Smart Home

Die moderne Technik findet auch in den eigenen vier Wänden immer mehr Einzug. Dadurch wird die Wohn- und Lebensqualität sowie Sicherheit erhöht und Energie eingespart. Für viel öffentliche Aufmerksamkeit sorgte die Meldung im Januar 2014, dass Google das Smart Home StartUp „Nest“ für 3,2 Mrd. USD übernahm. Auch Apple, Samsung, Telekom, Stromversorger und viele andere Player wollen in diesem Markt mitmischen. Die Karten werden neu gemischt. Immer mehr StartUps erkennen die Chance, von diesem Trend zu profitieren und passende Produkte und Lösungen anzubieten. Wir präsentieren hier ausgewählte Geschäftsideen und StartUps aus dem In- und Ausland. Darunter sind Global Player genauso wie Nischenanbieter. Wir wollen damit die ganze Bandbreite präsentieren, von der Standalone- bis zur ganzheitlichen Lösung, von Soft- bis Hardware.

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GreenPocket Smart Home Lösung
GreenPocket bietet Energieversorgern innovative Software-Lösungen für Smart Metering und Smart Home an, mit denen Haushalts- und Gewerbekunden ihre Energieeffizienz nachhaltig verbessern können. Mit der GreenPocket Smart Home Lösung können sich die Nutzer den Energie- und Wasserverbrauch auf ihrem Computer, Tablet oder Smartphone anzeigen lassen sowie optimieren und den Wohnkomfort erhöhen. Seit seiner Gründung 2009 hat GreenPocket über 40 Energieunternehmen als Kunden gewinnen können, darunter RheinEnergie, E.ON Benelux, Vattenfall, die Stadtwerke München und Mainova. Das Unternehmen bezeichnet sich selbst als einer der führenden Anbieter im europäischen Smart Energy-Markt.

greenpocket

Rocket Home bietet Lösungen und Smart Home Produkte für vernetztes Wohnen an
ROCKETHOME ist nach eigenen Angaben einer der führenden Lösungsanbieter für vernetztes Wohnen und digitale Heimkultur in Europa! Das Unternehmen wurde 2010 in Deutschland gegründet und hat seinen Sitz in Köln. Das StartUp bietet schhlüsselfertige Smart Home Produkte für seine Partner aus unterschiedlichen Branchen. Die gemeinsame Basis ist die offene Software-Plattform „HomeRUN Intelligence“. Angeboten werden Lösungen in den Segmenten Home Control (Ganzheitliche Lösung zur Steuerung und Automation von Räumen und Geräten), Home Energy (Monitoring und Optimierung aller Energieflüsse im Gebäude) und Home Monitoring (Mehr Sicherheit und gutes Gefühl durch Echtzeit-Monitoring und Eskalation).

rockethome

tado bietet ein smartes Thermostat für die Heizung an
Das StartUp bezeichnet sich als europäische Marktführer für intelligente Klimalösungen für Privathaushalte. Es hat seinen Firmenstandort in München und wurde 2011 von Christian Deilmann, Johannes Schwarz, Valentin Sawadski und Leopold von Bismarck gegründet. Mit dem Smart Thermostat für Heizsysteme und der Smart AC Control für Klimaanlagen will tado° die Art und Weise ändern, wie Energie zuhause verwendet wird. Mithilfe der App nutzt tado° die Standortdienste des Smartphones und Wettervoraussagen, um die Temperatur zuhause automatisch zu regeln. Damit soll nicht nur bis zu 30 % Energie gespart werden, sondern auch der Wohnkomfort erhöht werden.

KIWI macht Schluss mit dem Schlüssel
Das Hardware-StartUp KIWI.KI GmbH mit Sitz in Berlin hat mit KIWI einen automatischen Türöffner auf RFID-Basis sowie Smartphone-basiert entwickelt, mit dem sich Haustüren per Funksignal sicher öffnen lassen. Die Nutzer können die Tür öffnen, ohne dass man dabei die Hände benutzen muss. Noch wichtiger: Es können externen Personen zeitlich beschränkt Zugang zur Wohnung gewährt werden, wie z.B. Hausmeistern, der Feuerwehr im Notfall etc. Das Unternehmen wurde 2012 von den ehemaligen McKinsey-Unternehmensberatern, Sicherheitstechnikspezialisten und Unternehmern Dr.-Ing. Claudia Nagel, Dr.-Ing. Christian Bogatu und dem Unternehmer und Juristen Peter Dietrich gegründet. Das Unternehmen wurde zunächst unter dem Namen DooRFID GmbH gegründet und Ende 2013 in KIWI.KI GmbH umbenannt.

