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Beitrag zum Blogkarneval: Die besten Kreativtechniken

Karneval

Der off-the-record-Blogger Olaf Kolbrück hat vor einigen Tagen einen Blogkarneval mit dem Thema „Die besten Kreativtechniken“ gestartet. Ziel ist es, möglichst viele Kreativtechniken und Lösungen zu sammeln und vorzustellen. Bis zum 12. August dauert diese Aktion. Ehrensache, dass ich hier auch mitmache. Konkret möchte Olaf folgende Fragen gerne beantwortet bekommen: „Welche Methoden nutzt Ihr, um gute Ideen zu bekommen? Wo und wie kommen Euch Ideen für den Blog, für Kampagnen, für die Arbeit, für das Studium, für die Schule, für die Geburtstagsüberraschung? Habt Ihr Rituale, um Ideen hervorzuzaubern? Spitzt Ihr hundert Bleistifte an, geht Ihr mit dem Hund spazieren? Was macht Ihr gegen Schreibblockaden? Wie helft Ihr der Muse auf die Sprünge? Nutzt Ihr Tipps aus den zahlreicheren Kreativitäts-Ratgebern oder habt ihr eine eigene Methode?“

Dann will ich mal damit beginnen, eine meiner Lieblingsmethoden vorzustellen, um auf neue Ideen zu kommen. Es handelt sich um die Kartenumlauftechnik, die sich immer dann anbietet, wenn man mind. 4 weitere Personen finden kann, die einem bei o.g. Herausforderung helfen können. Wie geht das Ganze jetzt konkret? Zuerst erhalten alle Teilnehmer ausreichend viele Karteikarten (DIN A 7). Jeder hat die Möglichkeit, innerhalb von z.B. 3 Minuten alle Ideen, wie z.B. Namen oder Slogans, die einem einfallen, auf einer separaten Karteikarte zu schreiben. Nach Ablauf der Zeit gibt man die Karten an seinen linken Nachbarn weiter und erhält von seinem rechten Nachbarn seine Karten. Jetzt hat man 2 Minuten Zeit, um nach Ansicht der Karten neue Ideen wieder auf einer separaten Karte zu schreiben. Danch gibt man alle Karten wieder weiter usw. Bei 5 Teilnehmern braucht man dafür insgesamt 11 Minuten (3+2+2+2+2). Danach werden alle Karteikarten auf einem Tisch ausgelegt und jeder erhält 3 Punkte, die man für die Ideen verteilen kann, die einem am besten gefallen. Danach steht der Sieger fest. Ein konkretes Beispiel für die Anwendung dieser Technik findet Ihr hier.

Die anderen Fragen will ich dann mal im Stil eines Kurzinterviews beantworten:

  • Wo und wie kommen Euch Ideen für den Blog, für Kampagnen, für die Arbeit, für das Studium, für die Schule, für die Geburtstagsüberraschung?
    Die meisten Ideen für mein Blog erhalte ich, in dem ich andere Blogs und Medienformate lese und dadurch neue Anregungen erhalte. Auf neue Ideen für mein Business komme ich, indem ich meine Querdenker-Ideen-Matrix benutze. In einer ruhigen Minute werde ich diese „Ideenhilfe“, die ich selber erstellt habe, vorstellen. Ansonsten kommen mir viele Ideen immer dann, wenn ich vom Alltag abschalten kann, also konkret im Bett, unter der Dusche, beim Sport, in der U-Bahn,….Die Kunst besteht darin, die Ideen dann schnell festzuhalten, was ich am häufigsten mit meinem Blackberry mache, weil ich das häufig dabei habe.
  • Habt Ihr Rituale, um Ideen hervorzuzaubern? Spitzt Ihr hundert Bleistifte an, geht Ihr mit dem Hund spazieren? Was macht Ihr gegen Schreibblockaden? Wie helft Ihr der Muse auf die Sprünge?
    Wirkliche Rituale habe ich nicht. Vielmehr versuche ich Abstand zu gewinnen und gehe am liebsten mit meinem Mountain-Bike auf die Tour. Danach ist der Kopf frei und ich komme dann meist auf die besten Ideen. Manchmal muss man sich einfach auch Zeit lassen und darf sich nicht zu sehr unter Druck setzen.
  • Nutzt Ihr Tipps aus den zahlreicheren Kreativitäts-Ratgebern oder habt ihr eine eigene Methode?“
    Ich habe mir eine kleine Liste von Kreativitätstechniken erstellt und schau immer wieder drauf, wenn ich eine gute Idee suche. Ab und zu nutze ich auch die Onlineplattform BrainR, wobei ich hier selten Top-Ideen finde. Als Ergänzung taugt sie aber auf jeden Fall. Ansonsten arbeite ich am liebsten mit meiner Querdenker-Ideenmatrix, wie ich oben schon erwähnt habe. In dieser Matrix sind mehr 1.000 Ideen nach einem bestimmten Schema aufgelistet. Dadurch kann ich in wenigen Minuten für fast jede Fragestellung neue Best-Practice-Ideen aus anderen Branchen und Einsatzgebieten generieren.

