Blogratgeber – Wie starte ich ein Blog

EINLEITUNG

Im Jahr 2007 gab es einen Blog-Boom. In dieser Zeit erhielt von von vielen Interessierten immer wieder Fragen. Macht es für mich persönlich Sinn, ein Blog zu starten? Worauf muss ich achten? Wie kann ich mit meinem Blog erfolgreich werden? Deshalb habe ich mich damals entschieden, eine zehnteilige Blogratgeberserie zu veröffentlichen. Diesen Ratgeber habe ich mit der Zeit erweitert und aktualisiert. Da ich auch zehn Jahre später dazu noch Fragen erhalte, habe ich diesen Ratgeber noch nicht vom Netz genommen.

Folgende Teile hat dieser Ratgeber:

  • Eine gute Vorbereitung ist die halbe Miete
  • Die richtige „Usability“ erleichtert das Lesen
  • Content is King
  • Bloggen = Networken
  • Wichtige Linktipps zum Thema

Diesen Ratgeber habe ich um zahlreiche Links ergänzt, die die entsprechenden Themen näher erläutern.

1. Eine gute Vorbereitung ist die halbe Miete

  • Andere Blogs lesen und abonnieren
    Bevor man selbst ein Blog schreibt, sollte man erst einmal schauen, wie andere das machen. Ihr solltet Euch beim Durchlesen dieser Blogs notieren, was Euch gut gefällt und was auch nicht, um Anregungen für das eigene Blog zu erhalten. Wenn man dann erst einmal zum Sammler geworden ist, kann man schnell den Überblick verlieren. Deshalb bietet es sich an, die Lieblingsblogs als RSS-Feeed zu abonnieren. Dadurch verpasst man kein Blogposting mehr, besucht aber auch nicht umsonst ein Blog, wenn seit dem letzten Besuch kein neuer Beitrag eingestellt wurde.

  • Mit Bloggern über ihre Erfahrungen und potentiellen Lesern über ihre Erwartungen reden
    Bevor Ihr anfangt, solltet Ihr den Erfahrungsaustausch mit Bloggern suchen. Am besten gelingt das auf Veranstaltungen, auf denen viele Blogger anzutreffen sind, wie z.B. Barcamp, re publica, etc. Und ganz wichtig ist es natürlich, mit den potentiellen Lesern über ihre Erwartungen und Wünsche zu sprechen. Die Leser wissen genau, was sie interessiert und wann sie „abschalten“. Zudem gibt es immer mehr Studien und Umfragen über Erfolgsfaktoren für Blogs. Die sind zwar mit etwas Vorsicht zu geniessen (glaube keine Umfrage, die Du nicht selbst gefälscht hast), bringen aber trotzdem wertvolle Impulse und Anregungen.

  • Ziele definieren
    Wie bei jedem Projekt, sollte man sich zuerst bewusst machen, warum man überhaupt etwas machen und welche Ziele man damit verfolgen will. Bei Business Blogs unterstellt man in der Regel, dass die Autoren sich nicht nur einfach mitteilen wollen, sondern auch wirtschaftliche Ziele damit verfolgen. Am wichtigsten wird es den meisten Business Bloggern sein, neue Kunden zu finden. Das kann direkt erfolgen, weil potentielle Kunden das Blog lesen oder indirekt, weil man durch andere Blogger weiterempfohlen wird. Zudem erscheint man durch die Blogeinträge meist sehr oben in den Goolge Trefferlisten und wird so von Kunden gefunden. Häufig findet man übers Bloggen auch zukünftige Kooperations- oder Geschäftspartner, mit denen man neue Projekte umsetzen kann.

  • Wann sollte man nicht bloggen
    Martin Oetting hat diesem Thema einen ausführlichen Beitrag gewidmet, der absolut lesenswert ist. Aus seiner Sicht sollte man nicht bloggen, wenn man nichts zu berichten hat, noch nichts berichten kann (weil das Projekt noch geheim ist) oder weil man nicht schreiben kann bzw. dazu keine Zeit hat. Nach einer Umfrage im Rahmen der Weblog-Podiumsdiskussion während der 1. AUFSCHWUNG-Messe haben die meisten Blogger einen Zeitaufwand von 1 – 2 Stunden pro Tag angegeben, den Sie für Recherche und Schreiben eines Blogs benötigen. Die Zeit sollte man schon haben bzw. sich nehmen, um langfristig auch wirklich die „Früchte der Arbeit“ ernten zu können.
  • Wer soll bloggen
    Die erste Frage lautet, ob man alleine oder im Team bloggt. Für das Teambloggen spricht auf jeden Fall der Zeitaufwand, der dadurch geringer sein kann. Auf der anderen Seite kann man schnell den roten Faden verlieren, wenn zu viele Köche „den Brei verderben“. Ich persönlich lese lieber Blogs mit einem Autor, aber alles ist Geschmackssache. Auf jeden Fall sollte gewährleistet sein, dass die Blogger spontan schreiben dürfen und nicht jedes Posting vor der Presseabteilung genehmigen lassen müssen. Ansonsten geht es auf jeden Fall schief.

