man sich neue Möbel kaufen wollte, hat man i.d.R. das erste „Möbelhaus am Platz“ besucht und sich dort eingedeckt. Durch das Internet ist die Welt sehr transparent geworden und man kann überregional einen Preisvergleich durchführen. Jetzt kauft man nur vor Ort, wenn andere Leistungen, wie z.B. gute Beratung, den Mehrpreis des Händlers vor Ort rechtfertigen. Es gibt zwar immer noch Menschen, die ohnen vorherige Recherche beim Einzelhändler vor der Tür einkaufen, aber die Zahl ist zu klein, um damit eine Existenz zu sichern.
  2. Der stationäre Verkauf lebt weiter – aber in zwei gänzlich anderen Ausprägungen als heute
    Aus Sicht von Max Zorno hat der Einzelhandel, der nicht mit leicht verderblichen Waren handelt, zwei Möglichkeiten, um zu „überleben“: Erlebniseinkauf oder Kostenführer.
    Viele Kunden wollen heute mehr, als nur im Geschäft günstig Produkte einzukaufen. Sie wollen etwas erleben. Ein gutes Beispiel dafür ist das Nivea-Haus. Hier kann man sich wie in einer Wellness-Oase verwöhnen lassen mit Nivea-Produkten und wird dadurch animiert, diese Produkte in Zukunft wieder zu kaufen. Weitere Beispiele sind z.B. die Vinothek von BASF oder Elvis Parsley, der rockende Gemüsehändler.
    Die zweite Möglichkeit besteht darin, Preisführer zu werden und alle „unnötigen“ Kosten zu vermeiden. ALDI ist diesbezüglich immer noch die Benchmark. Als ein Beispiel fallen mir spontan Bulk Barn oder die Discount-Bäckereien ein.
  3. Beratung wird kostenpflichtig
    Die Reisebüros machen es vor. Nachdem die Fluggesellschaften keine internen Provisionen mehr bezahlen, müssen die Reisebüros die Buchungsgebühr vom Kunden verlangen. Dieses Prinzip wird sich auf viele Branchen ausdehnen. Ich habe mal von einem Händler für Musikinstrumente gelesen, der Produkte günstiger verkauft, wenn sie ohne Beratung und Service verkauft werden.
  4. Die Handelskette wird kürzer: Händler werden zu Herstellern
    Immer mehr Hersteller verkaufen direkt vom Werk ab. Ein gutes Beispiel ist die Rapp-Brauerei. Umgekehrt kann natürlich auch der Hersteller zum Händler werden. Ein gutes Beispiel ist der Fahrradhändler Brügelmann. Er verkauft mittlerweile hauptsächlich Fahhräder nach Maß unter eigenem Namen. Ein anderes Beispiel sind die Brüder Lunge (Betreiber von Sportgeschäften), die zukünftig selber Laufschuhe herstellen wollen. Hier im Blog haben wir auch über die Parfümerie Albrecht und Kiehl´s-Apotheke berichtet, die vom Händler zum Hersteller wurden.
  5. Das Internet wird zum Spezialitätenladen
    Wenn es immer mehr Preisführer im stationären Handel geben wird, bei denen man die Produkte gleich kaufen kann und der Umtausch auch einfacher ist, werden viele Internetshops Problemen bekommen. Aber gerade hier liegt die Chance der Spezialisierung. Für viele Spezialprodukte lohnt es sich nicht, ein Geschäft zu eröffnen, sondern im Internet zu verkaufen.

20 Responses to Max Zorno: Die Zukunft des Fachhandels

  1. Das ist hier alles sehr bedauerlich und oberpeinlich. Hilfe für Ahnungslose? Ja, hier: Wir empfehlen vor allem dem sehr eigennützig schaumschlagenden „Herrn Zorno“ dringend die Kontaktaufnahme zum HDE, Köln.
    Denn: Die Probleme des Fach- oder Einzelhandels haben sehr, sehr lange vor dem „Internet-Zeitalter“ auf der berühmten grünen Wiese begonnen, ein regionales Monopol kannte bestenfalls noch die gute alte Tante Emma(!) – die vom Tante-Emma-Laden, schon mal gehört?
    Und zu Punkt 5, linksherum und rechtsherum, aber bitte gleichzeitig!

  2. Hallo lieber Kommentator,

    ich war ehrlich gesagt nahe dran, deinen Kommentar nicht zu veröffentlichen, da deine angegebene Webadresse nicht korrekt ist. Die Blogikette verlangt einfach eine gewisse Fairness. Dazu gehört auch, sich im Ton zu zügeln und möglichst konstruktive Kritik zu äussern.

    So ein pauschales Geseiere, wie du es an den Tag bringst, bringt keinen weiter. Also sag doch bitte konkret, was dir nicht gefällt und wie du die Zukunft siehst. Ich verstehe dieses Blog als Platz für gewinnbringende Ideen. Dazu gehört einfach auch eine fehlertolerante Kultur. Die Leser hier sollen die Freiheit haben, neue Ideen zu äußern, ohne gleich abgekanzelt zu werden.

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