Wenn Ihr jetzt Lust auf mehr bekommen habt, dann empfehle ich die Durchsicht folgender Beiträge, die ich hier im Blog gepostet habe:

Es gibt zahlreiche Ratgeber, Hilfsmittel und Anregungen in der Webwelt zum Thema Kreativität. Hier gibt es eine kleine Auswahl dazu:

5 Responses to Beitrag zum Blogkarneval: Die besten Kreativtechniken

  1. […] Über Burkard Schneider bin ich auf den Blogkarneval von Olaf Kolbrück aufmerksam geworden. Er fragt nach Kreativitätstechniken und -praktiken aller Art und möchte von der Blogospähre eine Antwort haben. Er schreibt: […]

  2. Peter Cramer sagt:

    Hallo, Deine Kartenumlauftechnik nennt sich „Methode 635“ Die Zahlenkombination steht für 6 Teilnehmer (Idealbesetzung) schreiben je 3 Ideen auf und 5 mal werden die Zettel untereinander getauscht. Das ganze kann man auch über größere Entfernungen machen, z.B. mit Teilnehmern via E-Mail. Diese Methode nennt man die „Collective Notebook Methode“. Wie der name sagt, wird dabei die Aufgabenstellung schriftlich niedergelegt und an die TN gesendet. Diese haben bei dieser Methode mehr Zeit sich mit dem Problem zu befassen. Das kann – je nach Aufgabenstellung – sehr sinnvoll sein und damit von Vorteil sein. Der Vorteil der 635 Methode ist, daß ich einen goßen Output in kürzester Zeit produziere, dadurch das ich einen sog. kreativen Stress aufbaue, den jedoch – und das ist die Gefahr – nicht alle TN unbedingt so gut vertragen. Daher sollte man diese Methode wohl dosiert einsetzen.

    Für das „alleine herundenken“ empfehle ich „Walt Disneys Denkstühle“. Der gute Walt hatte drei Räumemit je Tisch und Stuhl. Den Raum des „Träumers“, des „Realisten“ und des „Kritikers“. Im ersten Entwarf er „wilde Ideen“ und brachte alles zu Papier, lies diese ein paar Tage ruhen und ging dann mit seinen Papieren in den Raum des Realisten, wo er vieles verwarf um wiederum ein paar Tage später seine verbliebenen Ideen im Raum des Kritikers kritisch zu hinterfragen. Was überig blieb, bzw. dabei rauskam war brauchbar… sonst würden wir wohl Walt Disney heute nicht kennen.;-))

    Die Methode ist klasse, weil Sie eigentlich den Kern jeder Kreativitätstechnik anschaulich zeigt, nämlich die Kunst zunächst „konvergent zu denken“ OHNE dabei schon zu bewerten (deshalb wechselte Disney körperlich die Räume) und ERST DANN aus einer realistischen UND einer kritischen Perspektive heraus zu bewerten. Der wahre Trick, liegt genau in dieser Trennung. Wenn man das raus hat, ist es vollkommen egal welche Technik, dann produziert man Lösungen und Ideen.

  3. […] in meinem ersten Beitrag zum Blogkarneval “Die besten Kreativtechniken” habe ich ja noch einen Artikel zu meiner Querdenker-Ideen-Matrix versproche. Da der Blogkarneval heute um 24.00 Uhr endet, möchte ich jetzt noch last minute mein Versprechen einlösen: In meiner Querdenker-Ideen-Matrix habe ich im Laufe der Jahr mehr als 1.000 Ideen aus den verschiedensten Branchen eingetragen. Wenn ich eine Anfrage für neue Ideen bekomme, dann schaue ich dort rein und prüfe systematisch, welche Ideen aus Branchen, die sich bewährt haben, für meinen Kunden und dessen Aufgabenstellung passen könnte. Ich will das kurz an einem einfachen Beispiel erläutern: […]

  4. Franzi sagt:

    Es gibt wirklich viele Kreativitätstechniken. Ich denke der Erfolg liegt darin die richtige Methode für die richtige Situation bzw. für die Teilnehmer passend zu finden…

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