Fußball Start-Ups

Am Fußballboom z.B. während einer EM oder WM kann man auch als Start-Up gutes Geld verdienen, indem man Fan- oder Sportartikel verkauft. Dank moderner Technologien adressieren aber auch immer mehr StartUps Amateur- und Jugendmannschaften an, um das Training und die Spielanalyse ähnlich professionell wie bei Bundesligamannschaften durchführen zu können. Aber auch mit Tippplattformen, Zubehör und anderen Ideen können Start-Ups gutes Geld verdienen. Wir zeigen Ihnen in dieser Übersicht passende Erfolgsbeispiele der letzten Jahre.

Tracktics analysiert Bewegungsdaten mit Hilfe von Sensorgeräten
TRACKTCS hat ein System (bestehend aus Hard- und Software) entwickelt, das es Fußballteams und Spielern ermöglicht, athletische Leistungsdaten und taktische Bewegungsdaten zu messen, zu analysieren, und sich auf Basis von diesen zu verbessern. Die aufgezeichneten Daten sind z.B. zurückgelegte Distanz, Beschleunigung oder Höchstgeschwindigkeit. Tracktics bietet ein System an, das aus einem kleinen, tragbaren Sensorgerät pro Spieler und einer Online Plattform besteht. Ein Teamset für zehn Spieler kann schon unter 2.000 EUR angeboten werden. In wenigen Monaten soll nach einer erfolgreich absolvierten Testphase im Rhein-Main-Gebiet der Durchbruch gelingen.

tracktics

Fieldwiz bietet mobilen Fußballcoach an
Das Start-Up Fieldwiz hat die „Quantified Self“-Technologie entwickelt. Das Hardware-Tool besteht dabei aus einem streichholzschachtelgroßen, 45 Gramm schweren Messgerät, das der Spieler an einer Weste befestigen kann, um es während des Spiels tragen zu können. Das Gerät beinhaltet einen GPS-Sender sowie einen Beschleunigungsmesser. Am Ende eines jeden Spiels synchronisiert sich Fieldwiz über Bluetooth oder USB mit dem Smartphone. Via App oder Webseite kann man sich eine Hitzekarte anzeigen lassen, um zu sehen, in welchen Teilen des Feldes sich die Spieler wie intensiv bewegt haben. Zusätzlich werden die Zeit, die gelaufenen Distanzen sowie das Zeit-Distanzverhältnis eines absolvierten Spiels angezeigt. Per Replay-Funktion werden so die einzelnen Spielphasen jedes einzelnen Fußballspielers analysierbar. Die Besonderheit: Das Angebot soll im Vergleich zur Konkurrenz so günstig angeboten werden, dass es sich auch Amateur- und Jugendmannschaften leisten können.

Socca 360 entwickelt ebenfalls ein Spieleranalysesystem sowie eine Scoring-Card für Jugendspieler
Auch die Socca360 GmbH will ein professionelles Spieleranalysesystem für Jugend- und Amateurfußball zu bezahlbaren Preisen anbieten. Das mobile, ganzheitliche System besteht aus einem Tracking System, das in der Lage ist, automatisch eine unbegrenzte Anzahl an Spielern und Bällen gleichzeitig zu lokalisieren, einem Video-Erfassungs System, das eine unbegrenzte Anzahl an Spielern gleichzeitig einzeln auf Video aufnimmt und einer Analyse Software, die die verschiedenen Datensätze der Spieler und des Balls analysiert und schließlich die Ergebnisse der einzelnen Leistungs-Messungen bereitstellt. Im Endergebnis soll eine Scoring-Card für jeden Fußballspieler erstellt werden. Diese Geschäftsidee hat schon fünf Investoren überzeugt, die Anfang 2016 via Venturate 400.000 EUR zur Verfügung gestellt haben.

Fußball-Videoanalyse-Plattform Fubalytics
Die Fubalytics GmbH bietet (auch) Amateur- und Jungendmannschaften eine Fußball-Videoanalyse-Plattform im Internet an. Mit ihr ist es Trainern und Spielern möglich, ohne jegliche Zusatzsoftware, ihre Spiele hochzuladen und online selbst zu analysieren. Das Smartphone wird zum Aufnahmegerät. Die Trainer können auf diesen Weg mannschafts- und individualtaktische Mängel zum Beispiel bei Laufwegen, Positionen und Spielaktionen durch visuelle Aufarbeitung erkennen, visualisieren, beheben und die Gesamtleistung des Teams verbessern. Die Basisversion ist kostenfrei. Und mit der neu entwickelten Robocam können Spiele ohne Kameramann aufgezeichnet werden.

Impect will die Fußballstatistik revolutionieren
Der Ex-Fußballspieler Stefan Reinartz ist Mitgründer der Impect GmbH. Lange hat er mit seinem Team überlegt, welche statistischen Daten in Zukunft erhoben werden müssten, um der Spielstatistik mehr Aussagekraft verleihen zu können. Letztlich kommt es im Fußball darauf an, dass möglichst viele Gegenspieler mit einem Paß überwunden werden und so eine Torchance entsteht. Das nennen die Gründer Packing. Der Wert ist umso höher, umso mehr Spieler mit dem Paß „aus den Verkehr“ genommen werden. Stefan Reinartz hat es geschafft, die ARD davon zu überzeugen, Kunde von ihm zu werden und diese revolutionäre Spielstatistik in Zukunft zu verwenden. Zu den weiteren Kunden gehören der DFB sowie Borussia Dortmund, Bayer Leverkusen und RB Leipzig. Damit können die eigenen Spiele in Zukunft nicht nur besser analysiert werden, sondern auch das Scouting verbessert werden.

