In Crowdsourcing

Haben Sie an Ihrer Würstchenbude schon einmal nur mit guten Ideen bezahlt?

Er gehört mittlerweile zum Sprachgebrauch jedes Politikers oder Journalisten, der sog. „Wutbürger“. Wäre es nicht viel besser, wenn wir den „Wutbürger“ dazu motivieren würden, auch ein „Ideenbürger“ zu werden? Es ist relativ einfach, gegen etwas zu sein, dagegen ist es schon viel schwieriger, konkrete Verbesserungsvorschläge zu machen und auch damit leben zu können, dass diese guten Ideen Kritik anderer ausgesetzt werden. Wir haben hier im Blog schon viele Initiativen von Städten, Kommunen oder staatlichen Institutionen vorgestellt, die Ihren Bürgern die Plattform geben, Anregugen oder neue Ideen zu präsentieren oder sich für eine gute Sache zu engagieren, wie z.B. hier, hier, hier und hier.

Seit wenigen Monaten bittet jetzt auch die Stadt Kopenhagen ihre Bürger darum, gute Ideen zu melden, um das Leben in der Stadt noch lebenswerter zu machen. Bis jetzt sind mehr als 200 Ideen eingegangen. Besonders gut gefällt mir an der Auflistung der Ideen, dass dies nicht nur nach Kategorien geschieht, sondern auch via Google Map und Google Earth. So kann man z.B. schnell herausfinden, welche Ideen für die direkte Nachbarschaft entwickelt wurden und sich mit einbinden bzw. seine Nachbarn motivieren, sich auch mit einzubringen. Das ist ein guter Anfang , aber reicht lange nicht aus, um die Masse zu erreichen. Das haben die Verantwortlichen dieser Ideenschammlung aucher erkannt und sich deshalb etwas besonderes einfallen lassen:

Ganz nach dem Motto: „Wenn die Ideen nicht zur mir kommen, komme ich zu den Ideen“ haben sich die Kopenhagener etwas Besonderes einfallen lassen: Sie platzieren z.B. an verschiedenen Stellen der Stadt eine Würstchenbude, an der man nicht mit Geld, sondern guten Ideen „bezahlen“ kann. Diese Idee finde ich genial, denn nicht jerder hat die Lust, reale Ideensessions zu besuchen, die meist sehr langwierig und langweilig sind. Davon könnten sich andere Ideensession-Initiatoren inspirieren lassen. Gute Ideen hängen auch davon ab, in welchem Umfeld und zu welchem Anlass sie stattfinden. Gefunden bei Hannes Treichl.

2 Responses to Haben Sie an Ihrer Würstchenbude schon einmal nur mit guten Ideen bezahlt?

  1. Super Idee. Jetzt fehlt nur noch die Variante für Vegetarier. Wie wäre es mit Bananen oder Schokoherzen oder Karotten?

  2. Das ist ja eine genial Idee, die sich auf jede kleine Gemeinde runter ziehen läßt. „In mir brodelt es schon…!“ 🙂

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