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UserVoice findet auch in Deutschland immer mehr Fans

Der Crowdsourcing-Trend hat längst auch die Serviceabteilungen der Unternehmen erobert. Im Sommer 2009 habe ich Euch hier im Blog das Tool von service-community mit folgenden Worten vorgestellt: „Hier können Unternehmen in zwei Minuten ihre eigene Community für den Kundendialog einrichten. Über die sechs Kanäle SMS, Email, mobiles Internet, Twitter, Skype und das Web können Kunden Fragen stellen, die in Echtzeit auf der Website der eigenen Service-Community landen. Dort beantworten andere Kunden oder Mitarbeiter die Fragen zu Produkten, Dienstleistungen oder zum Unternehmen. Jeder Betreiber einer Service-Community kann festlegen, welche Mitarbeiter Fragen beantworten sollen oder sogar mit Admin-Rechten ausgestattet werden.“

Wer den Kunden weniger solch eine umfangreiche Crowdsourcing-Serviceplattform, sondern „nur“ ein Forum für Verbesserungsvorschläge zur Verfügung stellen will, sollte sich UserVoice genauer anschauen. In letzter Zeit laufe ich UserVoice auch im deutschsprachigen Raum immer häufer über den Weg, egal ob bei idbeer, PaperC oder XING (für die Unternehmensprofile). Während man bei Service-Community mindestens 199 EUR pro Monat hinblättern muss (und dafür auch schon eine umfangreiche Leistungspalette erhält), kann man den Service von UserVoice in einer sehr abgespeckten Version zum Nulltarif nutzen. Dafür ist natürlich der Funktionsumfang deutlich geringer.

Wer bei UserVoice auf den Geschmack gekommen ist, sollte mindestens die Zinn-Version für 19 USD pro Monat nutzen, um private Foren (die nicht für alle einsehbar sind), Moderations-Tools, eine Exportfunktion (nach Excel) und E-Mail-Support nutzen zu können. Wer auf Single-Sign On nicht verzichten will, muss dann schon 89 USD pro Monat investieren. StartUpler und Non-Profit-Organisationen erhalten bis zum 30.04.2010 noch einen Rabatt von 50 %. Ingsgesamt finde ich das Treppenstufenkonzept von UserVoice deutlich freundlicher. Jeder User, wenn auch nur kostenlos, ist ein perfekter Werbeträger (auch zum Nulltarif). Im Zeitalter der Freeeconomy ist ein Einstiegsprodukt zum Nulltarif immer häufiger der Standard.

Hinsichtlich der Funktionsweise der UserVoice-Foren will ich gar nicht so viel erzählen. Schaut Euch einfach obiges Video (Achtung: Ist schon etwas älter) und die Beispielforen von idbeer, paperC und XING an. Durch praktische Anwendung versteht Ihr sehr schnell, wie alles funktioniert. Mir gefällt besonders gut, dass jeder User bei der Bewertung der Topideen in der Grundeinstellung 10 Bewertungspunkte zur Verfügung hat und pro Idee maximal 3 Bewertungspunkte vergeben kann. Weiterhin gefällt mir die einfache Bedienung sehr gut. Ich könnte mir sehr gut vorstellen, dass sich auch UserVoice immer mehr zur Crowdsourcing-Serviceplattform weiterentwickeln könnte. Das wäre eigentlich der logische nächste Schritt.

2 Responses to UserVoice findet auch in Deutschland immer mehr Fans

  1. Anita Klose sagt:

    Hallo Burkhard,

    Vielen Dank fuer den Artikel.
    Wir freuen uns ueber unseren Erfolg in den deutschen Online Communities. Wir zaehlen auch seit kurzem studiVZ zu unseren Kunden und hoffen dadurch den deutschen Markt besser erkunden zu koennen.
    Das Video ist schon ein wenig alt und wir haben seither einige Aenderungen vorgenommen; hauptsaechlich auf dem Admin Pult.
    Die Hauptfunktionalitaet bleibt unverandert: Kunden Feedback und Ideen sammeln, um das Produkt oder den Service besser zu gestalten.

    Gruss,
    Anita
    uservoice.com

  2. […] Crowds aktiv mitarbeiten. Ein gutes Beispiel dafür sind Service- und Feedbackplattformen, wie wir hier und hier schon vorgestellt […]

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