kiwi

Amphiro macht den Wasserverbrauch sichtbar
Ein durchschnittlicher Haushalt verbraucht 2.000 kWh Wärmeenergie – allein für die Warmwasserbereitung. Und die Dusche ist dabei der größte Energieverbraucher. Nur für die Raumwärme wird noch mehr Energie verbraucht. Und deshalb ist es nicht verwunderlich, warum sich mehrere StartUps Gedanken darüber machen, wie der Warmwasserverbrauch in der Dusche deutlich gesenkt werden kann. Dazu gehört die Schweizer Amphiro AG, die im Jahr 2009 von Doktoranden und Mitarbeitern der ETH Zürich als Spin-Off gegründet wurde. Das StartUp entwickelte ein Gerät mit Anzeige, das unterhalb des Duschkopfes befestigt werden kann. Bei jedem Duschgang misst das Gerät den Wasser- und Wärmeenergieverbrauch in der Dusche und zeigt diesen über ein Display in Echtzeit an. Dadurch wird der Verbraucher sensibilisiert. Im Durchschnitt konnten die Kunden ihren Wasserverbrauch damit um 23 % senken.

amphiro

Touchables sorgen dafür, dass man keine Hausaufgaben mehr vergisst
Gründer Alexander Ellert und Julian Pye bieten NFC-Sticker und die dazu passende App an, damit Sie rechtzeitig an Ihre (Haus)Aufgaben erinnert werden. Konkret kleben Sie die NFC-Sticker auf die Gegenstände (Blumenvase, Waschmaschine, Aquarium, etc.) auf und tragen in der App ein, wann die (regelmäßig anfallenden) Aufgaben zu erledigen sind. Die App erinnert sie somit rechtzeitig an ihre Aufgaben, z.B. Blumen gießen, Fische füttern, Waschmaschine bedienen, etc. Aber nicht nur im Haus helfen die Touchables. Wenn ich ein Touchable aufs Auto klebe, kann ich mein Auto via Smartphone wiederfinden, wenn ich vergessen habe, wo ich es geparkt habe.

Heimvernetzungs-StartUp Nest
Nest konzentriert sich auf einfache und designschöne Hard- und Softwarelösungen sowie Dienstleistungen im Smart Home Segment. Mit dem „lernenden“ Nest Thermostat sollen die Energiekosten gesenkt und der Wohnkomfort erhöht werden. Der Nest Protect fungiert als Rauchmelder. Und mit der Nest Cam sollen die Hausbewohner jederzeit einsehen können, war in ihrem Haus passiert. Die Nest Cam soll auch als „Babyphone“ genutzt werden können. Die Produkte werden in den USA, Großbritannien, Kanada, Frankreich, Belgien, Irland und den Niederlanden verkauft und wurden schon in mehr als 190 Ländern installiert. Nest wurde 2014 von Google gekauft.

RICO Smart Home Security Lösung ermöglicht dem Smartphone ein „zweites Leben“
RICO ist ein Smart-Home-Security-Gadget, das mit einem (alten) Smartphone betrieben werden kann. Dadurch wird es möglich, zu einem kleinen Preis (ab 99 EUR) das Zuhause von überall auf der Welt mit der RICO-App zu überwachen. Auf dem aktuellen Smartphone kann man sich z.B. in die Wohnung reinschalten und live via Streaming anschauen, was vor Ort gerade geschieht. Aber es geht noch mehr. Es können auch von der Ferne via App Lichtschalter oder Kaffemaschinen ausgeschaltet werden, Das machen die RIO Smart Sockets möglich (ab 49 EUR pro Stecker). Und RICO löst auch automatisch Alarm auf der App aus, wenn z.B. eine Rauchentwicklung registriert wird.

rico

Die smarte Glühbirne von Beon Home täuscht die Anwesenheit der Hausbewohner vor
Diee Smart-Bulb von Beon Home ist ein Multitalent. Sie lernt die Lichteinschaltgewohnheiten der Hausbewohner und und kann sie replzizieren, wenn diese nicht zu Hause sind, um deren Präsenz vorzutäuschen. Dank eines eingebauten Mikrofons kann sich die Lampe automatisch einschalten, wenn die Türklingel oder der Rauchmelder ertönt. Weiterhin sorgt ein Akku dafür, dass die Lampe auch bei Stromausfall genutzt werden kann. Und wenn die Lampe ausgeschaltet wird, leuchtet sie noch für einige Sekunden nach, damit der Bewohner nicht im Dunkeln das Bett finden muss. Im Rahmen einer Kickstarter-Aktion konnte der 6er Pack zum Early-Bird-Preis von 395 USD erworben werden. Die Fundingschwelle von 100.000 USD konnte überschritten werden.

