Unverpackt

Früher im Krämerladen war es üblich, dass viele Lebensmittel ohne Verpackung verkauft wurden und die Kunden ihre eigenen Behälter mitbrachten. Heute ist das unüblich, wird aber wieder zum Trend. Vorreiter des alten neuen Trends war die Einzelhandelskette Bulk Barn, die 1982 in Kanada gegründet wurde und mittlerweile mehr als 250 Verkaufsfilialen mit einem Sortiment von mehr als 4.000 Produkten eröffnet hat. Im Jahr 2007 eröffnete das erste Geschäft mit unverpackten Produkten in London mit dem Namen unpackaged.

Seit 2014 schwappt nun der Trend, unverpackte Lebensmittel (nicht nur Obst und Gemüse) zu verkaufen, in den deutschsprachigen Raum über. Mit verantwortlich dafür sind die Gründerinnen von „Original Unverpackt“, die mit ihrem ersten Geschäft in Berlin für einen großen Medienrummel gesorgt haben. Vorher gab es allerdings schon einige Bioläden, die unverpackte Lebensmittel in ihrem Geschäft verkauft haben, aber eben nicht nur. Mittlerweile werden ganz neue Mehrwegkonzepte entwickelt, auch dank dieses Booms.

Allerdings ist nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen, wie schon der NTV-Artikel „Tristesse im Tante-Emma-Laden“ am 3.2.2015 festhielt: „Ein halbes Jahr nach dem Start des „Original Unverpackt“ ist der Hype um den Supermarkt mit dem besonderen Konzept vorbei: Kalt, leer und sauber wartet er auf Kunden. Die haben mit einem Like ihr grünes Gewissen beruhigt und kaufen wieder im Discounter ein.“. Die Bilanz, die die BZ am 27.3.2015 veröffentlichte, klingt schon positiver. Fazit: Nach jedem Hype kommt die Ernüchterung, bevor sich ein nachhaltiger Trend entwickelt.

Internationale Vorreiter / Wettbewerber

unpackaged

Kanadisches Franchisekonzept Bulk Barn mit 250 Filialen, gegründet 1982
Die kanadische Franchise-Einzelhandelskette Bulk Barn bietet seit 1982 in seinen Geschäften die meisten Lebensmittel in großen, klarsichtigen Behältern (Bulk Bin) an, aus denen man sich bedienen kann. Man nimmt einfach eine Lebensmittelschaufel und füllt sich soviel in seine Tüte, wie man braucht. Das Angebot umfasst mittlerweile mehr als 4.000 Produkte. Mittlerweile gibt es in Kanada mehr als 250 Filialen. Das schnelle Wachstum ist dank des Franchisekonzeptes möglich gewesen. Manchmal sind die Produkte, wie z.B. Schokoherzen, in Folie eingepackt (aber nicht (noch zusätzlich) in Kartons), um den Hygieneansprüchen zu genügen oder eine längere Haltbarkeit zu gewährleisten. Das Konzept hat sehr viele Vorteile, die wir im Blogartikel ausführlich beschrieben haben.

Unpacked Lebensmittelgeschäft in London
Unpackaged wurde im Jahr 2006 von Caterhine Conway in London gegründet. Alles begann mit einem Marktstand und einer Präsenz auf zwei Lebensmittelmärkten in London. Im November 2007 wurde das erste Geschäft im Londoner Stadtteil Islington eröffnet. Nachdem der Laden aus allen Nähten platzte, wurde im Dezember 2012 ein neues Geschäft inkl. Cafe im Stadtteil Hackney eröffnet. Das Experiment mit angeschlossenem Cafe scheiterte allerdings schon nach kurzer Zeit, so dass das Geschäft schon im Januar 2014 geschlossen wurde. Im Februar 2015 wagte die Unternehmerin einen Neustart im Geschäft von Planet Organic im Musel Hill (Vorort von London).

