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KidsVerbraucherAnalyse 2007: Medienjunky, markenbewusst, selbstbestimmt und fitnessorientiert

Seit 1993 ist die KidsVerbraucherAnalyse (KidsVA) laut dem Herausgeber die wichtigste Studie zum Verbraucher- und Medienverhalten der jungen Zielgruppe. Für die KidsVA 2007 wurden im Zeitraum Mitte Februar bis Anfang April 1.588 Kinder im Alter zwischen 6 und 13 Jahren über ihr Medien- und Konsumverhalten befragt. Besonders für Unternehmer, die Produkte und Leistungen für Kids anbieten, ist diese Studie sehr aufschlussreich. Die wichtigsten Ergebnisse will ich hier kurz zusammenfassen:

  • Trotz Internet lesen 3,9 Millionen Kiddies (= 68 Prozent in der befragten Altersgruppe) regelmäßig mindestens eins der 40 Kindermagazine, die mindestens monatlich erscheinen und eine durchschnittlich verkaufte Auflage von 30.000 Exemplaren haben. Das sind 3,6 % mehr als im Vorjahr. Mädchen lesen häufiger als Jungs diese Magazine.
  • Das „Micky Maus-Magazin“ konnte seine Spitzenposition mit einer Reichweite von 11,8 Prozent verteidigen, gefolgt von „Disney Lustiges Taschenbuch“ (5,9 Prozent), dem Pferdemagazin „Wendy“ für Mädchen und dem Wissensmagazin „Geolino“ (5,5 Prozent).
  • Über die Hälfte (55 Prozent) der Erziehungsberechtigten gaben an, mit in die Zeitschriften zu schauen; besonders häufig in das „Micky Maus-Magazin“, „Geolino“ und „Löwenzahn“. Weitere Mitleser sind die Geschwister (56,8 Prozent).
  • Insgesamt naschen die Kinder weniger. Gaben zu Beginn des neuen Jahrtausends noch fast die Hälfte aller Kinder an, mehrmals pro Woche Bonbons zu lutschen, so sind es inzwischen nur noch 41 Prozent.
  • Auch bei Getränken greifen die Kinder immer öfter zum Mineralwasser als zur süßen Limo oder Cola. Die stillen oder kohlensäurehaltigen Wasser (71 Prozent) lösen damit sogar Fruchtsäfte (70 Prozent) als Top-Durstlöscher ab. Es folgen Milch (68 Prozent), süße Limonaden (56 Prozent) und Colagetränke (25 %).
  • Auch der Trend zu Sport nimmt wieder zu, insbesondere Radfahren, Fußballspielen und Schwimmen.
  • Während die 6- bis 9-Jährigen noch überwiegend traditionelles Spielzeug in ihren Kinderzimmern haben (Puzzle-Spiele (75 Prozent), Plüsch-und Stofftiere (69 Prozent), Spielekästen (57 Prozent) und Puppen (46 Prozent). Aber auch Handspielgeräte wie der Game-Boy (38 Prozent)), sind die PC-Gabmes bei den 10- bis 13-Jährigen die Favoriten, gefolgt von Handspielgeräten (49 Prozent – 2005: 45 Prozent) und Konsolenspielen (42 Prozent – 2005: 31 Prozent).
  • 2,1 Millionen Kinder (37 Prozent) nennen inzwischen ein Handy ihr eigen. Dabei sind überwiegend die 10- bis 13-Jährigen Besitzer eines der begehrten Geräte (62 Prozent). Dagegen können sich die 6- bis 9-Jährigen trotz massiver Wünsche (48 Prozent von ihnen wünschen sich ein Handy) bei den Eltern (ausnahmsweise) nur wenig durchsetzen. Gerade 11 Prozent besitzen ein Handy. Gerne werden Prepaid-Karten (82 Prozent) zur Kostenkontrolle benutzt.
  • Für folgende Zwecke geben die Eltern für ihre Kinder viel Geld aus: Bekleidung (320 EUR), Handy (312 EUR) , Spielzeug (180 EUR). Beim Handy wird das Kind aber meist an den Kosten beteiligt.
  • Besonders beim Outfit zeigen sich die Kinder sehr markenbewusst. In den letzten Jahren nahm generell die Verwendung von Duschgel, Cremes, Haarpflegeprodukten oder Parfums bei Kindern zu. Dabei haben immer mehr von ihnen ihre eigenen Produkte im Bad stehen. Ebenso zeigt sich bei Nahrungsmitteln und Süßigkeiten, dass die Kinder die Marken bekommen, die sie mögen und wollen.
  • Geht es konkret um Einkäufe für den Nachwuchs, ziehen die Eltern in der Regel ihre Kinder mit zu Rate. Besonders bei Spielwaren (78 Prozent), Bekleidung (72 Prozent) und Schuhen (69 Prozent), aber auch bei Sportausrüstung (55 Prozent) und Lebensmitteln (49 Prozent) bestimmen die Kinder was gekauft wird. Darüber hinaus sind sie an Entscheidungen beim Besuch von Freizeitparks (77 Prozent), der Urlaubsplanung (40 Prozent) oder der Anschaffung neuer Möbel (23 Prozent) aktiv beteiligt.
  • Über 1,5 Milliarden Euro regelmäßige Geldzuwendungen und fast eine weitere Milliarde Euro an Geldgeschenken (Geburtstag, Weihnachten, Ostern) können die 5,76 Millionen Kinder im Jahr ausgeben. Monatlich gibt es durchschnittlich 22,11 Euro Taschengeld (Vorjahr 20,47 Euro) und zum Geburtstag und an Weihnachten zusammen 152 Euro Bares auf die Gabentische (Vorjahr 145 Euro). Auch der Osterhase brachte neben Eiern noch im Schnitt 17 Euro mit.
  • Auf fast vier Milliarden Euro beläuft sich inzwischen das Sparvermögen der Kids. Das sind 692 Euro pro Kind.
  • Für den Kauf von Kleinigkeiten im Alltag ist das Taschengeld da. Wie in der Vergangenheit fließt es vor allem für Süßigkeiten (57 Prozent) und Eis (35 Prozent), gefolgt von Zeitschriften/Magazinen (34 Prozent) und Getränken (30 Prozent). Dabei darf schon die Mehrheit der Jüngsten (54 Prozent) frei entscheiden, wofür sie ihr Geld ausgeben.

