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Mercedes USA bietet auf Webseite Vergleich mit Konkurrenzfahrzeugen

Jeremiah Owyang hat schon im Jahr 2007 im Rahmen seines Artikels “Web Strategy: How to evolve your irrelevant corporate website” prophezeit, dass auf Firmenwebseiten der Zukunft auch Produkte der Konkurrenz dargestellt werden würden (mehr dazu hier). Ansonsten würde die Webseite an Bedeutung verlieren und die Nutzer dorthin wandern, wo dieser Vergleich möglich sei. Denken wir nur an Tripadvisor, die auch deshalb so groß geworden sind, weil hier keine Hochglanzfotos, sondern echte Fotos der Hotelgäste veröffentlicht werden. Oder denken wir an Versus, die den Produktvergleich leicht machen wollen.

Bis heute warte ich darauf, dass die Prophezeiung von Owyang eintritt. Zwar gab es schon einige Gehversuche in diese Richtung, wie z.B. von KarstadtQuelle (heute Ergo.Direkt), die bei einer Tarifabfrage auf der Firmenwebseite auch die Tarife der Konkurrenten angezeigt haben, aber das verlief schnell wieder im Sande. Und nun versucht sich Mercedes USA. der Mercedes Benz Passion Blog schreibt dazu:

„Bei Mercedes-Benz in Deutschland eher nicht geplant, doch auf den US-Seiten des Herstellers (MBUSA) ist nun der Vergleich der aktuell dort verfügbaren Varianten mit der Konkurrenz – direkt online – möglich. Neben Preisen gibt es u.a. einen Vergleich der Optik, Ausstattung, Maße oder Sicherheitsausstattungen zahlreicher Hersteller. Das wohl bei Mercedes-Benz einmalige Vergleichs-Tool … lässt die Fahrzeugpalette von Mercedes-Benz u.a. mit Marken von Audi, BMW, Aston Martin, Bentley, – aber auch Jaguar, Hyundai, GMC, Ford oder Porsche vergleichen.“

Noch fehlen mir bei diesem Vergleich wichtige Infos, wie z.B. Pannenstatistik, Kosten pro Kilometer inkl. Versicherung etc. Und mir fehlt, dass Kunden oder Experten zu diesen Vergleichen auf der Firmen-Webseite Stellung nehmen können. Denn auch das mahnte Owyang in seinem zukunftsweisenden Artikel an. Nur, wenn die Seite von Kunden, Mitarbeitern und anderen Stakeholdern zusammen erstellt werden würde, würde das Vertrauen der Besucher in die Inhalte wieder zurückkehren. Puh, das ist noch ein langer Weg, bis diese Prohezeiung eintritt.

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