Green Start-Ups

StartUps sind häufig erfolgreich, wenn sie Sinn stiften. Solche Start-ups sind attraktiv für Mitarbeiter und werden gerne von Sponsoren und Fans unterstützt. Und die Presse liebt solche Stories. Deshalb werden immer mehr Green StartUps gegründet, die für ein besseres Klima und eine bessere Welt sorgen wollen. Die Ansätze dabei sind sehr unterschiedlich. Das wollen wir in diesem Best-Practice-Special veranschaulichen: Egal ob das Klima in Städten verbessert wird oder Schüler spielerisch darin unterrichtet werden, ein nachhaltiges Ökosystem aufzubauen ode rzu schützen. Viele Wege führen nach Rom.

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Green City Solutions – CityTree
Die Firma Green City Solutions entwickelt innovative Lösungen für lebenswertere, zukunftsfähige Städte. Beim ersten marktfähigen Produkt handelt es sich um den CityTree. Der CityTree kombiniert aktuellste Internet-der-Dinge-Technologie (IoT) mit der natürlichen Fähigkeit spezieller Moos-Kulturen, Feinstaub, Stickoxide und dadurch große Mengen an CO2-Äquivalenten aus der Luft zu filtern. Vertikal an einer freistehenden Wand angebracht und durch die IoT-Technologie optimal versorgt, filtert das Moos 200 mal effektiver die Luft als alle anderen biogenen Lösungen am Markt. Dieser „CityTree“ ist aufgrund eines eigenen Wassertanks und einer eigenen Photovoltaikanlage mobil und flexibel im Raum aufstellbar. Auf die Wände können auch Logos abgebildet werden, so dass der City Tree dank Sponsoring finanziert werden kann.

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LeaseRad will Fahrräder geschäftstauglich machen
Die Firma Leaserad GmbH hat sich seit Gründung als Full-Service-Dienstleister rund um das Fahrrad positioniert: Von der Beschaffung der fabrikneuen Fahrräder aus deutscher Produktion, Vermittlung der Finanzierung, Bereitstellung und Einrichtung vor Ort, bis zur Reparatur und der regelmäßigen Wartung reicht das Leistungsspektrum. LeaseRad will damit das (Elektro-)Fahrrad businesstauglich machen! Als Partner von Unternehmen, Kommunen und dem lokalen Fachhandel bieten sie ganzheitliche Lösungen für die nachhaltige Mobilität per Fahrrad.

Locomore will Privatpersonen das Reisen mit der Bahn wieder „schmackhaft“ machen
Private Anbieter wollen durch attraktive Angebote erreichen, das mehr Menschen von der Straße auf die Schiene umsteigen. Dazu gehört in Deutschland seit kurzem Locomore. Mit Hilfe mehrerer Crowdfundingaktionen haben sie genug Geld eingesammelt, um im Dezember 2016 durchzustarten. Ab diesem Zeitpunkt soll ein Zug täglich auf der Strecke Berlin – Stuttgart hin und zurück fahren. Preislich will Locomore mit den Fernbussen konkurrieren. Auch das Serviceangebot soll überzeugen, wie z.B. kostenloses WLAN, bedienerfreundliche Apps und freundliches Personal, das auch am Platz bedient. Und via Social Seating soll jeder mit den Fahrgästen ein Abteil teilen, die gleiche Interessen haben.

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Social Mobility Network flinc
flinc ist nicht einfach eine Mitfahrzentrale, sondern ein Social Mobility Network. Die Idee dahinter ist, dass man bei Freunden, bzw. Freunden von Freunden eher mitfährt als bei Fremden. Zudem kann flinc mit dem iPhone genutzt werden und auch während der Fahrt werden noch weitere sich ergebende Mitfahrer für den Fahrer gematcht. Das Konzept gefällt nicht nur mir. Gründerstory: Benjamin Kirschner lernte seine Gründungspartner Michael Hübl und Alexander Kuhn an der Hochschule Darmstadt kennen, wo sie ihren Abschluss als Diplom Media System Designer (FH) machten und Michael Hübl an seiner Diplomarbeit über „Dynamic Ridesharing Systems“ schrieb. Mittlerweile hat flinc mehr als 250.000 Nutzer und konnte Investoren wie die Deutsche Bahn und GM gewinnen.

mobileeee – eCarsharing am Flughafen
Noch sind reine E-Car-Flotten und reine E-Carsharing-Anbieter die Ausnahme, weil für viele Kundenanforderungen die Batteriereichweite von E-Autos noch nicht ausreicht. Anders ist das an Flughäfen. Hier brauchen die meisten Nutzer die Fahrzeuge nur für die Nutzung kurzer Fahrstrecken. Das hat die Firma 5-Starport mit Sitz in Frankfurt erkannt und bietet mit „mobileeee“ (mobile eco efficient experience) ökoeffiziente Mobilitätslösungen für Firmen speziell im luftfahrtaffinen Umfeld an. Schwerpunkte sind derzeit e-Carsharing, Carpool Management sowie Flottenlösungen und Fuhrparkmanagement für Unternehmen mit Sitz am Flughafen Frankfurt.