Noch mehr Infos gibt es in der Pressemitteilung von Egmont Ehapa Verlag GmbH. Der ausführliche Berichtsband zur KidsVA 2007 kann gegen eine Schutzgebühr von 39 Euro unter www.ehapa-media.de bestellt werden.

5 Responses to KidsVerbraucherAnalyse 2007: Medienjunky, markenbewusst, selbstbestimmt und fitnessorientiert

  1. […] Tagesgeld und Festgeld sowie Sichteinlagen in Form von Guthaben auf Girokonten sowie Sparbücher und Sparbriefe zählen in Deutschland zu den beliebtesten Sparformen. Besonders Tagesgeld und Festgeld verdrängen dabei immer mehr das altbekannte Sparbuch, auf welchem deutsche Sparer aber nach wie vor immer noch Milliardenbeträge bunkern. So berichtet zum Beispiel best-practice-business.de in einer Auswertung der „KidsVerbraucherAnalyse 2007“, dass sich alleine das Sparvermögen von Kindern und Jugendlichen derzeit auf fast vier Milliarden Euro beläuft, wovon wohl ein Großteil auf Sparbüchern und Sparbriefen herumschlummert. In Punkto Sicherheit haben all diese Sparformen vom Sparbrief bis zum Tagesgeld aber eines gemeinsam: gehört die kontoführende Bank dem Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken an bzw. handelt es sich um eine Volksbank oder Sparkasse, dann sind sowohl die Einlagen der Kunden als auch die erzielten Zinserträge so hoch abgesichert, dass man die Anlageformen als absolut sicher bezeichnen kann. Lediglich bei kleineren Banken, welche keinem der genannten Sicherungssysteme angehören, sollten Sparer Vorsicht walten lassen, denn hier sind die Einlagen nur über die gesetzliche Entschädigungseinrichtung deutscher Banken abgesichert und zwar zu 90 Prozent und maximal bis zu einer Höhe von 20.000 Euro. […]

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