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Wie sieht die Bank der Zukunft aus?

In einer zehnteiligen Serie hat die FTD Ideen für die Bank der Zukunft präsentiert. Dabei hat sie in der 8. Folge einen Blick über den Tellerrand gewagt und Trends in anderen Ländern beleuchtet. Demnach stellen sich viele Banken im Ausland besser auf bestimmte Zielgruppen ein und entwickeln dafür individuelle Angebote: In Korea werden neue Impulse insbesondere im Onlinebanking geschaffen, die spanischen Banken entdecken die Auswanderer als Zielgruppe und in Süd Afrika werden Produkte für Einkommensschwache angeboten.

Und was läuft jetzt konkret in Deutschland schief? Warum habe ich den Eindruck, dass die Welt hier mindestens 10 Jahre stehengeblieben ist. Aus meiner Sicht lassen sich die Banken zu wenig von anderen Branchen inspirieren. Nach Ansicht von Johannes Bussma von Booz Allen Hamilton müssen Bankprodukte viel stärker nach den Gesetzen der Konsumgüterindustrie vermarktet werden. Das wird höchste Zeit, weil immer mehr Handelsketten wie Tchibo, Lidl und C&A ins Retailsbanking einsteigen.

Zudem sorgen Peer-to-Peer-Lending Plattformen dafür, dass die Banken überflüssig werden. Falls die Banker noch nach Anregungen sorgen, dann empfehle ich folgende Artikel aus diesem Blog:

4 Responses to Wie sieht die Bank der Zukunft aus?

  1. Joe Fischler sagt:

    Ich denke, die deutschen Banken sind (wie die österreichischen) noch in der Basel II- bzw. MiFID-Starre und machen derzeit einfach gar nichts. Das nennt man dann wohl Vogel-Strauß-Politik. Trotzdem gehts eine Zeitlang weiter, denn noch sind Banken wirklich „Banken“, wenns um den Gewinn geht. Am Beispiel der GE Money Bank oder der DENIZ Bank sieht man aber, wie ausländische Institute erfolgreich in den heimischen Markt eindringen. Als Ex-Banker hab ich irgendwann keine Zukunft mehr in der klassischen Bankenszene gesehen. Kennt man die Strukturen, wäre es eigentlich Zeit für etwas GANZ ANDERES als Banken. P2P Lending ist eine Alternative, wird meiner Meinung nach aber an der mangenden privatseitigen Investitionsbereitschaft auf der einen (die wirklich Geld haben, halten sich nicht unbedingt mit Kleinkram auf, und spätenstens nach den ersten Kreditausfällen ist das Thema erledigt) sowie persönlichen Vorbehalten auf der anderen Seite scheitern. Die Bank hat mit ihrer Abstraktheit einen „neutralen Touch“, und es macht Menschen weniger aus, sich von dort Geld zu leihen, und wird letztendlich nicht so einfach ersetzbar sein. Insgesamt ein unglaublich vielfältiges und volkswirtschaftlich anspruchsvolles Thema!

  2. Bank der Zukunft sagt:

    … Burghard Schneider beschäftigt sich in seinem Best Practice Business Blog mit der Frage, wie die Bank der Zukunft aussehen könnte. Neben einer sehr guten Linksammlung stellt er auch aktuelle Branchenprobleme dar. …

  3. Dejan N. sagt:

    Daß die Banken stehen geblieben sind, und sich nicht weiterentwickeln gibt zumindest die Tatsache wieder, daß sie nur bis 15.00 Uhr arbeiten. Außer Donnerstag bis 17.00 Uhr.

    Sicher gibt es die Möglichkeit mittels Bankomatkarte noch Geld abzugeben, bei Fragen kann die Maschine jedoch nicht antworten.

    Erst jetzt hat die BAWAG ein neues Konzept, wo sie längere Öffnungszeiten haben.
    Hauptsache es wird bei Ladenöffnungszeiten diskutiert, ob es bis 20.00 oder bis 22.00 Uhr oder durchgehend offen sein soll.

    Warum haben Banken nicht Samstags offen?
    Warum bieten Sie vorwiegend eigene Bankprodukte an?
    Warum wird der Bausparvertrag seit 50 Jahren auf die selbe Weise verkauft?

    Wie gesagt ist es in AUT so, in BRD weiß ich es nicht genau.

    Auf jeden Fall sollte einiges geändert werden.
    Und Brötchen kaufen wäre zwar nicht zwingend notwendig, aber ein bisschen Kreativität wäre doch angebracht.

  4. […] des Frauenhofer Instituts db research – Auswirkungen des Web 2.0 auf Finanzdienstleister (PDF) Best-Practice-Business-Blog – Wie sieht die Bank der Zukunft aus? Bookmarken bei: Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste […]

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