Negozio Leggero / Franchisesystem Italien
Noch nicht so stark von der Presse entdeckt ist das Franchisekonzept Negozio Leggero aus Italien. Im Jahr 2009 wurde die erste Filiale in Turin eröffnet. Seitdem gibt es schon zehn Geschäfte in Italien, darunter (neben 4 Filialen in Turin) u.a. auch in Rom, Mailand, Palermo und Bergamo. Und sogar in der Schweiz (in Lugano) wurde schon eine Franchisefiliale eröffnet. Das Angebot umfasst ca. 1.500 Produkte. Die Produkte kommen hauptsächlich aus der Umgebung und bei Lebensmitteln handelt es sich häufig um Biowaren.

Granel expandiert in Spanien
Granel wurde 2011 in Spanien gegründet und hat derzeit mehr als 10 Filialen. Im Geschäft wird komplett auf Plastikverpackungen verzichtet, nicht aber komplett auf Verpackungen für den Transport nach Hause. Dabei handelt es sich aber nur auf Verpackungen, die biologisch abbaubar sind, weil sie aus Papier oder Kartoffelstärke hergestellt wurden. Granel bietet auch einen Lieferservice an und hat sogar einen Onlineshop. Die Lebensmittelprodukte kommen aus der Region und wurden grundsätzlich biologisch angebaut.

In.gredients ist ein Bulk Bin – Vorreiter in den USA
Im Sommer 2011 brachte in.gredients die Idee der Bulk Bin Lebensmittelgeschäfte in die Crowdfundingcommunity. Via Indiegogo wurde mindestens 15.000 USD als Starthilfe gesucht und auch eingesammelt. Auch mit diesem Geld konnte der erste in.gredients Geschäft in Austin / Texas eröffnet werden. Neben dem Ansatz, Verpackungsmüll zu vermeiden wollte in.gredients von Beginn nur Bio-Waren aus der Region verkaufen. Wichtig war zudem der Community-Ansatz, sprich die Einbindung in die Community und die Idee, zahlreiche Events im Geschäft zu veranstalten. Es gibt auch noch andere Geschäfte mit ähnlichem Ansatz in den USA, allerdings hat sich keine Sogwirkung wie in Deutschland entwickelt.

Day by Day aus Frankreich expandiert via Franchise
Seit 2013 gibt es die Firma Day by Day, die in Frankreich via Franchisesystem wächst und derzeit ca. 10 Filialen hat. Die Geschäfte sind aufgrund des relativ kleinen Sortiments von weniger als 500 Produkten relativ klein (im Vergleich zu den Wettbewerbern in anderen Ländern). Als Behälter dienen in den Geschäften nicht nur Bulk Barns, sondern auch Glasbehälter und Metalldosen. Es werden auch zahlreiche Behälter zum Kauf angeboten.

Weltweite Übersicht verpackungsloser Einzelhandelsgeschäfte

Die holländische Firma bepackt, die Behälter für Bulk Bin Geschäfte entwickelt, hat eine Übersicht aller Bulk Barn Geschäfte weltweit erstellt, die regelmäßig aktualisiert wird.

Bereits eröffnet in Deutschland und Österreich

Lunzers Maß-Greißlerei
Am 25. Januar 2014 eröffnet Andrea Lunzer die Bio-Maß Greißlerei in Wien, die ohne Verpackungen auskommt. Die Gründerin war zuvor im Verpackungsbereich und Marketing einer großen Bio-Lebensmittelkette tätig war. Das Interieur mit den dunklen Regalen erinnert an das Vorbild aus London, der Unpackaged Shop. In einer kleinen Ecke des Geschäfts gibt ein Cafe mit Bistrotischen. Viele Gründer aus Deutschland sind nach Wien gepilgert, um einen der First Mover im deutschsprachigen Raum zu besuchen.

Unverpackt Kiel
Das Geschäft wurde im Februar 2014 von der Deutsch-Französin Marie Delaperrière eröffnet. Die Produktpalette umfasst Getreide, Teigwaren, Hülsenfrüchte, Ölsaaten, Nüsse, Öle und Essig, Oliven und Knabbereien, Tee und Kaffee, Obst, Gemüse, Trockenfrüchte, Spirituosen, Süßwaren, Reinigungsmittel sowie Duschgel und Seifen: Insgesamt mehr als 400 Produkte umfasst das Sortiment und wird Tag für Tag erweitert!

