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Sparsamkeit und Long Tail beherrschen diese IAA

Weniger ist dieses Jahr mehr auf der IAA. Es gibt weniger Besucher, weniger Aussteller und viele Stände sind deutlich kleiner als früher. Dafür gibt es auch weniger Gedränge. Ich kann mich nicht daran erinnern, dass in der Festhalle bei Daimler jemals so wenige Leute sich die Nase platt gedrückt haben, wie dieses Jahr. Das Highlight hat sich aus meiner Sicht auf die andere Seite des Frankfurter Messegeländes verschoben:

Die Halle 11, die Heimat von BMW, war am spektulärsten, weil ständig Autos auf der Galerie entlang fuhren und man den Benzingeruch bis unten riechen konnte. Und in dieser Halle hatte man auch den Eindruck, dass man herzlichst willkommen ist. So gab es eine Wasserstation, es wurden Glückskekse verschenkt, man konnte Erinnerungsfoto schießen lassen und auf der Bühne war fast ständig etwas los. Was ist nur mit Daimler los? Die hatten doch früher genau all das zu bieten, jetzt nur noch leere Hallen.

Insgesamt bestimmt auch dieses Jahr der Long-Tail-Trend die IAA. Spannend sind eher die Nischenautos, die man nicht jeden Tag auf den Straßen sieht. Dazu zähle ich nicht nur Wiesmann, sondern u.a. auch den Artega. Dieses Auto wird von einem Automobilzulieferer hergestellt, der bisher nur einzelne Schalter, Sensoren oder etwa die Uhren für Bentley und Rolls-Royce geliefert hat und nun auch ganze Cockpits und Schalttafeln verkauft. Manchmal muss man eben zwei Schritte vorgehen, um einen Schritt weiter zu kommen.

Und was war mit den Elektroautos. Von einem großen Ansturm und Besucherinteresse habe ich nichts vernommen. Vielmehr wurde der Polo von VW so von den Besuchern umlagert, dass man mehr als 10 Minuten brauchte, um selber einmal probesitzen zu können. Die kleinen alltaugstauglichen Autos, die jetzt schon zu erschwinglichen Preisen zu kaufen sind, waren aus meiner Sicht die Stars der IAA. Kommt jetzt auch eine Aldisierung bei den Autos?

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