  • Auftakt planen
    Einige Blogger sind erschrocken, wenn Sie feststellen, dass in den ersten Monaten nur wenige Leser vorbeischauen und auch Kommentare nur spärlich oder gar nicht kommen. Deshalb gewinnt der Spruch „Am Start erkennt man schon den Sieger“ immer mehr an Bedeutung. Die zwei Best Practice Beispiele für einen gelungenen Start sind die Postkartenaktion der marketing-Blogger und der Blog-Karneval von Elke Fleing gewesen.
  • USP finden
    Bei der großen Zahl von Blogs wird es immer schwieriger, sich aus der grauen Masse hervorzuheben. Deshalb ist es wie im richtigen Business enorm wichtig, eine einmalige Positionierung zu finden. Wie findet man jetzt solch eine Nische? Am besten, man beschäftigt sich beruflich mit einem Thema, das viele interessiert, aber noch nicht ausreichend in der Blogosphäre besprochen wird. Vorsicht: Nur weil man eine Nische als erster besetzt, ist das keine Garantie, nicht von einem anderen Blogger überholt zu werden.

  • Name finden
    Diesbezüglich ist ja mein Blog kein Vorbild. Aber was soll´s. Content ist King. Trotzdem muss man sich ja das Leben nicht unnötig schwer machen. Wenn man bereits eine Webseite besitzt, bietet es sich in der Regel an, die Domain/blog zu wählen. Wenn man noch keine Webseite besitzt und auch nicht mittelfristig aufbauen will, dann sollte man einen kurzen Namen finden. Einfach mal die 50 wichtigsten Begriffe aufschreiben, mit denen man sich beschäftigt und dann mixen. Danach prüfen, welche Domains noch frei sind und fertig ist der Name.

  • Blogsoftware
    Vor zehn Jahren war das noch ein heißes Thema. Heute hat sich grundsätzlich WordPress als Open Soure Lösung durchgesetzt und zwar nicht nur für Blogs, sondern generell als Content Manament System für Webseiten. Insofern stellt sich die Frage heute eigentlich nicht mehr. Ich empfehle immer, die Hoheit über den Inhalt zu behalten und deshalb auch nur unter Domains zu veröffentlichen, die einem gehören.

2. Die richtige „Usability“ erleichtert das Lesen

  • Anzahl der Beiträge auf der Startseite
    Ich persönlich scrolle lieber als dass ich zu viel klicke. Deshalb zeige ich auf meiner Startseite 10 Artikel an. Im Smartphone-Zeitalter ist das natürlich alles Geschmackssache. Hier könnte es auch deutlich mehr sein. Aber da muss eben jeder seinen Weg finden.
  • Suchfunktion
    Aus meiner Sicht sollte jede Webseite eine Suchfunktion anbieten, damit die Leser schnell das finden, was sie suchen. Diese Suchfunktion sollte oben und gut sichtbar positioniert sein. Aber nicht nur für die Leser bietet diese Funktion einen Mehrwert. Auch ich als Blogautor kann so regelmäßig analysieren, welche Themen meine Leser interessiert und wozu ich in Zukunft evtl. mehr schreiben sollte.