Frida Bioladen und Cafe Vorarlberg
Hinter dem Frida Bioladen Cafe im österreichischen Vorarlberg stecken die Gastronomin Daniela Eiterer und die Yogalehrerin Heike Ausserer. Die Gastronomie hat bei ihnen einen größeren Stellenwert als bei vielen anderen Konzepten. Ab November 2014 sammelten die Gründerinnen 12.000 EUR auf der Crowdfundingplattform startnext ein. Schliesslich hat es Original Unverpackt vorgemacht, wie man einen großen Teil des Startkapitals auf startnext einsammeln kann. Am 1. März 2015 wurde das Geschäft eröffnet. In einem Blog informieren sie über Neuigkeiten.

Freikost Deinet Bonn
Freikost Deinet wurde im Mai 2014 von Hilke und Tim Deinet in Bonn eröffnet. Das Sortiment ist sehr umfangreich: Obst, Gemüse, Käse und Molkereiprodukte, Eier, Wurst und Schinken, Brot, Brötchen, Feingebäck, Öl, Essig, Müslisortiment, Pasta, Hülsenfrüchte, Reis und Getreide, Kaffee, Tee, Gewürze, Nasch- und Knabberkram, Getränke, Körperpflege und Reinigungsmittel. Neben dem Einzelhandelsgeschäft gibt es auch ein Cafe. Der Name ist ein schönes Wortspiel (Feinkost, frei von Verpackung).

Original Unverpackt Berlin
Das Geschäft wurde im September 2014 von den Gründerinnen Milena Glimbovski und Sara Wolf in Berlin öffentlichkeitswirksam eröffnet. Die lange Vorbereitungszeit wurde u.a. damit begründet, dass die Gründerinnen aufgrund der Hygienvorschriften ein Pfandkonzept mit Mehrwegverpackungen, die wieder zurückgenommen werden, entwickeln mussten. Zum Start konnten ca. 350 verschiedenen Produkte angeboten werden, darunter Obst, Gemüse, Marmeladen, Säfte, Bier, Spirituosen, Kosmetik und natürlich auch Trockenprodukte wie Bohnen, Reis und Gewürze. Käse wird über einen Kooperationspartner verkauft.

Lose Dresden
Der Laden hat am 1. April 2015 mitten in der Dresdner Neustadt auf der Böhmischen Straße 14 eröffnet. Hinter dem Projekt steht Berit Heller. Sie hat 20 Jahre in einem Dresdner Unternehmen gearbeitet, davon 14 Jahre im kaufmännischen Bereich. Im Geschäft gibt es auch eine Cafe-Ecke und eine Spiele-Ecke für Kinder. Von Anfang Dezember 2014 bis Ende Januar 2015 wurde auf Startnext eine Crowdfundingaktion durchgeführt. Das Fundingziel waren 25.000 EUR. Es konnten knapp 31.000 EUR eingesammelt werden.

Unverpackt Mainz
Vor drei Jahren hat Abdelmajid Hamdaoui den Brotposten am Frauenlobplatz in Mainz eröffnet, eine Bäckerei, in der zu günstigen Preisen Brote vom Vortag verkauft werden. Am 8. Juni 2015 hat er nun das erste Unverpackt-Geschäft in Mainz eröffnet. Zu Beginn bietet er ein Sortiment von ca. 200 Produkten an. Die Produkte sollen nicht nur unverpackt verkauft werden, sondern aus der Region kommen, Bioprodukte und saisonal sein. Wichtig ist dem Gründer, dass die Produkte gute Qualität haben und trotzdem „bezahlbar“ sind.

Annas Unverpacktes Heidelberg
Am 18. Juni 2015 eröffnete die 31jährige Anna Wahala in Heidelberg „Annas Unverpacktes“. Das Sortiment umfasst zum Start nur Getränke und Trockenware sowie nachhaltiges Kuchenzubehör. Essig und Öl wird wegen den strengen Vorschriften noch nicht verkauft. Beim Angebot orientiert sich die Gründerin daran, was es in der direkten Umgebung von anderen Geschäften noch nicht angeboten wird. Mit selbst zusammengestellten Backmischungen will die Gründerin bald punkten und sich von der Konkurrenz abgrenzen.

