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Slow Food: Die Gegenbewegung zu Fast Food erhält immer mehr Anhänger

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Die Ursprünge der Slow Food Bewegung liegen im italienischen Südtirol in den 80iger Jahren. Einer der Auslöser war der Methanol-Skandal 1985/86 rund um den italienischen Wein. Die Mitglieder dieser Bewegung bemühten sich um die Erhaltung der regionalen Küche mit den heimischen Produkten, Tieren und Pflanzen und deren lokaler Produktion. Aus dieser regionalen Bewegung ist eine internationale Vereinigung mit der Bezeichnung „Slow Food“ geworden, die Ihren Sitz in Paris hat. Ziel ist es, eine Gegenbewegung zur Fast Food Bewegung zu gründen. Mittlerweile zählt sie über 80.000 Mitglieder in über 100 Ländern auf allen Kontinenten. Das Logo von Slow Food ist die Schnecke – Symbol der Langsamkeit, aber auch genießbar.

In Deutschland wurde 1992 eine Sektion gegründet, die inzwischen rund 7.300 Mitglieder (Anfang 2004: 4.800) hat und in derzeit mehr als 60 Convivien gegliedert ist. Die größten Convivien sind mit jeweils mehr als 300 Mitgliedern München, Mainfranken-Hohenlohe, Berlin und Münster. Ziele und Aktivitäten von Slow Food Deutschland werden auf der Webseite wie folgt beschrieben:

  • Ist eine weltweite Vereinigung von bewussten Genießern und mündigen Konsumenten, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, die Kultur des Essens und Trinkens zu pflegen und lebendig zu halten.
  • Fördert eine verantwortliche Landwirtschaft und Fischerei, eine artgerechte Viehzucht, das traditionelle Lebensmittelhandwerk und die Bewahrung der regionalen Geschmacksvielfalt.
  • Bringt Produzenten, Händler und Verbraucher miteinander in Kontakt, vermittelt Wissen über die Qualität von Nahrungsmitteln und macht so den Ernährungsmarkt transparent.

Besonders viel Wert wird darauf gelegt, dass Slow Food eine Non-Profit-Organisation ist, die auf strikt ehrenamtlicher Basis arbeitet. Also ein „Idealverein“ im klassischen Sinne. Der Erfolg beruht auf der ehrenamtlichen Arbeit der Mitglieder vor Ort. Slow Food kann nicht mit Bio gleichgesetzt werden. Zwar ist ein Großteil von Slow Food auch Bio-Food, aber längst nicht alles. Vielmehr geht es darum, die Vielfalt der regionalen Genusserlebnisse zu erhalten.

Um die Arbeit der Organisation bekannter zu machen und Berührungsängste abzubauen, fand vom 15. – 17.6.2007 die erste Slow Food Messe in Deutschland statt, nachdem es in Italien schon seit vielen Jahren solch eine Slow Food Messe gibt. Noch war das Angebot überschaubar und es konnte auch nur eine kleine Messehalle mit ca. 200 Ausstellern gefüllt werden, aber die Resonanz war sehr gut. Besonders gut gefielen mir die Seminare in Kombination mit Verkostung.Jan Theofel hat einen guten Bericht über seinen Besuch der Messe geschrieben.

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