  • Kategorienansicht
    Ich finde es immer sehr nützlich, wenn ich rechts oben im Blog ein Sichtfenster mit der Ansicht aller Kategorien habe und einer Zahl in Klammern angibt, wieviele Artikel in dieser Kategorie veröffentlicht wurden. Denn dann kann ich auf einen Blick erkennen, welche Themenschwerpunkte dieser Blog hat und mich gezielt durch einige Kategorien klicken. Hinsichtlich der maximalen Zahl von Kategorien will ich keine Empfehlung aussprechen. Wenn ein Blogger sehr viel schreibt und sehr veilfältig ist, dann dürfen es aus meiner Sicht auch mehr als 20 Kategorien sein. Das muss ich ja jetzt auch behaupten, da ich ja selber schon mehr als 100 Kategorien habe 🙂
  • Infokästchen zu den letzten Kommentaren
    Wenn man als Blogger hier in Deutschland schon nicht reich werden kann, dann wünscht man sich doch zumindest ein reichhaltiges Feedback, sprich Kommentare zu seinen Artikeln. Die Kommentierfreudigkeit der Leser kann u.a. dadurch erhöht werden, indem man die aktuellesten Kommentare in einem Sichtfenster auf der rechten Seite des Startfensters präsentiert. Aber natürlich diskutieren Leser heute nicht mehr ausschliesslich über den Kommentarbereich, sondern lieber via Facebook & Co. Wie man dieses Spagat meistert, löst jeder anders.
  • Ähnliche Artikel anzeigen
    Dieses Plugin gehört im „Amazon-Zeitalter“ nahezu zum Pflichtprogramm. Denn letztlich will ich erreichen, dass sich die Leser bei mir „festbeißen“ und immer mehr in die Tiefen meines Blogs eintauchen. Ich ergänze das, indem ich auch im Artikel selbst auf weiterführende oder ergänzende Artikel verlinke. Zudem weise ich auf interessante Kategorien hin, um weitere verwandte Informationen zu erhalten. Seit einiger Zeit reichere ich den Blog um Magazin-Artikel an, die in der Navigationsstruktur schnell auffindbar sind, um vor allem auch ältere Artikel sichtbar zu machen und in einen Kontext zu setzen.
  • Impressum
    Dass das Impressum nicht fehlen darf, darauf haben ja schon genug Rechtsexperten hingewiesen. Wichtig ist, dass das Impressum mit einem Klick erreicht werden kann und auch wirklich alle Kontaktdaten dort zu finden sind. Denn das erwartet man als Leser und erschwert ansonsten nur die Kontaktaufnahme. Ich habe mich zudem dazu entschieden, auf dieser Seite meinen Code of Contact zu veröffentlichen, unterteilt nach verschiedenen Zielgruppen, die mit mir Kontakt aufnehmen. Das hilft enorm, um schnell und zielführend kommunzieren zu können.
  • Wir über uns
    Hier bin ich schon ausführlich darauf eingegangen, in welcher Form und Umfang sich der Blogger vorstellen sollte. Ich persönlich bin immer sehr enttäuscht, wenn ich ein neues Blog ausfindig mache und nichts über die Autoren erfahre. Denn schliesslich handelt es sich bei einem Blog nicht um ein reines Informationsmedium, sondern um ein Networking- und Meinungsmedium.

