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BlogBurst bringt die Blogger in die Zeitung

Bis jetzt wurden Blogger von Journalisten eher als “Hobbyjournalisten” belächelt oder sogar beschimpft. Jetzt scheint die Firma BlogBurst eine Brücke über diesen Graben zu bauen. Bei Blogburst handelt es sich um einen Blogverbund, der den Content an Dritte vermarktet. So haben sich z.B. schon WashingtonPost.com und San Francisco Chronicle dafür entschieden, Content aus den bisher 600 angeschlossenen Blogs zu veröffentlichen.

Der Haken: Die Blogger erhalten kein Autorenhonorar. Um diesen Service trotzdem für die Blogger schmackhaft zu machen, wirbt man mit der Erhöhung der Reputation und Steigerung der Besucherzahlen, da es in jedem Artikel einen Backlink zum Blog gibt. Dadurch könnten sich auch die Einnahmen via Google Ad Sense erhöhen. Wenn wir aber ehrlich sind, handelt es sich bei diesen Einnahmen eher um “Trinkgeld”.

Wie kann man dieses Angebot nun bewerten? Gerade für Blogger mit geringen Bekanntheitsgrad und Besucherzahlen kann solch eine Möglichkeit ein gutes Sprungbrett sein, um sein Blog zu “pushen”. Für die eher etablierteren Blogger kann dieses Angebot auch die Möglichkeit darstellen, quasi nach einer Probezeit eine feste Vergütung im Rahmen dieser Autorentätigkeit zu erhalten. Man könnte es quasi als Autorenbewerbungsphase verstehen. Das ist immer noch besser, als wenn man nachhaltig als kostenlose Recherchequelle missbraucht wird. Der große Profiteur dieser Entwicklung sind allerdings die Blognetzwerke und die Verlage. Deshalb sollte man ernsthaft überlegen, langsam in diese Richtung zu “wachsen”.

Weitere Infos unter Spiegel-Online und futurezone.

2 Responses to BlogBurst bringt die Blogger in die Zeitung

  1. […] Nachdem immer mehr Zeitungen die Blogger als Contenpartner entdecken (siehe unser Blogbeitrag zu Blogburst), will jetzt auch Reuters die Blogger als Kommentatoren aktueller Geschichten zu Politik und Wirtschaft einbinden. Dazu ist die Nachrichtenagentur einen Kooperation mit dem Weblog-Netzwerk Global Voices Online eingegangen. […]

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