Der Luna Sleep Matratzenbezug macht das Bett smart
Dieser intelligente Matratzenbezung soll seine Temperatur dem Nutzer anpassen. weil die richtige Schlaftemperatur elementar wichtig für die Erholung während der Nacht ist. Luna Sleep soll dafür die Bewegungen, den Puls und die Atemfrequenz des Benutzers auswerten und darauf reagieren. Das Bett soll zudem mit der restlichen Haustechnik verbunden sein. Wenn der Hausbewohner zu Bett geht, soll z.B. automatisch das Licht im Haus ausgeschaltet werden. Und wenn der Hausbewohner aufwacht, sollen automatisch Küchengeräte wie z.B. die Kaffeemaschine automatisch eingeschaltet werden. Das Projekt wurde durch eine Indiegogo-Crowdfundingkampagne finanziert (es konnten mehr als 1,1 Mio USD generiert werden).

Einen guten Überblick vor allem über die US-SmartHome-StartUp-Szene (mit mehr als 100 StartUps) findet Ihr bei Angel List. Wer über die neusten Lösungen und Trends zum Thema „Smart Home“ informiert werden will, wird bei Golem und SmarthomeWelt fündig. Mit der Smart Home Initiative Deutschland gibt es auch den passenden Verband, der sich für seine Mitgliedsunternehmen einsetzt. Ein passendes Diskussionsforum zum Thema findet man bei XING.

10 Responses to Smart Home

  1. Sehr gute Ideen,
    leider ist die Einladung zu der Tagung nach FRA viel zu spät bekannt gemacht worden, sonst

    hätte ich dort mal vorbei geschaut.

  2. Nicht zu vergessen die Echtzeit Energiekostenmonitore von Smart-Cost. http://www.smart-cost.de

  3. Das alleine ist NICHT genug; da geht noch viel mehr ….

    Auf Ihrer Seite finden sich viele kleine und nützliche Ideen durch kleine Gags und Gadgets, welche ausschließlich SEKUNDÄRSEITIG, durch Reduktion des Energieverbrauchs die Energiekosten nur in begrenztem Umfang senken können. Vielen ist nicht bekannt, daß der Kesseljahresnutzungsgrad
    Ihres Heizkessels (also die Energiemenge, welche aus 1 Liter Öl oder 1 Kubikmeter Gas gewonnen werden) nur bei etwa 65% bis 75% liegt. Entsprechende Zahlenwerte sind Realität und wurden in der Optimus-Studie bereits vor Jahren veröffentlicht. Wer dies nicht glaubt kann googeln, oder die ausführlichen Berichte von mir anfordern. Ich schicke Ihnen gerne diese Information zu.

    Im Arbeitskreis Energieeffizienz beschäftigen wir uns in der Hauptsache um den primärseitigen Nutzungsgrad, also die Effizienz des Heizkessels, da hier ein Einsparpotential zwischen 25% und 35% erschlossen werden kann, wenn der 100%-ige Kesselnutzungsgrad erreicht wird.

    Wir haben in den zurückliegenden Jahren viele alte Kessel mit einer externen Brennwertnutzungsanlage nachgerüstet und konnten mit dieser Maßnahme eine Kostensenkung von bis zu 35% jährlich erzielen, OHNE Verzicht auf Komfort, Wärme oder Raumtemperatur.

    Anstelle nur Verbraucherseitig die Wärmezufuhr zu begrenzen um 10% – 20% Energiekostensenkung zu erreichen ist es eine kostengünstigere und bessere Lösung den Wirkungsgrad des Kessels zu verbessern um 25% bis 35% der Energiekosten zu senken.

    Natürlich können und dürfen die primärseitigen Einsparpotentiale auch mit den sekundärseitigen Möglichkeiten der Energiekostensenkung miteinander kombiniert werden um zwischen 30% und 40% in der Kosten, dauerhaft zu senken.

    Weitere Informationen zum 100%-igen Wirkungsgrad und weiteren Einsparmöglichkeiten haben wir auf der Seite http://www.energiekreislauf.info veröffentlicht und bieten diese Information kostenfrei allen an, die sich dafür interessieren.