Regional und Unverpackt Schwäbisch Gmünd
Auf der Startseite wird das Konzept wie folgt beschrieben: „Wir sind ein kleiner Supermarkt mit regional und unverpackten Lebens- und Haushaltsmitteln. So charmant und persönlich wie ein Tante-Emma-Laden und doch so vielseitig sortiert wie ein kleiner Discounter. Die Idee zu unserem kleinen Laden entstand in Anlehnung an das Konzept der Berliner Vorbilder „Original Unverpackt“- entwickelt und realisiert von Milena Glimbovski und Sara Wolf.“ Gründerin und Geschäftsführerin ist die Fitnessfachwirtin und Ernährungsberaterin Stephanie Kerschbau. Am 1. Juli 2015 wurde das Geschäft eröffnet.

Holis Market in Linz (Österreich)
holis market (abgeleitet von holistisch, das Ganze) wurde 2015 als GmbH in Linz gegründet. Die Gründer wollen mit ihrem Team den täglichen Lebensmitteleinkauf von Grund auf neu gestalten. holis market ist nicht nur ein Markt für hochwertige Lebensmittel ohne Verpackung, sondern er will gezielt auf die Ernährungsbedürfnisse der Kunden eingehen. Der 1. holis market ist seit 1. September 2015 in Linz in Betrieb. Ziel ist es mittelfristig, die nachhaltigste und gesündeste Lebensmittelmarktkette (Franchise) im deutschsprachigen Raum zu etablieren, verbunden mit der Mission dem Kunden ein außergewöhnliches Einkaufserlebnis zu bieten. Damit diese Ziel bald Realität wird, startete holis am 5. Oktober 2015 eine Crowdinvesting-Kampagne auf der Plattform GREEN ROCKET, bis zu 150.000 EUR Beteiligungskapital einzusammeln.

Liebe und Lose Innsbruck in der Markthalle
Liebe und Lose hat in Innsbruck das erste Supermarkt-Konzept umgesetzt, welches komplett auf Einwegverpackungen aus Plastik verzichtet. Das „Basecamp“ wurde wurde im Oktober 2015 in der Innsbrucker Markthalle eröffnet. In der Schauküche gibt’s kleine Köstlichkeiten fürs take away und Genußvolles in Form von Smoothies, Dipps, Shakes. So wird Lebensmitteln auch noch eine zweite Chance geben. Das wird auch durch den Cateringservice von Liebe und Lose möglich, selbstverständlich werden alle Speisen nur in Glas und Kleinkeramik gereicht. Und via Genuß(fahrrad)transporter bringt Liebe & Lose alles im Raum Innsbruck gerne persönlich beim Kunden vorbei.

Natürlich Unverpackt öffnete am 5. November 2015 in Münster
Am 5.11.2015 hat in Münster der Unverpackt-Laden eröffnet – Natürlich Unverpackt! Eine Cafe-Ecke lädt auch zum längeren Verweilen ein. Die Weckgläser gibt es zum Einkaufspreis, um die Kunden „anzufüttern“. Außerdem gab es nachhaltig produzierte, komplett plastikfreie Brotdosen und Trinkflaschen aus Edelstahl – für Kinder und ausgewachsene Kinder als bessere Alternative zum Glas. Wenige Tage nach der Eröffnung schaute schon das Fernsehen vorbei, und eine Food-Bloggerin berichtete auch schon ausführlich über ihren Besuch. Die Eile war geboten, weil nur einen Monat später ein direkter Konkurrent in Münster (zentral in der Innnenstadt) seinen Laden öffnete (siehe weiter unten).

Einzelhandel in Münster startet seit dem 10. Dezember 2015 durch
Zur Eröffnung am 10. Dezember 2015 waren laut Angaben der Gründer 755 Kundinnen und Kunden im Laden. Ziel war es, den ersten Supermarkt ohne Einwegverpackungen in Münsters Innenstadt zu eröffnen. Die Genuss- und Lebensmittel in ihren unverpackten Formen werden in Bulk Bins (transparenten Lebensmittelspender) oder Mehrwegbehältnissen angeboten. Keine Wegwerfbecher, kein eingeschweißtes Gemüse, keine Plastiktüten und keine Tetrapacks. Wie die Auflistung zeigt, gibt es schon Konkurrenz in der selben Stadt.