3. Content is King

  • Zeitloser Content mit USP ist Trumpf
    Genau wie für die Bewertung einer Immobilie die drei wichtigsten Kriterien Standort, Standort und Standort sind, ist für das Blog der Content immer noch das Wichtigste. Insbesondere zeitloser Content mit Alleinstellungsmerkmal hilft fast immer, den Blog langfristig erfolgreich zu positionieren. Man sollte sich aber bewusst sein, dass Nischenthemen nicht immer auf eine große Leserschaft stoßen. Aber das Ziel vieler Blogger ist ja nicht eine große Lesercommunity, sondern das Kennenlernen weniger Kunden und Netzwerkpartner, die einem wirklich weiterhelfen können.
  • Der richtige Titel
    Zahlreiche Leser abonnieren Blog-Feeds und „fliegen“ deshalb sehr schnell über Blogbeiträge drüber. Eine knackige Überschrift hilft hier, den Leser an sich zu „fesseln“ und zu motivieren, den gesamten Beitrag zu lesen. Um das zu lernen, kann man sich von anderen Bloggern Anregungen holen. Es gibt einige erfolgreiche Online-Medien, die nehmen ständig A/B-Tests vor, um herauszufinden, welche Artikel mit welchen Überschriften am häufigsten gelesen und via Facebook & Co. geteilt werden.
  • In der Kürze liegt die Würze
    Keine Regel ohne Ausnahme. Gerade sehr oft verlinkte Artikel sind häufig Grundlagenartikel, die länger als gewöhnlich sind. Grundsätzlich mögen die Internetleser in der Regel leichte Kost, die schnell verspeist werden kann. Ich zum Beispiel schätze Blogger, die komplexe Zusammenhänge kurz und knackig zusammenfassen. Solche Blogs lese ich lieber als Onlinejournale, bei denen man den Eindruck gewinnen kann, dass der Autor nach Zeichen und nicht nach Qualität bezahlt wird. Meine Faustregel ist, dass die besten Artikel drei bis sechs Absätze umfassen. Aber auch für lange Artikel gibt es Pro-Argumente. Mehr dazu finden Sie hier.
  • Regelmäßig neuen Content bieten
    Längst nicht alle Leser nutzen RSS-Feeds, um ständig auf den Laufen gehalten zu werden, wenn in einem Blog neue Beiträge veröffentlicht werden. Um allerdings diese RSS-Feed-„Verweigerer“ immer wieder auf meine Blogseite zu locken, muss ich in der Regel regelmäßig neuen Content anbieten, weil ich sonst schnell in Vergessenheit gerate. Weiterhin ist es wichtig, dass ich Artikel schreibe, die bei Google gut auffindbar sind. Und letztlich muss ich heute auch auf Facebook und Co. gut sichtbar sein.
  • Auf Content-Quellen verlinken
    Zur Blogikette gehört es, auf die Quellen zu verlinken, die einen für das aktuelle Blogposting inspiriert haben. In der Blogosphere wird man dafür auch häufig belohnt, weil durch die Trackbacks die Leser der Originalquelle auf einen aufmerksam werden können und man somit quasi Trackback-Werbung für sein Blog gemacht hat. Ich halte mich aber an o.g. Regel nur noch, wenn es die Gegenseite ebenso hält. Natürlich darf man nicht einen ganzen Artikel kopieren, sondern nur Ausschnitte verwenden und diese kenntlich machen. Aus meiner Sicht sollte das Zitat nur maximal 1/3 des gesamten zitierten Beitrages ausmachen, weil alles andere dem Contentklau schon sehr nahe kommt. Rechtlich wird das ähnlich gesehen, manchmal sogar noch strenger.
  • Gebe jedem Posting Deine Note
    Zitatblogs gibt es schon fast zu jedem Thema mehr als genug. Deshalb sollte man darauf achten, wenn man andere Blogs oder Internetquellen zitiert, dass man seine „eigene Note“ einbringt. Insbesondere bieten sich Ergänzungen zu einem Artikel an, die einen Mehrwert darstellen. So entsteht auch sehr schnell ein kleines, freiweilliges Bloggernetzwerk an Gleichgesinnten, die sich in Zukunft gegenseitig die Bälle zuwerfen. Das ist mir schon sehr häufig passiert und macht den Reiz eines Blogs als Networkingtool aus.
  • Schnell sein bei einem aktuellen Thema
    Es wird schnell langweilig, wenn man ein und dieselbe Nachricht in zehn verschiedenen Blogs fast wortgleich lesen muss. Deshalb sollte man entweder sehr schnell sein, um eine andere Nachricht aufzugreifen oder aber eben einen Mehrwert bieten können. Da es langfristig immer einen gibt, der schneller ist, sollte man sich langfristig auf den Mehrwert konzentrieren.
  • Achte auf Deinen roten Faden
    Wenn man sich hinsichtlich des Themas für einen bestimmten Schwerpunkt entschieden hat, dann bietet es sich auch an, diesem Thema treu zu bleiben und sich hier als Experte zu positionieren. Für Business Blogs ist das selten ein Problem, da man sich als Unternehmer in der Regel spezialisiert hat und auch im Schwerpunkt über diese Themen berichtet.
  • Weiterführende Links geben
    Sinnvoller Content kann auch in der Auflistung weiterführende Links bestehen. Denn wieso soll man einen Sachverhalt noch einmal erläutern, wenn er auf einer anderen Webseite schon sehr gut beschrieben wurde. Außerdem gehört es zur Offenheit eines Bloggers, nicht nur seine Infoquellen, sondern auch weiterführende Links zu präsentieren. Meistens wird man auch dafür belohnt, weil aufmerksame Kommentatoren weitere Linktipps geben, wenn aus ihrer Sicht noch ein wichtiger Linktipp fehlt.
  • Nicht zu viel Eigenwerbung
    Business Blogger sind häufig sehr gefährdet, zu viel Eigenwerbung für Ihre Firma zu machen. Das geht fast immer nach hinten los. Als potentieller Kunde oder Wettbewerber ist das zwar interessant, aber als allgemein Interessierter langweilt mich das zu Tode und stößt sehr negativ auf. Letztlich gelten hier die Regeln für erfolgreiches Content-Marketing.

