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3D-Printing-Car ist keine Fiktion mehr

Genau vor einem Jahr habe ich hier im Blog 10 Möglichkeiten präsentiert, wie 3D-Druck die Welt verändern kann. Viele Branchen sind sich noch nicht bewusst, wie sehr sich dadurch „ihre Welt“ verändern wird. Neben dem Internet gibt es eben noch andere Game-Changer. Und genau damit beschäftigt sich auch aktuell Rebecca Eisert im WiWo-Artikel „3-D-Druck – Maschinenbau öffnet Tür zur Zukunft“. Darin wird u.a. erwähnt, dass es gar nicht mehr so lange hin ist, bis ganze Autos aus dem 3D-Drucker kommen können.

Alexander George geht auf das 3D-Printing-Car in seinem Wired-Artikel „3-D Printed Car Is as Strong as Steel, Half the Weight, and Nearing Production“ näher ein. Der Vorreiter in diesem Segment ist Jim Kor, der seit einigen Jahren am 3D-Printing-Car „bastelt“. Das aktuelle Projekt trägt den Namen Urbee. Der Ansatz von Jim Kor, spritparende Autos herzustellen, besteht darin, das Gewicht des Fahrzeuges deutlich zu reduzieren, indem moderne, leichte Verbundstoffe für Karossorie und „Hülle“ verwendet werden. Zudem soll alles aus einem Stück gefertigt werden.

Eine große Herausforderung für Kor besteht darin, just in Time solch eine „Hülle“ herstellen zu können. Bei seinen ersten öffentlichkeitswirksamen Versuchen hat er insgesamt 2.500 Stunden gebraucht, um die Hülle herstellen zu können. Und auch die Preise sind noch stolz. Derzeit hat er vierzehn Aufträge, die er für 50.000 USD pro Stück abarbeiten kann. An diesen beiden Punkten ist zu erkennen, dass es noch ein weiter Weg ist, bis der Urbee zum bezahlbaren Auto für die Massen werden kann.

Aber der Urbee ist schon mehr als eine Fiktion. Denn schon Nascar-Teams haben nachgefragt, ob Kor ihnen helfen kann. Somit kann alles mit Kleinserien für Kunden beginnen, die genug Budget haben, um sich solche Lösungen leisten zu können. Das ist dann schon der erste Schritt zur Massenfertigung. Und es zeigt, dass 3D-Printing längst keine Spielerei mehr ist, sondern auch sehr komplexe Produkte damit hergestellt werden können. Die „Einschläge“ kommen für viele traditionelle Branchen näher. Deshalb werden wir uns auch hier im Blog näher mit 3D-Printing-Lösungen beschäftigen.

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