OHNE – Erster verpackungsfreier Supermarkt für München
Die Schneidergesellin Hannah Sartin und der Ingenieur Carlo Krauß haben am 20. Februar 2016 den ersten verpackungsfreien Supermarkt in München eröffnet. Die Gründerstory ist wie folgt: „Die Idee mit dem eigenen Laden entstand, als wir unseren Alltag nach und nach auf Zero Waste umstellten. Dazu inspiriert hat uns das fantastische Buch von Bea Johnson. Im Zuge dieser Umstellung stellten wir fest, dass es mitunter sehr beschwerlich sein kann, in München eine ganze Familie mit diesem Lebenskonzept zu ernähren. Immerhin gibt es hier noch keinen verpackungsfreien Supermarkt. Diese Lücke wollen wir schließen.“ Im Juni 2015 endete erfolgreich eine Crowdfundingaktion auf startnext mit einer Fundingsumme von 48.000 EUR. Mehr als ein halbes Jahr später konnte der Laden in München die Eröffnung feiern.

Einfach unverpackt Leipzig
Pierre Mischke hat zusammen mit seiner Christin am 16. März 2016 den Einfach unverpackt-Laden in der Leipziger Südvorstadt eröffnet. Dafür haben sie im Winter 2015 auf Visionbakery mehr als 22.000 EUR eingesammelt. Punkten will man mit einem Befüllservice punkten: „Einkaufsliste (und Behälter) bis 10 Uhr bei uns abgeben und ab 12.30 Uhr bei uns abholen bzw. bis 12 Uhr die Liste abgeben und ab 14.30 Uhr abholen und bezahlen.“

Edel unverpackt – erster Unverpackt-Laden in Hannover
Die 41 jährige Sandra Michel kam LoLa zuvor und eröffnete zusammen mit zwei Freundinnen am 20. Februar (einen Monat vor den Konkurrenten in Hannover) den ersten Bio-Laden für unverpackte Lebensmittel in Hannover unter dem Namen „Edel unverpackt“. Die Namensgebung erläutert die Gründerin auf ihrer Webseite: „Edel: ist der Kosename von Edelgard Vreeman, der Frau, die unser Vorhaben erst ermöglicht hat.“

LoLa – Lose Laden in Hannover
Am 19. März 2016 eröffnete LoLa (Lose Laden) in der niedersächsischen Hauptstadt Hannover. Im Rahmen einer startnext-Crowdfundingaktion konnten im Herbst 2015 19.000 EUR eingesammelt werden. Hinter dem Projekt stehen der gelernte Tischlermeister Michael Albert, der Grafikdesigner und Werbefachmann Helmut Fürll und die „Familienmanagerin“ Silvia Sebald. Weil sie lange nach dem passenden Laden suchten und auch keine Plastikbehäalter im Laden anbieten wollten, kam ihnen „Edel unverpackt“ zuvor und sie können sich jetzt nicht 1. Unverpackt-Laden in Hannover nennen.

Unverpackt Trier
Hinter „unverpackt Trier“ stehen Sebastian Würth und Stephanie Lampe. Ein Saarländer 🙂 und eine Berlinerin, die auch als Verkäufer tätig werden. Im November 2015 hatten sie es satt mit ansehen zu müssen, dass man im Supermarkt nicht mal mehr eine Salatgurke unverpackt bekommt und oft immer viel zu große Portionen kaufen muss. Von dem Moment an haben sie nicht mehr aufgehört an „unverpackt Trier“ zu arbeiten. Vom 22.01. bis 29.02.2016 lief auf startnext eine Crowdfundingaktion. Es konnten 28.055 EUR eingesammelt werden. Die Fundingschwelle lag bei 20.000 EUR, das Fundingsziel bei 45.000 EUR. Ende April konnte das Geschäft dann eröffnet werden.