4. Bloggen = Networken
Blogs sind Networkingtools. Aus meiner Sicht haben das aber noch zu wenig Blogger erkannt bzw. spielen nicht auf der gesamten „Klaviatur“ des Networkens. Für mich gehört aber die richtige Networkingstrategie heute zum unerlässlichen Muß, um sich schnell und gleichzeitig nachhaltig in der Bloggersphäre zu vernetzen. Deshalb beschäftige ich mich heute intensiv mit dem Thema „Blogger-Networking“, was ansonsten in vielen anderen Blogratgebern sehr kurz kommt oder gar nicht erwähnt wird.

  • Nimm mit anderen Bloggern per Telefon Kontakt auf
    Um ins Gespräch zu kommen, ist das gute alter Telefon immer noch sehr hilfreich. Denn eine E-Mail kann man schnell übersehen und ist eben nicht interaktiv. Ich persönlich habe immer sehr gute Erfahrungen mit Kurztelefonaten mit Bloggern gemacht. Das ist deutlich persönlicher als eine E-Mail oder man baut Distanz ab, weil die Sprache alle Barrieren schmelzen lässt. Allerdings sollte man seinen Anruf vorher ankündigen, um den Blogger nicht zur falschen Zeit zu belästigen. Man kann sich via Telefon schnell austauschen, ohne viel Zeit (z.B. Reisezeit) investieren zu müssen. Aber das geht natürlich auch via Facebook & Co.
  • Treffe Blogger persönlich
    Noch besser ist es natürlich, mit Bloggern persönlich Kontakt aufzunehmen. Immer wenn man von Veranstaltungen, wie z.B. der re publica, Erfahrungsberichte liest, dann ist eines immer identisch: Die persönlichen Treffen mit anderen Bloggern waren fast immer das Beste. Und wie erfährt man von diesen Meetings? Einfach nur die am meisten frequentierten Blogs lesen und schwups erhält man die Infos über die nächsten empfehlenswerten Meetings. Und wenn Ihr einen bestimmten Blogger treffen wollt, dann fragt Ihn doch einfach per Mail oder Telefon, wo man ihn als nächstes treffen kann, wenn er nicht sowieso auf seinem Blog seine Terminliste veröffentlicht hat.
  • Gib anderen Bloggern wertvolle Tipps, z.B. über Content, der sie interessieren könnte
    Ein wichtiger Tipp für Business Blogs ist es, seinem Themenfokus treu zu bleiben und nicht zu viel über andere Dinge außerhalb der Kernfokussierung zu berichten. Aber was tun, wenn man über andere Dinge etwas Interessantes gelesen hat? Einfach die bekannten Blogger, die diesen Themenfokus haben, anmailen und den entsprechenden Linktipp geben. Der Blogger erwähnt dann i.d.R. den „Informanten“ und verlinkt auf ihn. Bei mir ist z.B. Monika Meurer solch eine zuverlässige Informantin.
  • Spinne Ideen weiter und vernetze Dich dadurch
    Nur von anderen Blogs abzuschreiben, bringt in der Regel gar nichts. Sehr wohl kann man aber eine Nachricht auf einem anderen Blog aufgreifen und eigene Ideen und Erfahrungen mit einbringen. Der andere Blogger entdeckt den Artikel durch den Blick auf seine Trackbacks sehr schnell und erwähnt im besten Fall sogar den anderen Artikel in Form eines Nachtrags. Zumindest entdecken aber alle Leser, die auch das Kommentarfeld des Artikels anschauen, den anderen Artikel und können sogar als Stammleser des eigenen Blogs gewonnen werden, wenn alles gut läuft.
  • Vernetze Blogger
    Kennst Du zwei Blogger, die sich unbedingt kennenlernen sollten. Dann schicke beiden eine E-Mail oder nutze die Verknüpfungsfunktion von XING. Das Motto hier lautet: „Wenn Du zwei Personen etwas Gutes tust, profitierst Du häufig auch davon“. Warum? Weil fast jeder Blogger begriffen hat, dass Networken aus Geben und Nehmen besteht und deshalb gerne auch mal den Ball zurückwirft, wenn der dem ursprünglichen Kontakter etwas Gutes tun kann.
  • Mitglied werden in der Xing-Gruppe „Business-Blogs“
