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Wie Kapersky Weltmarktführer für Virensoftware werden will

Auf meinem Rechner läuft Kapersky-Antivirensoftware. Deshalb habe ich das aktuelle mm-Interview mit dem Gründer und Firmenchef Jewgenij Kaspersky verschlungen. So habe ich erfahren, dass Kapersky 40 % des Gesamtumsatzes in Deutschland realisiert. Seiner Präsenz und berüchtigten Partys auf der Cebit verdankt er u.a. den großen Erfolg in Deutschland. Zudem hilft ihm die Herkunft. Viele Viren stammen aus Russland. Deshalb traut man dem ehemaligen KGB-Mitarbeiter mit seinem Team am ehesten zu, dieser Gefahr Herr zu werden.

Kapersky hat allerdings noch einen langen Weg zur Marktführerschaft vor sich. Der aktuelle Marktführer Symantec erlöst mit rund sechs Milliarden Dollar jährlich 15 mal so viel wie Kapersky. Dafür ist der Russe in den großen Märkten wie den USA noch nicht stark vertreten. Allerdings sind die Wachstumszahlen in Amerika mit mehr als 70 % Umsatzsteigerung pro Jahr mehr als ordentlich. Zudem versucht er in den großen Wachstumsmärkten (China, Indien, Arabische Länder) zeitnah eine Vormachtstellung einzunehmen.

Seine größte Wachstumshoffnung liegt allerdings in der Entwicklung von Antivirensoftware für Handies. Bis jetzt macht Kapersky damit nicht einmal ein Prozent Umsatz. Trotzdem setzt er darauf für die Zukunft und macht damit im mm-Interview einen wichtigen Wettbewerbsvorteil aus: „Viele Wettbewerber investieren nicht in mobile Antivirensoftware, weil das viel kostet und sich nicht sofort rentiert.“ In Unternehmen mit Investorenbeteiligung sei aber schnelle Rendite gefragt, deshalb fielen viele mobile Projekte der Konkurrenz flach. „Ich muss niemandem Rechenschaft ablegen, außer mir selbst“, freut sich Kaspersky.“

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