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Trainerstar.de will Fußballtrainer besser machen
trainerstar.de ist ein Online-Angebot, das sich seit dem Start 2015 an die über 475.000 deutschsprachigen Fußballtrainer richtet. Es bündelt alle relevanten Informationen zur täglichen Trainingsarbeit übersichtlich auf einem einzigen Portal. Kerninhalt sind die aktuell fast 400 Trainingsübungen, die meist mit einem 3D-Video versehen sind, detailliert Lauf- und Passwege aufzeigen und keine Fragen zur Trainingsübung offen lassen. Mit dem Trainingsgenerator lassen sich passende Trainingsübungen nach vorgegebenen Kriterien mit nur einem Klick finden. Die geplante trainerstar.de-App lässt sogar erstmalig auf dem europäischen Markt eine mobile Trainingsplanung zu. Auf Änderungen der Situation, wie z.B. kurzfristige Absagen der Spieler oder wetterbedingte Anpassung der Trainingsübungen, kann mit dem Smartphone sofort reagiert werden.

Tippster ist die digitale Plattform für Tippgemeinschaften
Gerade bei Fußballgroßereignissen wie EM und WM gibt es unzählige Tippgemeinschaften von Arbeitskollegen, Freunden und Bekannten. Mit Tippster gibt es dafür eine passende App, um die Tippgemeinschaften einfach zu initiieren und zu verwalten. Die Basisversion ist kostenfrei. Die Tippster Media Production UG (haftungsbeschränkt) wurde von den Studierenden Pascal Stulier, Philipp Csernalabics und Maximilian Petrie gegründet, um ihre Idee, eine digitale Plattform für Tippgemeinschaften zu Großveranstaltungen aller Art anzubieten, zu realisieren. Die Fußball Weltmeisterschaft 2014 diente als erste, große Testbühne für das Konzept, das auf gängigen mobilen Betriebssystemen sowie Internet-Browsern zur Verfügung gestellt wird.

Mit LiveLike VR können Fans in einem virtuellen Stadion gemeinsam zuschauen
LiveLike will mit Hilfe der VR-Technologie dabei helfen, dass Fans gemeinsam ein Fußballspiel anschauen können, obwohl sie weit auseinander wohnen.Dafür sollen die Nutzer in naher Zukunft nur noch die passende App herunterladen, das passende Sportereignis und einen Avatar wählen sowie ihre Freunde zum virtuellen Sporterlebnis einladen. Mit Hilfe der VR Brille haben Sie das Gefühl, im Stadion zu sitzen, genau neben ihren Freunden, auch wenn die weit entfernt sind. Sie können mit ihren Freunden chatten, sich das Spiel von verschiedenen Kameraperspektiven aus ansehen, Spielszenen wiederholen und Spielstatistiken einblenden lassen.

Schuhband xoopo macht den Spieler treffsicherer
Robin Trautz tüftelte lange, um seinen Fußballschuh zu „tunen“. Dafür zog er die Zunge seines Schuhs über den Schnürsenkelknoten und befestigte alles mit einem Klebeband, um einen besseren Halt zu haben und sein Ballgefühl zu verbessern. Zusammen mit seinem Arbeitskollegen optimierte er die Konstruktion und erfand das Schuhband. Die Weiterentwicklung ist mittlerweile ein Silikonband mit Versen-Schlinge und Drei-Punkt-Befestigung. Dadurch kann das Schuhband schnell befestigt und ohne Beschädigung wieder abgezogen werden. Damit ist der Spieler treffsicherer, wendiger und der Schuh hält länger. Das Band gibt es in vielen modischen Farben und macht damit fast jeden Fußballschuh zum modischen Unikat. Der Preis pro Schuhband liegt bei 29,90 bis 39,90 EUR. Unter der Marke „xoopo“ wird das Schuhband verkauft.

xoopo

5gegen2 Energydrink will die Fußball-Fankultur retten
Die Studenten Dirk Zimmermann und Tobias Meyer suchten nach einem Weg, Geld für Fußball-Amateurvereine und sinnvolle Faninitiativen einzusammeln. Es sollte sich dabei um ein nachhaltiges Projekt handeln. So wurde die Idee geboren, einen EnergyDrink auf den Markt zu bringen und alle Gewinne, die aus dem Verkauf des Getränkes resultieren, diesen Institutionen und Vereinen zu spenden. Konkret beträgt die kalkulierte Spende 20 Cent pro Flasche. Die Verwendungsmöglichkeiten für die Spenden können vielseitig sein: Ob die E-Jugend neue Trikots braucht oder die maroden Räumlichkeiten eines Fanprojektes renoviert werden – überall wo Fußball eine Herzensangelegenheit ist, möchte 5gegen2 helfen. „Starthilfe“ gab es durch eine Crowdfundinginitiative auf startnext.

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