    Blogger kommunizieren hauptsächlich via Blog. Aber sie kann man auch woanders virtuell treffen. Es gibt z.B. bei XING die Gruppe „Business Weblogs„. In dieser Gruppe sind mehr als 1.500 Business Blogger im deutschsprachigen Raum versammelt. Deshalb sollte man sich nach Beitritt sofort erst einmal in der Rubrik „Neue Mitglieder“ vorstellen. Zudem sollte man schauen, welche Themen einen hier interessieren und selber Beiträge posten. Kommunizieren ist der Schritt für die Selbstvermarktung und Networken. Natürlich gibt es auch bei Facebook & Co. passende Gruppen zum Erfahrungsaustausch und Networken.
  • Binde bekannte Gastblogger ein oder blogge woanders als Gastblogger
    Manchmal funktioniert erfolgreiches Networken auch durch zweimal Nehmen. Wie das geht? Ladet doch einfach mal einen bekannten Blogger bei Euch ein, dass er bei Euch Gastbeiträge verfasst. Manchmal funktioniert das wirklich, aber dann muß man dem Gastblogger schon etwas bieten und damit doch wieder etwas geben. Es kann auch umgekehrt funktionieren, dass man nämlich in einem anderen Blog gastbloggt. Das kann bei Gruppenblogs auch von Dauer sein.
  • Interviewe andere Blogger
    Was fast immer funktioniert, ist, wenn man andere bekannte Blogger interviewt. Dadurch lernen sich beide meist ganz gut kennen und kennen sich ab dann. Sehr gut funktionieren natürlich Videointerwiews, weil hier auch der persönliche Kontakt hergestellt wird. Ansonsten solltet Ihr natürlich vermeiden, die Starblogger mit allgemeinen Fragen zu langweilen, denn solche Fragen haben sie schon zu häufig beantworten müssen. Prüft vielmehr, ob Ihr einen aktuellen Anlass findet, zu dem ihr den A-Blogger als erster interviewen könnt.
  • Verlinke auf andere Blogs
    Zur Basisübung gleich am ersten Tag des Bestehen des Blogs gehört es, eine Blogroll anzulegen und damit gleich auf andere Blogs zu verlinken. Sehr häufig sind A-Blogger auf einen durch solch einen Link aufmerksam geworden und haben im besten Fall auf das neue Blog hingewiesen. Auf jeden Fall hat man schon einmal die erste Spur gelegt. Ein Blogger ist fast immer offener für einen, wenn sein Blog in der Blogroll dieses Bloggers erscheint.
  • Kommentiere in anderen Blogs
    Ein andere Blogger lernt einen auch sehr gut kennen, wenn man in mehreren Postings von ihm Kommentare abgibt. Viele Blogger machen am Anfang einfach den Fehler, nur sich und seinen Blog zu sehen. Umgekehrt funktioniert es aber besser. Geht raus in die Blogsphere und teilt Euch dort mit.
  • Geh auf die Kommentare in Deinem Blog ein
    Blogs sind keine Einbahnstraße. Denn im Gegensatz zu einer Newsseite können im Blog Kommentare abgegeben werden. Und genau dieser Kommentare sind meist das Salz in der Suppe. Deshalb ist es wichtig, auf Kommentare auch zu reagieren und zu antworten. Eine besondere Form, Kommentar zu würdigen, besteht darin, diesen ein eigenes Posting zu widmen.

    5. Wichtige Linktipps zum Thema

6 Responses to Blogratgeber – Wie starte ich ein Blog

  1. […] Jahren. Bei mir ist es angekommen und sollte sich bezahlt machen  Weiterempfehlen |  Drucken |  Kommentar schreiben   Ähnliche Artikel | zumArchiv […]

  2. […] Jetzt gibt es, nach dem Ratgeber von Burkhard Schneider, auf unserem Blog auch weitere wichtige Details. Rechts unter der Rubrik „Seiten“ könnt ihr über mich und meine Motivation zu diesem Blog lesen. […]

  3. […] wie fängt man sowas an? Hierzu hat Burkhard Schneider einen interessanten Artikel veröffentlicht. Hier finden Einsteiger einen kleinen Fahrplan und erste Tips wie man einen Blog […]

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