mobileeee

Cowpots sind naturverträgliche Blumentöpfe
Seit 1997 betrieben die Brüder Matt und Ben Freund einen Methanfermenter, der den Rohdünger der Kühe aufnahm, erhitzte und dann das Methangas verbrannte. Am Ende dieses Vorgangs wurden die Feststoffe von der Flüssigkeit getrennt. Die Flüssigkeit kehrte zum Feld zurück, um für das Folgejahr die Feldfrüchte kultivieren zu können, die die Kühe ernähren. Die Feststoffe wurden kompostiert. Bis die innovativen Bauern auf die Idee kamen, diesen Kompost als Grundmaterial für die CowPots zu verwenden. Dabei handelt es sich um abbaubare Blumentöpfe, die sich rasch abbauen, sobald sie eingepflanzt sind. Der Stickstoff im kompostierten Kuhdünger fördert einen natürlichen und schnellen biologischen Abbau der CowPots. Innerhalb von 3 bis 4 Wochen ist die Zersetzung voll im Gang, wodurch der „Umpflanzungsschock“ nahezu verhindert wird und sich die Pflanzen umgehend etablieren.

Sprout schenkt dem Bleistift ein „zweites Leben“
Der Däne Michael Stausholm erwarb im Jahr 2013 von drei Ingenieur-Studenten des Massachusetts Institute of Technology die Vertriebsrechte (für Europa) für einen Bleistift, aus dem eine Kräuterpflanze sprießt. Da er zu Beginn keine Banken und Investoren fand, entschied er sich, mit Hilfe von Lieferantenkrediten und Vorauskasse der Kunden zu wachsen. Not macht eben erfinderisch. Spätestens, als der italienische Energieriese Enel 400.000 Stifte bestellte, dämmerte dem Entrepreneur, auf welcher „Goldader“ er saß. Schnell entschied er sich, die Patente von den Studenten (im Jahr 2014) abzukaufen, um die „Ernte“ komplett einfahren zu können. Mittlerweile verkauft Sprout ca. 500.000 Bleistifte pro Monate.

Sprout

Verpackungsfreie Lebensmittelgeschäfte vermeiden Verpackungsmüll
Früher im Krämerladen war es üblich, dass viele Lebensmittel ohne Verpackung verkauft wurden und die Kunden ihre eigenen Behälter mitbrachten. Heute ist das unüblich, wird aber wieder zum Trend. Vorreiter war die Einzelhandelskette Bulk Barn, die 1982 in Kanada gegründet wurde und mittlerweile mehr als 200 Verkaufsfilialen mit einem Sortiment von mehr als 4.000 Produkten eröffnet hat. Im Jahr 2007 eröffnete das erste Geschäft mit unverpackten Produkten in London mit dem Namen unpackaged. Seit einigen Jahren schwappt nun der Trend, unverpackte Lebensmittel (nicht nur Obst und Gemüse) zu verkaufen, in den deutschsprachigen Raum über.

Erbsenmilch Ripple verringert den ökologischen Fußabdruck
Immer mehr Konsumenten machen sich Gedanken darüber, welchen ökologischen Fußabdruck sie hinterlassen und wie sie ihn verringern können. Für ein Glas Kuhmilch wird zum Beispiel 230 Liter Wasser verbraucht? Und für ein Glas Mandelmilch (wird häufig als Kuchmilchersatz verwendet) immer noch 75 Liter verbraucht wird? Ripple Foods verbraucht für seine Milch, die aus Erbsen gewonnen wird, nur zwei Liter Wasser. Es gibt aber noch mehr Vorteile. Zum einen handelt es sich bei der Ripple Milch um ein veganes Getränk, was wichtig ist für Konsumenten mit einer Kuhmilchunverträglichkeit. Trotzdem schmeckt die Erbsenmilch sehr ähnlich wie die Kuhmilch (anders als bei Mandelmilch). Noch besser: Die Ripple Milch hat 50 % mehr Kalzium als Kuhmilch und achtmal mehr Proteine als Mandelmilch vorzuweisen.

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Ecogon – Mini-Ökosystem als Brettspiel
Dieses Spiel will Kindern und Erwachsenen spielerisch beibringen, wie ein Ökosystem aufgebaut werden kann. Die Spielanleitung lautet: „Baut euch Tiere, Pflanzen und Lebensräume so zusammen, dass möglichst viele Arten einen Platz zum Überleben finden. Durch die einfachen Regeln eignet sich Ecogon hervorragend für Bildungszwecke, aber einfache Regeln heißt nicht einfaches Spiel! Euer kleines Ökosystem wird durch Ereigniskarten immer wieder verändert und beschädigt. Nur wenn es stabil genug ist, werdet ihr siegreich sein. Das Gute ist: Ihr müsst vorher nichts über die Natur wissen, aber ihr könnt nicht vermeiden, dass ihr durch das Spielen etwas über eure Umwelt lernt!“

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