In Crowdfunding

Die Wissenschafts-Crowdfundingplattform Sciencestarter will im November 2012 online gehen

Viele Wissenschaftler brauchen für ihre ersten Forschungsprojekte nur wenig Geld, um eine Recherchereise, einen Computer, ein Kleingerät oder Mitarbeiter für eine kurze Periode zu bezahlen. Häufig lohnt es sich dafür nicht, zig Formulare auszufüllen, um einen Förderantrag zu stellen, der dann vielleicht erst viele Monate später positiv oder negativ beschieden wird. Auf der Suche nach Alternativen ist die Initiative “Wissenschaft im Dialog (WiD)” auf die Idee gekommen, eine eigene Crowdfundingplattform für diese Zwecke online zu stellen. Außerdem ist die Plattform für Kommunikationsprojekte aus der Wissenschaft geöffnet.

WiD will aber noch mehr erreichen, nämlich Wissenschaftlern, Wissenschaftsmanagern, Wissenschaftsjournalisten und Wissenschaftskommunikatoren mit der neuen Plattform auch ein neues Kommunikationsmittel zur Verfügung. So ist WiD davon überzeugt, dass der direkte Austausch zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit gestärkt und der Dialog über Forschungsideen im Vorfeld und im Verlauf von Projekten gefördert werden. Der breiten Öffentlichkeit ist es durch das Projekt erstmals möglich, unmittelbar Einfluss darauf zu nehmen, worüber in Deutschland geforscht wird – durch die finanzielle Unterstützung eines bestimmten Projekts.

Die Initiative Wissenschaft im Dialog (WiD) bringt die Öffentlichkeit mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern ins Gespräch. Sie wurde im Jahr 1999 auf Initiative des Stifterverbandes mit Unterstützung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung von den großen deutschen Wissenschaftsorganisationen gegründet. Auf der Webseite von WiD erfahrt ihr mehr über die Mitglieder und Partner sowie Gründung und Geschichte von WiD. Es ist immer wieder spannend, wie viele interessante Initiativen es gibt, über die man erst im Rahmen solcher Projkete wie Sciencestarter mehr erfährt.

Die o.g. Crowdfiundingplattform geht voraussichtlich im November 2012 unter sciencestarter.de online. Interessierte Forscher sowie Wissenschaftskommunikatoren können schon ab sofort Projekte, für die sie eine finanzielle Unterstützung suchen, direkt bei WiD einreichen. Aktuelle Infos über den weiteren Verlauf bis zum offiziellen Start gibt es unter Facebook und Twitter. Der Aufbau der Plattform wird vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft gefördert. Die technische Umsetzung erfolgt durch die Startnext Network GmbH und das Team, das mit startnext.de auch die führende Crowdfunding Plattform Deutschlands entwickelt hat.

Startnext hat sich längst schon zum Crowdfunding-Plattform-Provider entwickelt, wie ein Zeit-Artikel, der die deutsche Crowdfundingszene sehr kritisch betrachtet, eindrucksvoll beschreibt: “Startnext, als gemeinnützige Unternehmensgesellschaft (gUG) gegründet, hat längst neue Geschäftsfelder erschlossen. In enger Zusammenarbeit mit der Kommunikations- und Softwareagentur Tyclipso baut Startnext eigene Crowdfunding-Plattformen für städtische oder institutionelle Auftraggeber. Die Stadt Hamburg hat sich mit Nordstarter.org bereits eine solche Seite geleistet. Die Stadt Dresden wiederum betreibt unter Dresden-durchstarter.de ein eigenes Portal innerhalb der Startnext-Familie. Das Prinzip solcher Kooperationen ist stets ähnlich: Die Implementierung und Betreuung der Seiten wird von den Auftraggebern bezahlt, das Crowdfunding selbst ist Teil einer größeren Image- oder Marketingstrategie.”

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