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Buchbesprechung (Teil 3): 100 Produkte der Zukunft: Schotter-Rasen

Im Jahr 2006 gab es den offiziellen Startschuss für das Projekt „Green Concrete (Grüner Beton)“. Zwölf Partner aus drei Ländern arbeiten seitdem daran, aus Abrissmaterial eine begrünbare Oberflächenbefestigung für Parkplätze zu entwickeln, kurz „Schotter-Rasen“ genannt. Die neue Parkplatzbefestigung soll gleich fünf Ziele erreichen, wie ich einer Meldung im Innovationsreport entnehmen kann:

  1. Die beteiligten Baustoff-Recycling-Firmen suchen eine Anwendungsmöglichkeit für bislang unverkäufliche Materialien aus dem Hochbauabriss. Z.B. fielen alleine in Wien im vergangenen Jahr rund 4 Millionen Tonnen Baurestmassen an – Tendenz steigend.
  2. Schotterrasen ermöglicht die Versickerung von Regen. Die zum Teil schon überstrapazierten oder sogar übergehenden Kanäle sollen entlastet und das Grundwasser erneuert werden.
  3. Schotterrasen ist ein Lebensraum im Gegensatz zu toten Asphalt- und Betonwüsten. Eine Vielzahl an Pflanzen, Insekten und Bodenorganismen, die auch für den Schadstoffabbau von größter Bedeutung sind, sollen hier ihr zu Hause finden.
  4. Der Bau von Schotterrasen ist denkbar einfach, weil einschichtig, das Material kostengünstig. Schotterrasen soll vor allem auch eine ökonomische Alternative zur üblichen Bodenversiegelung mittels Asphalt für Bauherrn und Baufirmen sein.
  5. Der grüne und blühende Schotterrasen soll das Stadtbild bereichern und die hohen Temperaturen durch Verdunstung abmildern. Das führt zu höherem Wohlbefinden und besserer Gesundheit.

Wer mehr über das Projekt und die Ergebnisse lesen will, der kann hier und hier vorbeischauen. Ich verfolge immer öfters den Trend, dass Natur und Technik von Menschenhand miteinandern verschmilzen. Damit können die Vorteile beider Elemente zum Nutzen der Menschheit kombiniert werden. Mal schaußn, was uns hier noch alles „blüht“.

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