    Ebenso zählt die Wärmegewinnungstechnik durch Solarthermie und die Wärmerückgewinnungstechnik durch optionale Wohnraumlüftung mit Wärme- und Feuchterückgewinnung zu den prakltikablen Möglichkeiten den Energieverbrauch zwischen 40% und 60% zu senken. Daß dies funktioniert können wir an verschiedensten Referenzanlagen in der Region Nürnberg/Erlangen/Fürth und Neumarkt bei etwa 115.000 m2 beheizter Wohnfläche nachweisen, da wir stets einen Öl-, oder Gaszähler UND einen Wärmemengenzähler eingebaut haben um die Verbesserung des Wirkungsgrades lückenlos zu dokumentieren.

    Es funktioniert.

    Sonnige Grüße aus Regelsbach

    Hermann Groß
    Geschäftsführer und Inhaber der Firma
    Umweltheizung – Energie aus der Umwelt e. K.
    Leitelshofer Straße 8 b
    91189 Rohr-Regelsbach
    info@umweltheizung.de

  4. r23 sagt:

    Mir persönlich fehlt hier die technische Einführung in das Thema.
    Hier ein Erklärfilm von der CeBIT
    https://www.youtube.com/watch?t=194&v=vMqJvR2pOjs

    Das in dem Film gezeigte Bad kann man von
    DORNBRACHT Iserlohn (NRW) erhalten
    https://www.youtube.com/watch?v=r1UkZNgkYdk

    Miele präsentiert zur IFA 2015 das erste vernetzte Dosiersystem der Welt
    http://blog.r23.de/ifa-2015-miele-praesentiert-das-erste-vernetzte-dosiersystem-der-welt/

    Ich selbst empfehle und nutze FHEM
    FHEM ist ein Perl-basiertes Serverprogramm, das zur automatisierten Bedienung von Aktoren wie zum Beispiel Lichtschaltern oder Heizung sowie der Aufzeichnung von Sensorinformationen wie Raumtemperatur oder Luftfeuchtigkeit dient.
    http://blog.r23.de/heimautomatisierung-mit-fhem-fuer-unseren-bilderrahmen/

  5. Danke für das Feedback bisher.

    Diese Übersicht soll step by step erweitert werden, weshalb ich jeden Vorschlag im Rahmen eines Upgrades gerne prüfen werde.

    Danke Herr Groß für den Querverweis zum Thema Energieeffizienz. Unsere Firma, die diesen Blog herausgibt, ist Veranstalter der EnergieEffizienz-Messe, die am 1./2. September 2015 zum achten Mal in Frankfurt am Main stattgefunden hat. Unter http://www.energieeffizienz-messe.de/best-practice/ präsentieren wir mehr als 70 Best Practice Beispiele, die unsere Aussteller dieses und letztes Jahr präsentiert haben.

    In weiterer Zukunft werden sicherlich weitere Auflistungen zum Thema Green StartUps etc. folgen.

  6. René sagt:

    Interessanter Beitrag. Die Smart Home Lösung ist genial. Insbesondere die Tatsache, dass die Nest Cam als Babyphone genutzt werden kann, finde ich gut durchdacht. Ich bin gespannt, welche weiteren Bereiche zukünftig noch abgedeckt werden.

  7. Ja, das Thema Smart Home wird immer mehr zum Thema in privaten Haushalten. Finde ich auch gut so. Das Internet der Dinge hält Einzug in unser Zuhause… Waren es vor einigen Monaten lediglich die WLAN Thermostate, kommt jetzt immer mehr dazu.

  8. Augustin sagt:

    Also gerade, die Waschmaschine auch „remote“ via App steuern zu können, finde ich schon sehr praktisch. So kann ich aus der Ferne den Waschvorgang starten, sodass die Maschine dann aktiv wird, wenn die Sonne scheint?

    Warum?

    Weil sie dann mit selbst produziertem Solarstrom betrieben wird!

  9. Alex K. sagt:

    Smart-Home wird immer wichtiger. Als ich noch studiert habe, haben wir uns ein Zukunftsvideo angesehen, wie ggf. die Automatisierung im Haushalt aussehen wird. Alle haben darüber gelacht und keiner konnte es richtig vorstellen. Bald werden uns kleinere Roboter unterstützen. Grüße.

  10. Sabrina sagt:

    Als frischgebackene Eltern nutzen wir „Smart Home“ Features eigentlich hauptsächlich, um unser Haus für unser Baby sicherer zu machen. Zum Beispiel haben wir wir mehrere Arten von Babyphones fest installiert, um immer auf dem Laufenden zu sein, was gerade passiert.

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