Schüttgut in Stuttgart
Schüttgut hat als erster Unverpackt-Laden in der Region Stuttgart am 30. Mai 2016 seine Türen geöffnet. Das Geschäft mit einer Verkaufsfläche von 55 qm und einem Anfangssortiment von 300 Produkten befindet sich im Westen Stuttgarts in der Vogelsangstr. Denn hier leben viele Menschen, die die Gründen wählen. Hinter dem Projekt steckt Jens-Peter Wedlich, Jahrgang 1966. Er ist gelernter Groß- und Außenhandelskaufmann aus den Bereichen Chemie und Mineralölhandel. Aktiv ist er u.a. bei Greenpeace Stuttgart.

Louise genießt – unverpackte Lebensart Erfurt
Der Koch Björn Urbach, die Diätassistentin Claudia Schmeisser und die Ernährungstherapeutin Martina Böttger haben am 1. Juli 2016 in Erfurt das Ladengeschäft „Louise genießt“ eröffnet. Im Vorfeld haben sie im Sommer 2015 auf startnext einen Crowdfundingaktion gestartet. Sie wollten auf diesen Weg 35.000 EUR einsammeln. Diese Aktion ist leider gescheitert. Im Winter 2015 haben Sie auf Visionbakery einen zweiten Versuch gestartet und ihr (deutlich kleineres) Fundingziel von 11.190 EUR erreicht und überschritten.

In Planung

bulkbarn

Tante Olga – Köln unverpackt
Im Sommer 2016 soll Kölns 1. Unverpackt-Laden „Tante Olga“ eröffnen. Bei Tante Olga findet ihr alles für ein müllreduziertes Leben: unverpackte trockene Bio-Lebensmittel von Amaranth bis Zimt sowie alternative Kosmetikprodukte, praktische Haushaltsgegenstände und ökologisches Büromaterial. Außerdem gibt es bei Tante Olga endlich auch Coffee-to-go in eure mitgebrachten Becher. Vom 1.6. – 30.6.2016 wird via Startnext eine Crowdfundingaktion durchgeführt. Funding-Ziel ist 48.000 EUR. Hinter dem Projekt steht u.a. Olga, die seit über drei Jahren fast müllfrei nach dem Zero Waste Lifestyle lebt. In ihrem Blog berichtet sie über ihre Erfahrungen und tauscht sich mit vielen Gleichgesinnten aus (www.zerowastelifestyle.de).

Unverpackt Leipzig
Das Team von Unverpackt Leipzig hat im Herbst / Winter 2015 versucht, auf startnext mind. 17.000 EUR (Fundingschwelle) Crowdmoney einzusammeln. Das hat auch leider nach einer Verlängerung nicht geklappt. Trotzdem will das Team daran festhalten, im Frühjahr 2016 einen Laden in Rüderitz bei Leipzig zu eröffnen. Da scheint derzeit das Einfach Unverpackt-Team die Nase vorn zu haben.

Unverpackt in Markdorf (Bodenseekreis)
Ab Sommer 2016 soll in Markdorf (Bodenseekreis) ein verpackungsfreier Laden im ehemaligen Geschäft der Metzgerei Frick eröffnen. Inhaberin ist Simone Keller.

Geplante aber nicht umgesetzte Projekte in Deutschland

Tuetenlos – Verpackungsfreies Einkaufen in Köln
Mit „Tuetenlos“ wollten Tatiani Katrantzi und Philip Birkenstock sowie Andrea & Samuel Erdmann das Konzept des verpackungsfreien Einkaufens nach Köln holen und etablieren. Idee war es, nicht nur ohne Verpackungen auszukommen, sondern auch einen regionaler Hofladen mitten von Köln anzubieten.“ Mitte Juni 2015 wurde eine Crowdfundingaktion auf Startnext gestartet. Die Fundingschwelle lag bei 35.000 EUR und konnte leider nicht erreicht werden. Mittlerweile haben die Machen via Facebook verkündet, dass sie das geplante Projekt nicht umsetzen würden.

Gerne ergänzen wir obige Liste um weitere Projekte, wenn wir entsprechende Infos erhalten, gerne an unsere Mail (siehe Impressum) oder hier im Kommentarfeld.

Comments are closed.