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FordPass: Ford will die Kundenbeziehung von morgen neu gestalten

Autohersteller befinden sich derzeit im Transformationsprozess vom Produzenten zum Mobilitätsanbieter. Ein gutes Beispiel dafür ist Ford, die in diesen Tagen auf der North American International Auto Show (NAIAS) FordPass vorgestellt haben. Mit Hilfe dieser Plattform will der Konzern die Beziehung zu seinen jetzigen und künftigen Kunden auf eine neue Grundlage stellen. Vereinfacht gesagt soll FordPass für Fahrer und Besitzer eines Autos – egal welcher Marke – in etwa die gleiche Funktion übernehmen wie iTunes für Musikfans.

Das Kernangebot besteht darin, dass FordPass-Mitglieder automatisch Zugang zu einem umfangreichen Angebot an Mobilitätsservices bekommen. Dafür kooperiert Ford zum Beispiel mit Parkwhiz und Parkopedia – Smartphone-Apps, die das Finden von Parkplätzen erleichtern. Die FlightCar-App wiederum unterstützt bereits heute das Ausleihen und auch das Teilen von Fahrzeugen für die Reise. In Zukunft soll das Portfolio neben Car Sharing auch Mitfahrgelegenheiten, Transportdienstleistungen und vieles mehr vermitteln. Bezahlt werden können diese Dienstleistungen über FordPay.

Bei Baureihen, die bereits das Ford SYNC Connect-System an Bord haben, lassen sich zum Teil auch Systeme wie der Anlasser und die Zentralverriegelung bedienen oder die aktuellen Füllstände des Kraftstofftanks, des Motoröls und der Batterie sowie der Reifenluftdruck abrufen und die Position des Fahrzeugs lokalisieren. Bei Problemen mit dem Fahrzeug wird ein direkter Kontakt zur nächsten Ford-Werkstatt hergestellt. Aber auch der persönliche Kontakt soll intensiviert werden. Deshalb können die FordPass-Mitglieder jederzeit einen FordGuide via Telefon kontaktieren, ganz gleich, ob es sich um die Umgehung von Verkehrsstörungen handelt oder um Reservierungen entlang der Fahrtroute oder am Zielort. „Versüßt“ wird das damit, dass es bei vielen Partnern wie McDonalds und 7-Eleven Rabatte für die Mitglieder gibt.

Ein weiterer Bestandteil der neuen FordPass-Plattform sind besondere Showrooms (genannt FordHub) in Metropolen wie New York, San Francisco, London und Shanghai. In diesen zentral gelegenen Locations dreht sich alles um die Markenwelt und um das Markenerlebnis von Ford sowie um die Mobilitätsangebote des Konzerns. FordGuides informieren die Besucher zum Beispiel über das Mobilitätsangebot ihrer Stadtregion und stellen innovative Lösungen für ihre individuelle Fortbewegung oder auch besondere Events und Veranstaltungen vor. Anders als bei anderen Automarken sollen die Showrooms, die derzeit viele Hersteller in Innenstädten errichten, keine Verkaufsräume sein, sondern ein Platz, wo man mit den FordGuides persönlich in Kontakt treten kann.

Und wer kommt nun in den Genuss solcher Angebote und Serviceleistungen? In diesem Frühjahr sollen bestehende und zukünftige Kunden in den USA und Kanada Zugang zu FordPass erhalten. Anschließend soll die Plattform für weitere Regionen wie Europa, China und Brasilien verfügbar werden. FordPass soll damit ein wichtiges Element der Ford Smart Mobility-Strategie werden, mit der der Konzern in puncto Konnektivität, Mobilitätskonzepte, autonomes Fahren und Kundenerlebnis sowie Daten und Analyse neue Maßstäbe setzen will. Wir glauben, dass Ford mit dieser Strategie auf dem richtigen Weg ist. Jedes Unternehmen sollte ich überlegen, wie es eine „Service-Butler“-Strategie entwickeln kann, um den Kunden ständig Mehrwerte zu bieten und ständig im Kontakt bleiben zu können.

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